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Kommutative Ringtheorie/Zahlentheorie/Primideal/Maximales Ideal/Einführung/Textabschnitt

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Ein Ideal in einem kommutativen Ring heißt Primideal, wenn    ist und wenn für    mit    folgt:    oder  



Es sei ein Integritätsbereich und , .

Dann ist genau dann ein Primelement, wenn das von erzeugte Hauptideal ein Primideal ist.

Beweis

Siehe Aufgabe.



Lemma  

Es sei ein kommutativer Ring und ein Ideal in .

Dann ist genau dann ein Primideal, wenn der Restklassenring ein Integritätsbereich ist.

Beweis  

Es sei zunächst ein Primideal. Dann ist insbesondere    und somit ist der Restklassenring nicht der Nullring. Es sei    in wobei durch Elemente in repräsentiert seien. Dann ist    und damit    oder  .  was in gerade    oder    bedeutet.

Ist umgekehrt ein Integritätsbereich, so handelt es sich nicht um den Nullring und daher ist  .  Es sei  .  Dann ist    in und daher    in , also ist  



Ein Ideal in einem kommutativen Ring heißt maximales Ideal, wenn    ist und wenn es zwischen und kein weiteres Ideal gibt.



Es sei ein kommutativer Ring und ein Ideal in .

Dann ist genau dann ein maximales Ideal, wenn der Restklassenring ein Körper ist.

Beweis

Siehe Aufgabe.



Korollar  

Es sei ein kommutativer Ring und ein maximales Ideal in .

Dann ist ein Primideal.

Beweis  

Dies folgt sofort aus den Charakterisierungen für Fakt und für Fakt mit den Restklassenringen.


Zu einem Primideal und insbesondere zu einem maximalen Ideal gehört die Evaluationsabbildung

wobei im maximalen Fall rechts ein Körper steht, der Restklassenkörper oder Restekörper (bei einem Primideal betrachtet man den Quotientenkörper zu Vorlage:Mathkl als Restekörper). Die Restklassenkörper sind für das Studium des Ringes relevante Körper. Bei    sind die Evaluationsabildungen gleich bzw. (zum Nullideal) . Hier treten also alle Primkörper als Restekörper auf.



Lemma  

Es sei ein Hauptidealbereich und    ein Element. Dann sind folgende Bedingungen äquivalent.

  1. ist ein Primelement.
  2. ist ein Integritätsbereich.
  3. ist ein Körper.

Beweis  

Die Äquivalenz (1) (2) gilt in jedem kommutativen Ring (auch für ), siehe Aufgabe, und (3) impliziert natürlich (2). Es sei also (1) erfüllt und sei    von verschieden. Wir bezeichnen einen Repräsentanten davon in ebenfalls mit . Es ist dann    und es ergibt sich eine echte Idealinklusion  .  Ferner können wir    schreiben, da wir in einem Hauptidealring sind. Es folgt  .  Da keine Einheit ist und prim (also nach Fakt auch irreduzibel) ist, muss eine Einheit sein. Es ist also  ,  und das bedeutet modulo , also in , dass eine Einheit ist. Also ist ein Körper.


In einem Hauptideal besteht also die Menge der Primideale aus dem Nullideal und den maximalen Idealen, und diese werden durch Primelemente erzeugt.


Lemma  

Es sei ein Körper und , , ein Polynom.

Dann ist genau dann irreduzibel, wenn der Restklassenring ein Körper ist.

Beweis  

Dies folgt direkt aus Fakt und Fakt.