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Lineare Abbildung/Duale Abbildung/Einführung/Textabschnitt

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Es sei K ein Körper, V und W seien K-Vektorräume und

φ:VW

sei eine K-lineare Abbildung. Dann heißt die Abbildung

φ:HomK(W,K)=WHomK(V,K)=V,ffφ,

die duale Abbildung zu φ.

Diese Zuordnung beruht also einfach darauf, dass man die Hintereinanderschaltung

VφWfK

betrachtet. Die duale Abbildung ist ein Spezialfall von der in Fakt  (1) beschriebenen Situation. Insbesondere ist die duale Abbildung wieder linear.



Lemma  

Es seien U,V,W Vektorräume über einem Körper K und es seien

ψ:UV

und

φ:VW

lineare Abbildungen. Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Für die duale Abbildung gilt
    (φψ)=ψφ.
  2. Für die Identität auf V ist
    IdV=IdV.
  3. Wenn ψ surjektiv ist, so ist ψ injektiv.
  4. Wenn ψ injektiv ist, so ist ψ surjektiv.

Beweis  

  1. Für  fW  ist
    (φψ)(f)=f(φψ)=(fφ)ψ=φ(f)ψ=ψ(φ(f)).
  2. Dies folgt direkt aus  fIdV=f
  3. Es sei  fV  und
    ψ(f)=0.

    Wegen der Surjektivität von ψ gibt es für jedes  vV  ein  uU  mit  ψ(u)=v.  Daher ist

    f(v)=f(ψ(u))=(ψ(f))(u)=0

    und f ist selbst die Nullabbildung. Nach Fakt ist ψ injektiv.

  4. Die Voraussetzung bedeutet, dass man  UV  als Untervektorraum auffassen kann. Man kann daher nach Fakt
    V=UU

    mit einem weiteren K-Untervektorraum  UV  schreiben. Eine Linearform

    g:UK

    lässt sich zu einer Linearform

    g~:VK

    fortsetzen, indem man beispielsweise g~ auf U als die Nullform ansetzt. Dies bedeutet die Surjektivität.