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Endomorphismus/Minimalpolynom/Charakteristisches Polynom/Textabschnitt

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Korollar  

Es sei V ein endlichdimensionaler Vektorraum über einem Körper K und es sei

f:VV

eine lineare Abbildung.

Dann ist das charakteristische Polynom χf ein Vielfaches des Minimalpolynoms μf zu f.

Beweis  

Dies folgt direkt aus Fakt und Fakt.


Insbesondere ist der Grad des Minimalpolynoms zu φ:VV durch die Dimension des Vektorraums V beschränkt. Minimalpolynom und charakteristisches Polynom stimmen in verschiedener Hinsicht überein, beispielsweise besitzen sie die gleichen Nullstellen.



Lemma  

Es sei V ein endlichdimensionaler Vektorraum über einem Körper K und es sei

f:VV

eine lineare Abbildung. Es sei  vV  ein Eigenvektor von f zum Eigenwert λ und es sei  PK[X]  ein Polynom.

Dann ist

(P(f))(v)=P(λ)v.

Insbesondere ist v ein Eigenvektor von P(f) zum Eigenwert P(λ). Der Vektor  v0  gehört genau dann zum Kern von P(f), wenn λ eine Nullstelle von P ist.

Beweis  

Es ist

(fk)(v)=λkv.

Daher folgt alles daraus, dass die Zuordnung PP(f) mit der Addition und der Skalarmultiplikation verträglich ist.



Lemma  

Es sei V ein endlichdimensionaler Vektorraum über einem Körper K und es sei

f:VV

eine lineare Abbildung.

Dann besitzen das charakteristische Polynom χf und das Minimalpolynom μf die gleichen Nullstellen.

Beweis  

Dass die Nullstellen des Minimalpolynoms auch Nullstellen des charakteristischen Polynoms sind, folgt direkt aus Cayley-Hamilton.

Umgekehrt sei  λK  eine Nullstelle des charakteristischen Polynoms und sei  vV  ein Eigenvektor von f zum Eigenwert λ, den es nach Fakt gibt. Das Minimalpolynom schreiben wir als

μf=(Xλ1)m1(Xλk)mkQ,

wobei Q nullstellenfrei sei. Dann ist

0=μf(f)=((Xλ1)m1(Xλk)mkQ)(f)=(fλ1IdV)m1(fλkIdV)mkQ(f).

Wir wenden dies auf v an. Nach Fakt bilden die Faktoren den Vektor v auf (λλi)miv bzw. auf Q(λ)v ab. Insgesamt wird somit v auf

(λλ1)m1(λλk)mkQ(λ)v

abgebildet. Da die Gesamtabbildung die Nullabbildung und  Q(λ)0  ist, muss ein  λi=λ  sein.