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Kurs:Topologische Invertierbarkeitskriterien/Algebraerweiterung

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Zielsetzung

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Zielsetzung einer Algebraerweiterung (B,𝒯B) zu einer gegebenen topologischen Algebra (A,𝒯A) mit zA ist es, die topologisch Algebra so zu vergrößern, dass diese ein inverses Element z1:=bB enthält. Das folgenden Diagramm veranschaulicht den Sachverhalt:

Veranschaulichung

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Algebraerweiterung B von A, die ein inverses Element b=z1B zu einem gegebenen zA enthält.

Algebraerweiterung

Algebraerweiterung - Zahlbereichserweiterung

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Untersuchen Sie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bzgl. Algebraerweiterungen in der Funktionalanalysis und den Zahlbereichserweiterungen im Kontext der Schule.

Unlösbare Aufgaben in der Primarstufe

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In der Primarstufe können in dem Zahlbereich der natürlichen Zahlen 0 Aufgaben formuliert werden, die aber in 0 nicht lösbar sind. Daraus ergibt sich eine Zahlbereichserweiterung wie folgt:

  • () Aufgabe 6+=4 (bzw. 6+x=4) in formuliert aber in nicht lösbar. Zahlbereichserweiterung auf .
  • () Aufgabe 6=4 (bzw. 6x=4) in formuliert aber in nicht lösbar. Zahlbereichserweiterung auf .
  • () Zu diesem unlösbaren Aufgabentyp gehören auch die multiplikativen Inversen, z.B. 5=1.

Unlösbare Aufgaben in der Sekundarstufe

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Die unlösbaren Aufgaben ergeben sich aus quadratischen Gleichungen

  • () Aufgabe x2=2 in formuliert aber in nicht lösbar. Zahlbereichserweiterung auf .
  • () Aufgabe x2=1 in formuliert aber in nicht lösbar. Zahlbereichserweiterung auf (siehe auch komplexe Zahlen).

Analogien und Unterschiede

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Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen den Zahlbereichserweiterungen in der Schule und den Algebraerweiterungen und der Untersuchung von topologischen Invertierbarkeitskriterien?

Definition: Algebrahomomorphismus

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Seien (A,A,A,A,𝕂) und (B,B,B,B,𝕂) zwei Algebren über dem Körper 𝕂 und τ:AB eine Abbildung von A nach B. τ:AB heißt Algebrahomomorphismus die τ verträglich mit den Verknüpfungen auf der Algebra ist, d.h.:

  • (AH1) Für alle xA, λ𝕂 gilt: τ(λAx)=λBτ(x)
  • (AH2) Für alle x,yA gilt: τ(xAy)=τ(x)Bτ(y)
  • (AH3) Für alle Für alle x,yA gilt: τ(xAy)=τ(x)Bτ(y)

Wenn der Algebrahomomorphismus zusätzlich bijektiv ist, nennt man τ Algebraisomorphismus.

Bemerkung: Notation für die inneren Verknüpfungen in den Algebren

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Der Index bei den inneren Verknüpfungen bezeichnet die Algebren, auf denen die inneren Verknüpfungen definiert sind. In der Regel werden die Bezeichnungen bei Algebraerweiterung durch Notation nicht unterschieden.

Definition: Algebraerweiterung

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Sei 𝒦e eine Klasse von unitalen Algebren und A𝒦e, dann heißt B𝒦e Algebraerweiterung, Oberalgebra oder 𝒦-Erweiterung von A, falls es einen Algebraisomorphismus τ:AAB gibt mit:

  • τ(eA)=eB, wobei eA ist das Einselement von A und eBA das Einselement von B ist.
  • A ist homöomorph zu A; d.h. τ und τ1:AA sind stetig.

Bemerkung - unitale Algebren

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Eine topologische Algebra A𝒦e der Klasse 𝒦 heißt unital, wenn A ein Einselement der Multiplikation besitzt. Der Begriff kommt von "unit" als "Einheit" bzw. "Einselement".

Bemerkung

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  • Im allgemeinen identifiziert man A mit AB und schreibt AB.
  • Sei 𝔘A(0) eine Nullumgebungsbasis der Relativtopologie von B auf A und 𝔘A(0) eine Nullumgebungsbasis von A, dann kann man die Homöomorphie zwischen A und A wie folgt beschreiben:
V𝔘A(0)U𝔘A(0):UV(τ(U)V)U𝔘A(0)V𝔘A(0):VU(τ1(V)U).

Stetigkeit und Minkowskifunktionale

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Betrachtet man die Minkowskifunktionale 𝔘A und 𝔘A für Nullumgebungen, so lassen sich die oberen beiden Aussagen wie folgt umformulieren (siehe auch Stetigkeitssatz für lineare Abbildungen):

V𝔘A(0)U𝔘A(0):VU bzw. VτUU𝔘A(0)V𝔘A(0):UV bzw. Uτ1V.

Bemerkung Topologieerzeugung

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Falls in einem topologieerzeugenden System von Minkowskifunktionalen 𝒜 nicht mit jedem α auch λα in dem System 𝒜 liegt, treten in der Ungleichung jeweils von U bzw. V abhängige Konstanten auf.

Definition: Äquivalenz von Gaugefunktionalsystemen

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Sei A eine Algebra, auf der zwei topologieerzeugende Systeme von Gaugefunktionalen 𝒜 bzw. ||𝒜~ definiert sind. Die beiden Gaugefunktionalsystem heißen äquivalent, wenn für diese gilt:

α𝒜β𝒜~,Cβ>0xA:xαCα|x|β

und umgekehrt

β𝒜~α𝒜,Cα>0xA:|x|βCβxα.

