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Beringter Raum/Modulgarben/Riemannsche Flächen/Textabschnitt

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Die folgenden Objekte formulieren wir allgemein für einen beringten Raum, man kann sich aber stets darunter eine riemannsche Fläche mit der Garbe der holomorphen Funktionen vorstellen.


Eine Garbe auf einem beringten Raum heißt -Modul, wenn es für jede offene Menge    auf eine -Modulstruktur gegeben ist, die mit den Restriktionsabbildungen zu    verträglich ist.

Die Verträglichkeitsbedingung bedeutet, dass zu offenen Mengen    das Diagramm

kommutiert. Die Strukturgarbe ist insbesondere ein -Modul. Ein -Modul ist insbesondere eine Garbe von abelschen Gruppen. Nach Fakt  (3) ist die Garbe der holomorphen Differentialformen auf einer riemannschen Fläche ein -Modul. Ebenso ist die Garbe der meromorphen Funktionen ein -Modul.

Im Wesentlichen kann man sämtliche Definitionen und Konstruktionen aus der Modultheorie über einem kommutativen Ring auf Modulgarben übertragen.


Es sei ein beringter Raum und ein -Modul. Eine Untergarbe    derart, dass für jede offene Teilmenge    ein -Untermodul von ist, heißt -Untermodul von .

Die Strukturgarbe ist ein -Untermodul der Garbe der meromorphen Funktionen.


Es sei ein beringter Raum. Ein -Untermodul    heißt Idealgarbe.


Es sei ein beringter Raum und seien und -Moduln auf . Ein Garbenhomomorphismus heißt -Modulhomomorphismus, wenn für jede offene Menge    die Abbildung

ein -Modulhomomorphismus ist.

Ein -Modulhomomorphismus ist insbesondere ein Homomorphismus von Garben von abelschen Gruppen.


Es sei ein beringter Raum und seien und Modulgarben auf . Dann nennt man

mit der natürlichen -Modulstruktur den (globalen) Homomorphismenmodul zu und .


Es sei ein beringter Raum und seien und Modulgarben auf . Dann nennt man die Zuordnung

die Homomorphismengarbe zu und . Sie wird mit bezeichnet.

Es ist also


Es sei ein beringter Raum und sei eine Modulgarbe auf . Dann nennt man

mit der natürlichen -Modulstruktur den dualen Modul zu .