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Kurs:Systemorientierte Organisationslehre

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Wintersemester 2025/26
(systemorientierte) Organisationslehre
Ein Lehrmodul innerhalb des Kurses "Einführung in die Betriebswirtschaftslehre"






Lehrender

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Dr. Falko Wilms | homepage | klick & mail | Semesterapparat an der FHV

Worum geht es bei der Thematik?

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Eine Organisationen ist eine effektive Anordnung von Schnittstellen in einer Wertschöpfungsarchitektur. Hierbei gibt es Problemstellungen, die die Grenzen von Fachdisziplinen und Unternehmensbereichen mühelos überqueren. Zur Beschreibung und zur Analyse auftretender Ereignisse entlang einer verteilten Wertschöpfung wird ein übergreifender Ansatz nötig. Genau bietet das St.Galler Management-Modell. Es liefert eine theoretisch fundierte, von Führungskräften auf seine Praxistauglichkeit hin optimierte Modellierung des Zusammenspiels von Management, Organisation(seinheit) und Umwelt. Das Modell liegt in Deutsch[1] und Englisch[2] vor und hat ein fundiertes wiss. Basiswerk, das ebenfals in Deutsch[3] und Englisch[4] vorliegt.

Das aktualisierte St. Galler Management-Modell wird auch deshalb in diesem Lehrangebot benutz, weil es folgende Vorteile bietet:

  • vollzeitlich Studierenden wird eine Möglichkeit geboten, über aktuelle Erkenntnisse aus Forschung, Lehre und Praxis gemeinsamen nachzudenken
  • nebenberuflich Studierenden wird es ermöglicht, aus dem eigenen Erfahrungsschatz heraus aktuelle/potentielle erfolgskritische Ereignisse, Entscheidungen und Entwicklungen mitsamt der sich daraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten zu bedenken.

Erkenntnisse aus der Forschung

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  • Die aktuelle Forschungslage bekräftigt, dass bereits die bloße Anwesenheit des Smartphones ablenken kann (Böttger et al., 2023). Auch speziell für Vorlesungssituationen liegen Studien vor, nach denen schon ein sichtbares Smartphone ablenkt, selbst wenn es ausgeschaltet ist (z.B. Mendoza et al., 2018).
  • In wissenschaftlichen Studien nachgewiesene Vorteile von handschriftlichen Notizen:
  • gemäß dieser Studie bewirken handschriftliche Notizen bei gleichem „lernen“ weitaus mehr „verstehen“ als digital getippte Dokumente!
  • gemäß dieser Studie bleiben handschriftliche Notizen inhaltlich länger im Gehirn abrufbar bleiben als digital getippte Dokumente!
  • gemäß dieser Studie ist zu schlussfolgern, dass digital tippende Personen sich schlechter an die formulierten Inhalte erinnerten, weil sie die Hauptpunkte nicht aktiv zusammengefasst und mit eigenen Worten wiedergegeben haben!
  • In wissenschaftlichen Studien nachgewiesene Nachteile des Nutzens von KI:
  • gemäß dieser Arbeit sinkt die Fähigkeit, eigene Gedankengänge zu entwickeln, kritisch zu prüfen und Probleme selbstständig zu lösen, wenn man sich zu stark auf KI verlässt
  • gemäß dieser Arbeit sanken beim Erstellen von Texten mit KI die Genauigkeit und das Verständnis im Vergleich zur eigenständigen Texterstellung.
  • gemäß dieser Arbeit beeinträchtigt die häufige Nutzung von KI die Erinnerungsleistung. AUßerdem verleitet dies dazu, wichtigen Aufgaben aufzuschieben oder Aufgaben kurzfristig abzuschließen.
  • gemäß dieser Arbeit ist KI keineswegs fehlerfrei. Daten sind oft fehlerhaft, „halluziniert“ und übersehen wesentliche Kontextdetails.
  • gemäß dieser Arbeit verliert man bei andauernder Nutzung von KI das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Risiko steigt an, bei Nichtverfügbarkeit von KI unsicher zu sein.