Bemerkung: Implikation der Konvergenz

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  • Die erste Bedingung in der obigen Definition liefert, dass ein Netz (xi)iI, das bzgl. ||𝒜~ konvergiert auch in der von 𝒜 erzeugten Topologie konvergiert.
  • Die zweite Bedingung liefert umgekehrt, dass (xi)iI bzgl. ||𝒜~ konvergiert, wenn das Netz auch bzgl. 𝒜 konvergiert.

Definition: isometrische Erweiterung von Gaugefunktionalsystemen

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Sei B eine 𝒯-Algebraerweiterung von A𝒯 mit den topologieerzeugenden Systemen von Gaugefunktionalen 𝒜 auf A bzw. ||𝒜~ auf B. Die Algebraerweiterung nennt isometrisch, falls gilt:

α𝒜β𝒜~xA:xα=|x|β

und umgekehrt

β𝒜~α𝒜xA:|x|α=xβ.

Definition: K-regulär - K-singulär

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Sei 𝒦e eine Klasse topologischer Algebren mit Einselement und A𝒦e eine Algebra. Ein Element x der Algebra A heißt 𝒦-regulär (Bezeichnung: x𝒢𝒦(A)), falls es eine 𝒦-Erweiterung B von A gibt, in der x invertierbar ist. Falls dies nicht möglich ist, heißt x 𝒦-singulär oder permanent singulär in jeder 𝒦-Erweiterung von A.

Bemerkung: Polynomalgebra

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Bei der Konstruktion der Algebraerweiterung ist es für einige Algebrenklassen notwendig, die Erweiterung auf die Algebra der Polynome A[t] zu betrachten. Die folgende Abbildung zeigt, wie die Algebraerweiterung B konstruiert wird.

Algebraerweiterung und Polynomalgebren mit Koeffizienten in A

Bemerkung: regulär - K-regulär

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Jedes reguläre Element zA ist zugleich auch 𝒦-regulär, da reguläre Elemente bereits in der Algebra (A,𝒯A) selbst invertierbar sind, (A,𝒯A) in natürlicher Weise eine Algebraerweiterung von sich darstellt, in der das inverse Element z1B:=A existiert. Daher gilt 𝒢(A)𝒢𝒦(A).

Definition: Absolutcharakter

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Die 𝒦-Singularität besitzt Absolutcharakter, falls aus 𝒦-Singularität 𝒯-Singularität folgt.

Augaben für Lernende

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Die Aufgaben beziehen sich auf die topologieerzeugenden Gaugefunktionalsysteme und die Äquivalenz dieser Systeme. Diese Äquivalenz der Gaugefunktionalsysteme wird für die Einbettung der Algebraerweiterung von A in B benötigt, damit man die Stetigkeit der Einbettung τ und der Umkehrabbildung τ1 nachweisen kann.


Aufgabe 1: Bezug unter Unterschiede zum Satz von Hahn-Banach

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Betrachten Sie den Satz von Hahn-Banach und die Erweiterung von linearen Funktionalen f von einem Unterrraum UV auf den gesamten Vektorraum V.

  • Welche topologischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sehen Sie bei der Erweitung von linearen Funktionalen (Hahn-Banach) und der Algebraerweiterung?
  • Wie kann man aus einem linearen Funktional f ein Halbnorm f auf UV erzeugen und mit der Erweiterung von F auf V eine Halbnorm auf V?

Aufgabe 2: Konvergenz in äquivalenten Gaugefunktionalsystemen

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Sei A eine Algebra, auf der zwei topologieerzeugende Systeme von Gaugefunktionalen 𝒜 bzw. ||𝒜~ definiert sind. Ferner sei ein Netz in gegeben.

  • Notieren Sie dazu zunächst die Konvergenz bzgl. der topologieerzeugende Systeme von Gaugefunktionalen 𝒜 und ||𝒜~ formal.
  • Zeigen Sie, dass in einer Algebra A ein Netz genau der dann in 𝒜 konvergiert, wenn es auch bzgl. ||𝒜~ konvergiert.

Aufgabe 3: Algebraerweiterungen von Matrixalgebren

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Sei (A,) die nicht-kommunitive Algebra der 2x2-Matrizen über mit der euklidischen Norm:

M=(m1m2m3m4):=k=14mk2

Aufgabe 3a: Polynomalgebraerweiterungen von Matrixalgebren

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Erzeugen Sie eine Polynomalgebra mit Koeffizienten in A und topologisieren Sie den Raum A[t] ebenfalls mit einer Norm.


Definition 3b: Matrxixalgebraerweiterungen von Matrixalgebren

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Betten Sie (A,) in den Raum (B,B) der 3x3-Matrizen über ein.

NB=(n1n2n3n4n5n6n7n8n9)B:=k=19nk2 mit τ(M):=(m1m20m3m4000m1+m42)B

Aufgabe 3c: Matrixalgebraerweiterungen von Matrixalgebren

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Ist über die mit τ definierte Abbildung eine Algebraerweiterung definiert worden? Überprüfen Sie die Eigenschaften!

  • Zeigen Sie, dass τ:AAB bijektiv (A,) nach (A,B) ist.
  • Verwenden Sie den Stetigkeitssatz für lineare Abbildungen, um die Stetigkeit von τ:AAB und τ1:AA nachzuweisen.
  • Können Sie ein Element in der ursprünglichen Algebra (A,) der 2×2-Matrizen angeben, das in A nicht invertierbar ist, aber bei dem Sie in ein inverses Element aus B nach der Einbettung angeben können? (Hinweis: Sind nicht-invertierbare Matrizen Nullteiler in A?)

Siehe auch

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