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Kurs:Mathematik (Osnabrück 2009-2011)/Teil I/Arbeitsblatt 1

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Aufwärmaufgaben

Es seien A,B und C Mengen. Man beweise die folgenden Identitäten.

  1. A=A,
  2. A=,
  3. AB=BA,
  4. AB=BA,
  5. A(BC)=(AB)C,
  6. A(BC)=(AB)C,
  7. A(BC)=(AB)(AC),
  8. A(BC)=(AB)(AC),
  9. A(BC)=(AB)(AC).



Skizziere die folgenden Teilmengen im 2.

  1. {(x,y)x=5},
  2. {(x,y)x4 und y=3},
  3. {(x,y)y22},
  4. {(x,y)|x|=3 und |y|2},
  5. {(x,y)3xy und 5x2y},
  6. {(x,y)xy=0},
  7. {(x,y)xy=1},
  8. {(x,y)xy1 und yx3},
  9. {(x,y)0=0},
  10. {(x,y)0=1}.

Welche geometrische Gestalt haben die Mengen, in deren Beschreibung nur eine (oder gar keine) Variable vorkommt?


Beschreibe für je zwei (einschließlich dem Fall, dass das Produkt mit sich selbst genommen wird) der folgenden geometrischen Mengen ihre Produktmenge.

  1. Eine Kreislinie K.
  2. Ein Geradenstück I.
  3. Eine Gerade G.
  4. Eine Parabel P.

Welche Produktmengen lassen sich als eine Teilmenge im Raum realisieren, welche nicht?



Eine Funktion

f:,xf(x),

heißt streng wachsend, wenn für alle  x1,x2  mit  x1<x2  auch  f(x1)<f(x2)  gilt. Zeige, dass eine streng wachsende Funktion f injektiv ist.



Es sei M eine Menge und a,bM zwei verschiedene Elemente. Definiere durch eine Fallunterscheidung eine Bijektion von M nach M, die a und b vertauscht, und sonst alle Elemente unverändert lässt.

(Eine solche Abbildung heißt Transposition).


Bestimme die Hintereinanderschaltungen φψ und ψφ für die Abbildungen φ,ψ:, die durch

φ(x)=x4+3x22x+5 und ψ(x)=2x3x2+6x1

definiert sind.



Man gebe Beispiele für Abbildungen

φ,ψ:

derart, dass φ injektiv, aber nicht surjektiv ist, und dass ψ surjektiv, aber nicht injektiv ist.



Es seien L,M,N Mengen und

f:LM und g:MN

Abbildungen mit der Hintereinanderschaltung

gf:LN,xg(f(x)).

Zeige: Wenn gf injektiv ist, so ist auch f injektiv.


In der folgenden Aufgabe wird zu zwei Mengen S und T die Menge der Abbildungen von S nach T verwendet, also

Abb(S,T)={f:STf Abbildung}.

Es seien M,N,L Mengen. Stifte eine Bijektion zwischen

Abb(M×N,L) und Abb(M,Abb(N,L)).

Man mache sich diese Situation für M=N=[0,1] und L= klar.


Der Pferdepfleger hat einen Korb voller Äpfel und geht auf die Weide, um die Äpfel an die Pferde zu verteilen. Danach geht jedes Pferd in seine Lieblingskuhle und macht dort einen großen Pferdeapfel. Modelliere den Vorgang mit geeigneten Mengen und Abbildungen. Man mache sich die Begriffe injektiv, surjektiv, Bild und Urbild an diesem Beispiel klar. Kann die Gesamtabbildung surjektiv sein, wenn es 10 Äpfel, 6 Pferde und 8 Kuhlen gibt?




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (5 Punkte)

Beweise die mengentheoretischen Fassungen einiger aristotelischer Syllogismen. Dabei bezeichnen A,B,C Mengen.

  1. Modus Barbara: Aus  BA  und  CB  folgt  CA
  2. Modus Celarent: Aus  BA=  und  CB  folgt  CA=
  3. Modus Darii: Aus  BA  und  CB  folgt  CA
  4. Modus Ferio: Aus  BA=  und  CB  folgt  C⊈A
  5. Modus Baroco: Aus  BA  und  B⊈C  folgt  A⊈C



Aufgabe (4 Punkte)

Es seien A und B Mengen. Zeige, dass die folgenden Aussagen zueinander äquivalent sind.

  1.  AB
  2.  AB=A
  3.  AB=B
  4.  AB=
  5. Es gibt eine Menge C mit  B=AC
  6. Es gibt eine Menge D mit  A=BD



Aufgabe (3 Punkte)

Man beschreibe eine Bijektion zwischen und .



Aufgabe (2 Punkte)

Es seien L,M,N Mengen und

f:LM und g:MN

Abbildungen mit der Hintereinanderschaltung

gf:LN,xg(f(x)).

Zeige: Wenn gf surjektiv ist, so ist auch g surjektiv.

Zeige durch ein Beispiel, dass die Umkehrung nicht gilt.


Aufgabe (2 Punkte)

Es sei G eine Menge. Stifte eine Bijektion zwischen

𝔓(G) und Abb(G,{0,1}).


In der Beantwortung der folgenden Frage dürfen die reellen Zahlen und Grundtatsachen über stetige Funktionen naiv verwendet werden. Man mache sich aber schon jetzt Gedanken, welche Gesetzmäßigkeiten man verwendet. Man frage sich auch, wie die Antworten aussehen, wenn man durch die rationalen Zahlen ersetzt.


Aufgabe (3 Punkte)

Wir betrachten die Abbildung

f:,xf(x)=x2+2x3.

Bestimme das Bild des Intervalls [0,1]={x0x1}, von {3}, von und von 0={xRx0}.

Bestimme das Urbild von {0}, von [0,1], von {3}, von , von 0 und von 0.



Aufgabe (2 Punkte)

Betrachte auf der Menge M={1,2,3,4,5,6,7,8} die Abbildung

φ:MM,xφ(x),

die durch die Wertetabelle

x 1 2 3 4 5 6 7 8
φ(x) 2 5 6 1 4 3 7 7

gegeben ist. Berechne φ1003, also die 1003-te Hintereinanderschaltung (oder Iteration) von φ mit sich selbst.



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