Daraus folgt für das erfolgreiche Studieren:

  1. Beim Studieren sollte das Smartphone weggelegt werden und nicht mehr zu sehen sein.
  2. Das Erstellen von Notizen sollten möglichst handgeschrieben erstellt werden.
  3. KI kann einer wertvolle Hilfe sein, wenn die Eingaben detailliert sind und alle ausgaben kritisch überprüft werden.
  4. Lernen/Studieren ist und bleibt ein aktives Erschließen von bislang unbekannten Wissensbestandteilen. Wer dabei Anstregungen vermeidet, kann sich kaum tiefergehendes neues Wissen aneignen und wird auf dem jetzigen Stand des Wissens stehen bleiben.

Anwesenheitspflicht

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Gemäß der Prüfungsordnung der Fachhochschule Vorarlberg kann die Anwesenheitspflicht für Studierende für einzelne Lehrveranstaltungen durch die Lehrperson vorgeschrieben werden. Für das Lehrmodul „Systemorientierte Organisationslehre“ gilt eine generelle Anwesenheitspflicht mit folgende Regelungen:

  • In begründeten Ausnahmefällen (z.B. Facharztbesuch, nötige Dienstreise … ) gilt die grundsätzliche Anwesenheitspflicht nicht.
  • Wird die Summe der Nichtanwesenheit von 20 % der Lehrveranstaltung überschritten, wird vom Kursleiter eine zu erbringende Zusatzleistung festgelegt.
  • Eine Anwesenheit von weniger als 50% führt in der Regel zu einer negativen Bewertung.


bearbeitete Themen

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Thematik => podcast zum Thema


Selbststudium für BB-Studierende

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Die wichtigste Brücke zwischen einem akademischen Studium und dem eigenen lebenslangen Lernen ist die Entwicklung von Selbstlernkompetenzen. Dies sind für das spätere Berufsleben und die persönliche Entwicklung unerlässlich, da das Wissen eine immer kürzere Halbwertszeit hat. Durch Selbststudiums-Zeiten werden die Studierenden zu kompetenten und autonomen Wissensproduzenten. Neben dem fachinhaltlichen Lernen entwickeln Sie vor allem die Fähigkeit, auf welchem Wege sie selbst optimal lernen.

Die nebenberuflich Studierenden werden 2 Selbststudienzeiten durchlaufen

  • am 22.11.25 werden die Themen Begriffe und Grundkonzepte durchgearbeitet.
  • am 13.12.25 wird es um Koordinationsmechanismen gehen.


  • Aufgabenstellung in diesen Selbststudiums-Zeiten
- Bilden Sie Kleingruppen von 3 - 5 Personen
- Arbeiten Sie die zu den Themen gehörenden Folien und podcasts aktiv durch
- Formulieren Sie in der Kleingruppe ein Nugget-Chart über das erarbeitete Themengebiet
=> Erfahrungsgemäß leisten das Arbeitsblatt und das Template für ein Nugget-Chart hilfreiche Dienste
- Schreiben Sie einen individuellen 2seitigen Kurslogbuch-Eintrag über jede erarbeitete Thematik
=> Benutzten Sie bitte das zur Verfügung gestellte Template dafür
- Laden Sie ein Foto Ihres Gruppen-Charts und die persönlichen Logbuch-Einträge als PDF-Datei in ILIAS hoch



  • Bereitgestellte Unterlagen
08.11.25:
Thema "(mentale) Modelle", arbeiten Sie die Folien sowie den podcast "Bedeutung von Modellen" durch und schreiben Sie Ihren persönlichen Logbuch-Eintrag. Laden Sie Ihre Arbeiten bis zum 10.11.25 um 23:59 Uhr im bereitgestellten ILIAS-Ordner hoch.


22.11.25:
Thema "Begriffe und Grundkonzepte" arbeiten Sie die Folien sowie die podcasts "Aufbauorganisation, Ablauforganisation uns Prozessorganisation " durch und schreiben Sie Ihren persönlichen Logbuch-Eintrag. Laden Sie Ihre Arbeiten bis zum 24.11.25 um 23:59 Uhr im bereitgestellten ILIAS-Ordner hoch.


13.12.25:
Thema "Koordinationsmechanismen", arbeiten Sie die Folien sowie den podcast "Koordinationsmechanismen" durch und schreiben Sie Ihren persönlichen Logbuch-Eintrag. Laden Sie Ihre Arbeiten bis zum 15.12.25 23:59 Uhr im bereitgestellten ILIAS-Ordner hoch.


