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Differenzierbare Hyperfläche/Gauß-Abbildung/Einführung/Textabschnitt

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Es sei  Wn  offen, h:W eine stetig differenzierbare Funktion und  Y=h1(c)  die Faser zu  c,  wobei h in jedem Punkt von Y regulär sei. Es sei eine Orientierung auf Y fixiert. Dann heißt die Abbildung

YSn1,

die jeden Punkt  PY  auf seinen durch die Orientierung fixierten Einheitsnormalenvektor abbildet, die Gauß-Abbildung zu Y.

Im Allgemeinen denken wir uns Tangentialvektoren und Normalenvektoren an den Punkt  PY  angeheftet, hier ist es aber wichtig, den Normalenvektor als einen Punkt auf der „neutralen“ n1- dimensionalen Sphäre zu betrachten. Die Gauß-Abbildung eröffnet eine Möglichkeit, eine beliebige glatte Hyperfläche mit der besonders einfachen Hyperfläche, nämlich der Kugeloberfläche, in Beziehung zu setzen.



Lemma  

Es sei  Wn  offen, h:W eine stetig differenzierbare Funktion und  Y=h1(c)  die Faser zu  c,  wobei h in jedem Punkt von Y regulär sei. Es sei eine Orientierung auf Y fixiert. Dann gelten für die Gauß-Abbildung folgende Aussagen.

  1. Die Gauß-Abbildung ist stetig.
  2. Bei  Y=Sn1  ist die Gauß-Abbildung (wenn die Orientierung nach außen zeigt) die Identität oder die antipodale Abbildung.
  3. Wenn Y zusammenhängend ist, so sind die Gauß-Abbildungen zu den beiden Orientierungen antipodal zueinander.
  4. Sei Y zusammenhängend. Dann ist die Gauß-Abbildung genau dann konstant, wenn Y ein offener Ausschnitt aus einem affin-linearen Unterraum der Dimension n1 ist.

Beweis  

  1. Dies folgt aus Fakt.
  2. Klar.
  3. Klar.
  4. Die Rückrichtung ist klar. Zum Beweis der Hinrichtung sei der Einheitsnormalenvektor konstant gleich
    v=(a1an).

    Dann ist

    Gradh(P)=g(P)v

    mit einer stetigen nullstellenfreien Funktion g:Y. Wir können h durch hh ersetzen ohne Y zu verändern. Dann ist nach Fakt

    Gradh(P)=±v

    und daher

    h(x1,,xn)=±i=1naixi.
    Die Faser zu h auf ganz n ist ein affin-linearer Untervektorraum.



Satz  

Es sei  Wn  eine offene Teilmenge und sei

h:W

eine stetig differenzierbare Funktion. Die Faser  Y=h1(c)  von h zu  c  sei kompakt und in jedem Punkt regulär.

Dann ist die Gauß-Abbildung

YSn1

surjektiv.

Beweis  

Ein Einheitsnormalenvektor beschreibt über die Orthogonalitätsrelation eine Hyperebene, also einen n1-dimensionalen Untervektorraum, wobei auch der negierte Einheitsnormalenvektor die gleiche Hyperebene beschreibt. Fakt zeigt, dass jede Hyperebene als ein Tangentialraum von Y auftritt. Der Beweis von Fakt zeigt aber ferner (wenn man dort neben dem Maximum auch das Minimum betrachtet), dass beide Normaleneinheitsvektoren auftreten.