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Untervektorräume/Summe/Textabschnitt

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Zu einem K-Vektorraum und einer Familie  U1,,UnV  von Untervektorräumen definiert man die Summe dieser Untervektorräume durch

U1++Un={u1++unuiUi}.

Dafür schreibt man auch i=1nUi. Die Summe ist stets wieder ein Untervektorraum. Bei

V=U1++Un

sagt man, dass V die Summe der Untervektorräume U1,,Un ist. Der folgende Satz drückt eine wichtige Beziehung zwischen der Dimension der Summe von zwei Untervektorräumen und der Dimension ihres Durchschnitts aus.



Satz  

Es sei K ein Körper und V ein endlichdimensionaler K-Vektorraum. Es seien  U1,U2V  Untervektorräume.

Dann ist

dimK(U1)+dimK(U2)=dimK(U1U2)+dimK(U1+U2).

Beweis  

Es sei w1,,wk eine Basis von U1U2. Diese ergänzen wir gemäß Fakt einerseits zu einer Basis w1,,wk,u1,,un von U1 und andererseits zu einer Basis w1,,wk,v1,,vm von U2. Dann ist

w1,,wk,u1,,un,v1,,vm

ein Erzeugendensystem von U1+U2. Wir behaupten, dass es sich sogar um eine Basis handelt. Es sei dazu

a1w1++akwk+b1u1++bnun+c1v1++cmvm=0.

Daraus ergibt sich, dass das Element

a1w1++akwk+b1u1++bnun=c1v1cmvm

zu U1U2 gehört. Daraus folgt direkt  bi=0  für  i=1,,n  und  cj=0  für  j=1,,m.  Somit ergibt sich dann auch  a=0  für alle . Also liegt lineare Unabhängigkeit vor. Insgesamt ist also

dimK(U1U2)+dimK(U1+U2)=k+k+n+m=k+n+k+m=dimK(U1)+dimK(U2).


Der Durchschnitt von zwei Ebenen im 3 durch den Nullpunkt ist „im Normalfall“ eine Gerade, und die Ebene selbst, wenn zweimal die gleiche Ebene genommen wird, aber niemals nur ein Punkt. Diese Gesetzmäßigkeit kommt in der folgenden Aussage zum Ausdruck.



Korollar  

Es sei K ein Körper und V ein endlichdimensionaler K-Vektorraum der Dimension n und es seien  U1,U2V  Untervektorräume der Dimension dimK(U1)=nk1 bzw. dimK(U2)=nk2.

Dann ist

dimK(U1U2)nk1k2.

Beweis  

Nach Fakt ist

dimK(U1U2)=dimK(U1)+dimK(U2)dimK(U1+U2)=nk1+nk2dimK(U1+U2)nk1+nk2n=nk1k2.


Übrigens nennt man zu einem Untervektoraum  UV  die Differenz dimK(V)dimK(U) auch die Kodimension von U in V. Mit diesem Begriff kann man die obige Aussage so formulieren, dass die Kodimension eines Durchschnitts von Untervektorräumen höchstens gleich der Summe der beiden Kodimensionen ist.



Korollar  

Es sei ein homogenes lineares Gleichungssystem aus k Gleichungen in n Variablen gegeben.

Dann ist die Dimension des Lösungsraumes des Systems mindestens gleich nk.

Beweis  

Der Lösungsraum einer linearen Gleichung in n Variablen besitzt die Dimension n1 oder n. Der Lösungsraum des Systems ist der Durchschnitt der Lösungsräume der einzelnen Gleichungen. Daher folgt die Aussage durch mehrfache Anwendung von Fakt auf die einzelnen Lösungsräume.