UNBEDINGT zu beachten: Eine zu spät abgegebene Arbeit wird als "nicht (pünktlich) abgegeben" bewertet!!

auf Wunsch der Studierenden: Schneller Lesen können am 12.12.

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Die Fähigkeit, Bücher und Textpassagen zu lesen und zu verstehen ist von zentraler Bedeutung für ein erfolgreiches Studieren, denn:

  1. Um ein Fachgebiet zu erlernen sind oft anspruchsvolle Texte zu lesen. Geübtes Lesen ermöglicht ein besseres Verständnis von Texten sowie das schnellere Erkennen von wesentlichen Aussagen.
  2. Um Informationen wirksam zu verarbeiten sind auch längere Texte mit größeren Mengen an Informationen zu erfassen und zu verarbeiten. Geübtes Lesen ermöglicht es zu erfassen, welche Teile eines Textes besonders bedeutsam sind.
  3. Um die Logik und die Kernaussagen eines Textes zu erkennen ist zu unterscheiden zwischen gemessenen Daten, getätigten Annahmen und vertretenen Meinungen mit deren Begründung. Geübtes Lesen ermöglicht eine vertiefte Analyse von gelesenen Texten.
  4. Geübtes Lesen ermöglicht es, in kurzer Zeit verschiedene Quellen aus unterschiedlichen Perspektiven zu verarbeiten. Dies fördert ein interdisziplinäres Verständnis.
  5. Geübtes Lesen von längeren Texten ermöglicht ein schnelleres Lernen. Dies erleichtert das Bewältigen großer Mengen an Lernstoff erheblich.
  6. Geübtes, schnelles Lesen erweitert erst den passiven und dann den aktiven Wortschatz. Dadurch können Ideen, Gedanken und Argumente klarer ausgedrückt und besser dokumentiert werden.
  7. Um Prüfungen erfolgreich zu bestehen ist ein tiefes Verständnis von einem eingegrenzten Fachgebiet nötig. Geübtes, schnelles Lesen hilft, wesentliche Informationen eines Fachgebietes zu erkennen, das in Texten dokumentierte Wissen zu verinnerlichen.

In Zeiten der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft wird die Fähigkeit zum selbstständigen lebenslangen Lernen immer wichtiger. Dazu ist die Suche, die Beschaffung und die Bewertung von geeigneten Informationen entscheidend. Geübtes Lesen hilft erheblich bei der Abschätzung der Glaubwürdigkeit und der Passgenauigkeit von gefundenen Informationen und ihren Quellen.

In der Betriebswirtschaft ist es von entscheidender Bedeutung, sich schneller als die Konkurrenz in neue, bislang unvertraute Themen und Problemstellungen einzuarbeiten. Dazu sind zunehmend und größere Mengen an Informationen zu verarbeiten. Auch deshalb bereitet eine kurze Lehreinheit über das schnellere Lesen die Studierenden der BWL optimal auf diese Anforderung der Praxis vor.


Grundlegende Inspationen zum geübten Lesen:


Siehe auch

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Übungen zur eigenständigen Vertiefung des Wissens

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Selbsteinschätzung

Um die Lernfortschritte einschätzen zu können, sollten Sie

  • die gestellten Fragen bearbeiten
  • Ihre Antworten mit den Lösungen vergleichen
  • Ursachen für erkannte Verständnisschwächen erkunden

Einzelne Themenstellungen
Fragbogen
Antwortbogen
Worum geht es?
Fragen
Antworten
Systemdenken
Fragen
Antworten
Das SGMM
Fragen
Antworten
Logiken von O.-Stukturend
Fragen
Antworten
Aufbauorganisation
Fragen
Antworten
Ablauforganisation
Fragen
Antworten
Prozessorganisation
Fragen
Antworten
Primär- & Sekundärorganisation
Fragen
Antworten
Neue Ansätze
Fragen
Antworten

