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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2021)/Arbeitsblatt 6

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Übungsaufgaben

Entwerfe einen Termstammbamm für den Term

fααgxαc2fβgyαc1gfzβgc1fc1

wie in Beispiel 6.7.



Wir betrachten die arithmetische Grundtermmenge, die aus den Konstanten 0 und 1, den Variablen xn, n, dem einstelligen Funktionssymbol N und den beiden zweistelligen Funktionssymbolen α und μ besteht. Entscheide, ob die folgenden Wörter über diesem Termalphabet Terme sind oder nicht.

  1. NNNNNNN01,
  2. NNNNNNx1NNNNNNNNNNNx2,
  3. αNNNNNN0NNNNNNNNNNN1,
  4. NNNμNNNμ0NNNNNNNNNNN1,
  5. μαμαμα0101010,
  6. αααNx1Nx2x3x4x3.

Schreibe diejenigen Wörter, die Terme sind, mit Klammern, , + und .



Es seien x,y,z,w Variablen und V ein zweistelliges Funktionssymbol. Welche der folgenden Wörter sind Terme?

  1. VxyzVVw,
  2. VVxyVzw,
  3. VVxyzVw,
  4. VxVyVzw,
  5. xVyVzVw,
  6. VVVxyzw,
  7. VxyVVzw,
  8. VVxVyzw,
  9. VxyVzw,
  10. VxVyzVw,
  11. VxVVyzw,
  12. VxyVzVw.



Erläutere den Unterschied zwischen G=(V,K,Fn,n+) und A=VKn+Fn in Definition 6.6.



Es sei V eine Variablenmenge, K eine Konstantenmenge und F eine Menge aus Funktionssymbolen (mit einer gewissen Stelligkeit). Es sei

A=VKF

das zugehörige Alphabet. Es sei vorausgesetzt, dass dieses Alphabet nicht leer sei. Zeige, dass es nichtleere Wörter über A gibt, die keine Terme sind.



Es sei G eine Grundtermmenge und tT(G) ein G-Term. Es sei u das am weitesten links stehende Symbol von t und v das am weitesten rechts stehende Symbol von t. Zeige die folgenden Eigenschaften.

  1. Wenn u eine Variable oder eine Konstante ist, so ist t=u.
  2. v ist eine Variable oder eine Konstante.
  3. Wenn t1 und t2 Terme sind, so ist t1t2 kein Term.



Es sei G eine Grundtermmenge und t ein G-Term. Es sei n die Gesamtzahl der Variablen und Konstanten in t, wobei mehrfaches Vorkommen auch mehrfach gezählt wird. Es sei k die Summe über alle Stelligkeiten der in t vorkommenden Funktionssymbole, wobei wiederum mehrfach auftretende Symbole auch mehrfach gezählt werden.

  1. Bestimme n und k im Term
    ggxyhfxfzgyfy,
    wobei f einstellig, g zweistellig und h dreistellig sei.
  2. Es sei t weder eine Variable noch eine Konstante. Zeige kn.
  3. Zeige, dass die Differenz nk beliebig groß sein kann.



Diskutiere, ob es sich bei

n!,(nk),π,eu,xy,5x,x,

um Terme handelt.



Es sei f ein zweistelliges Funktionssymbol und x,y Variablen. Formuliere das Kommutativgesetz (für f) als eine Allaussage mithilfe der Identität von zwei Termen.



Es sei K ein Körper und V={x1,,xn} eine Variablenmenge. Eine Grundtermmenge G sei durch K als Konstantenmenge, V als Variablenmenge und den beiden zweistelligen Funktionssymbolen + und festgelegt. In welcher Beziehung steht die Termmenge T(G) zum Polynomring K[x1,,xn].



Es sei T die Termmenge zur Konstantenmenge {0,1}, zur Variablenmenge xi, iI und zur zweistelligen Funktionssymbolmenge {+,}. Definiere eine natürliche Abbildung von T in den Polynomring [xi:iI]. Ist diese Abbildung injektiv? Ist sie surjektiv? Was ist das Bild?



Für Punkte A,B,C in der Ebene bedeute R(A,B,C) die Rechtwinkligkeit des durch A,B,C gegebenen Dreiecks an der Ecke A und S(A,B,C) die pythagoreische Längenbeziehung. Betrachte die beiden formalen Aussagen

ABC(R(A,B,C)S(A,B,C))

und

ABCR(A,B,C)ABCS(A,B,C).

Welche ist (sind) eine Formalisierung des Satzes von Pythagoras, welche ist (sind) wahr?



Formuliere mit arithmetischen Grundsymbolen, Gleichheit, Quantoren und Junktoren die Eigenschaft (das Prädikat) einer natürlichen Zahl, gerade oder ungerade zu sein. Formuliere ebenso die Aussage, dass jede natürliche Zahl entweder gerade oder ungerade ist. Formuliere ferner die Aussage, dass zu jeder natürlichen Zahl n die Zahl n2n gerade ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es seien M,N,L Mengen. Stifte eine Bijektion zwischen

Abb(M×N,L) und Abb(M,Abb(N,L)).



Aufgabe (2 Punkte)

Eine Grundtermmenge sei durch die Variablenmenge V={x,y,z}, eine Konstantenmenge K={c1,c2}, die einstelligen Funktionssymbole F1={f,g} und die zweistelligen Funktionssymbole F2={α,β,γ} gegeben. Entwerfe einen Termstammbaum für den Term

gfββαfxyγc1zggc2.



Aufgabe (2 Punkte)

Es sei f ein zweistelliges Funktionssymbol und x,y,z Variablen. Formuliere das Assoziativgesetz (für f) als eine Allaussage mithilfe der Identität von zwei Termen.



Aufgabe (3 Punkte)

Eine Grundtermmenge G sei durch eine einelementige Konstantenmenge  K={c},  eine leere Variablenmenge und eine einelementige einstellige Funktionssymbolmenge

F1={f}

gegeben. Zeige durch Induktion, dass es eine bijektive Abbildung

φ:T(G)

mit  φ(0)=c  und  φ(n+1)=fφ(n)  für alle n gibt.



Aufgabe (5 Punkte)

Zeige, dass es kein nichtausgeartetes gleichseitiges Dreieck im 2 gibt, dessen sämtliche Ecken rationale Koordinaten besitzen.

Tipp: Verwende, dass 3 irrational ist und den Satz des Pythagoras.


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