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Mannigfaltigkeit mit Rand/Satz von Stokes/Fakt/Beweis

Beweis

Es sei Ui, iI, eine offene Überdeckung von M mit orientierten Karten und es sei hj, jJ, eine dieser Überdeckung untergeordnete stetig differenzierbare Partition der Eins, die nach Fakt existiert. Zu jedem  PM  gibt es eine offene Umgebung  PVPM  derart, dass  hj|VP=0  bis auf endlich viele Ausnahmen ist. Es sei Y der Träger von ω. Die Überdeckung  YPMVP  besitzt wegen der vorausgesetzten Kompaktheit eine endliche Teilüberdeckung, sagen wir

YV1Vr=V.

Daher sind überhaupt nur endlich viele der hj auf V von 0 verschieden. Wir setzen  ωj=hjω;  diese Differentialformen sind ebenfalls stetig differenzierbar. Der Träger von hj ist eine in M abgeschlossene Teilmenge, die in Ui(j) liegt, daher liegt der Träger von ωj in YUi(j) und ist selbst kompakt nach Aufgabe. Es gilt

ω=jJωj,

wobei nur endlich viele dieser Differentialformen ωj von 0 verschieden sind, da  ωj|MY=0  für alle j ist und

ωj|V=0

für alle j bis auf endlich viele Ausnahmen. Wegen der Additivität des Integrals von Differentialformen und der Additivität der äußeren Ableitung kann man die Aussage für die einzelnen ωj getrennt beweisen. Wir können also annehmen, dass eine stetig differenzierbare (n1)-Differentialform gegeben ist, die kompakten Träger besitzt, der ganz in einer Kartenumgebung U liegt.
Es liegt ein Diffeomorphismus α:UV mit  VH  offen vor, der zugleich einen Diffeomorphismus zwischen den Rändern  U=MU  und  V=HV  induziert. Dabei gilt

Uω=Vα1ω

und

Udω=Vα1(dω)=Vd(α1ω)

nach Fakt  (5). Wir können also von einer auf  VH  definierten stetig differenzierbaren Differentialform mit kompaktem Träger ausgehen, die wir auf ganz H außerhalb des Trägers als Nullform fortsetzen können.
Wegen der Kompaktheit des Trägers gibt es einen hinreichend großen Quader  QH,  dessen eine Seite S auf H liegt und der den Träger von ω nur in S trifft. Auf allen anderen Seiten von Q ist ω (und damit auch dω) die Nullform. Daher gilt einerseits

Hdω=Qdω

und andererseits

Hω=Sω=Qω.

Somit folgt die Aussage aus der Quaderversion des Satzes von Stokes.