Das persönliche Kurslogbuch

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Das bewusste Führen eines Kurslogbuches ermöglicht ein tieferes Verständnis der im Kurs behandelten Themen, da regelmäßige Nachbereitungen und Reflexionen des Gelernten angeregt werden. Dies hilft, den Lernstoff auch tiefergehend zu verstehen und schließlich zu verinnerlichen. Ein Grund dafür ist das Erinnern und Wiederholen des Gelernten.
Das aktive Führen eines Logbuches ist daher eine Fähigkeit, die für das lebenslange Lernen erhebliche Vorteile bringt. Ob im (digital vermittelten) Selbststudium, in der erfolgreichen Teilnahme an akademischen Kursen, in der Vorbereitung von Abschlussprüfungen oder in im Rahmen von Praxisphasen in Weiterbildungen.
Damit die Studierenden ihr persönliches Kurslogbuch erstellen können, wird rechts das Logbuch als Lerninstrument vorgestellt und ein beispielhafter Eintrag gezeigt. Darüber hinaus ein WORD-Template bereitgestellt. Manche Studierende finden es sinnvoll, jeden Eintrag eine neue Datei zu schreiben und am Ende alle Einträge in das Template des Kurslogbuches zu kopieren. Hierfür liegt rechts auch das dazugehörige WORD-Template bereit.

Abgabetermin für die individuellen Kurslogbücher:


Was ist zu tun?

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Die Studentinnen und Studenten werden in diesem Kurs:

  • 5er-Gruppen bilden
  • jede Gruppe wird zu 5 Themen anhand der Folien und der bereitgestellten podcasts ein Nugget-Chart erstellen mit
  • 3 wesentlichen Kerninhalte, das Wichtigste zuerst!
  • einen daraus abgeleiteten Handlungstipp für einen bessere Zielerreichungsgrad/Effektivität der Wertschöpfung
  • einen daraus abgeleiteten Handlungstipp für einen besseren Wirkungsgrad/Effizienz der Wertschöpfung
  • ein Eye Catcher, der KEINE Überschrift ist

Die erstellen 5 Charts Papiere werden mit den Namen der Autorinnen und Autoren versehen.

  • für die vollzeitlich Studierenden spätestens am 19.12.2025 um 23:59 Uhr => in diesen ILIAS-Ordner
  • für die nebenberuflich Studierenden spätestens am 22.01.2026 um 23:59 Uhr => in diesen ILIAS-Ordner

hineingelegt. Im Coaching können im Verlauf des Kurses die Arbeiten in der Gruppe und die damit erzielten Ergebnisse besprochen werden.

benotete Prüfungsleistung

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Die Studentinnen und Studenten verschriftlichen mit diesem Template ein von ihnen selbst (mit)erstelltes Nugget-Chart und legen ihren individuellen Text in den dazu bereitgestellten ILIAs-Ordner ab.

  • Die Benotung einer Seminararbeit setzt voraus, dass ein individuelles Kurslogbuch rechtzeitig hochgeladen worden ist.
  • Die Kriterien zur Benotung der individuellen Texte sind hier zu finden.
  • Hier eine wirklich gute Verschritlichung eines Nugget-Charts.
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Spätester Abgabetermin der individuellen Seminararbeiten:


Fachliteratur

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  • International Institute of Business Analysis (2017): BABOK v3. Leitfaden zur Business-Analyse BABOK Guide 3.0, Gießen: Götz Schmidt
  • Rüegg-Stürm, J./Grand, S. (2019): Das St. Galler Management-Modell. Management in einer komplexen Welt, Bern: Haupt
  • Vahs, D. (2019): Organisation, 10. überarb. Aufl., Stuttgart: Schäffer-Poeschl
  • Vahs, D./Schäfer-Kunz, J. (2015): Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. 7. Aufl., Stuttgart: Schäffer-Poeschl

Alle Titel sind in der Bibliothek der FH Vorarlberg vorhanden.


Quellen

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  1. Rüegg-Stürm, Johannes; Grand, Simon (2019): Das neue St. Galler Management-Modell. Management in einer komplexen Welt, Stuttgart: UTB
  2. Rüegg-Stürm, Johannes; Grand, Simon (2019): Managing in a Complex World. The St. Gallen Management-Model, Stuttgart: UTB
  3. Rüegg-Stürm, Johannes; Grand, Simon (2017): Das St. Galler Management-Modell. Wissenschaftliche Grundlagen und Praxisbeispiele, Bern u. a.: HAUPT
  4. Rüegg-Stürm, Johannes; Grand, Simon (2016): The St. Gallen Management Model. English translation of the fourth generation of the German text, Bern u. a.: HAUPT