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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2014)/Arbeitsblatt 11

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Übungsaufgaben

Zeige, dass der Ausdruck

(αyxβ)(xαβ)

keine Tautologie ist (auch nicht, wenn y weder in xα noch in β frei vorkommt).



Beweise aus der Existenzeinführung im Antezedens die Alleinführung im Sukzedens. Sie besagt, dass man aus

βαyx

unter der Bedingung, dass y weder in xα noch in β frei vorkommt, auf

βxα

schließen kann.



Zeige

x(x=y).



Zeige

x(x=y).



a) Zeige

x(αβ)xαxβ.

b) Zeige, dass

xαxβx(αβ)

keine Tautologie ist.



Es sei S ein erststufiges Symbolalphabet und fS ein n-stelliges Funktionssymbol. Erstelle eine Ableitung für den Ausdruck

y((fx1xn=y)z((fx1xn=z)y=z)).



Es seien x,y,u,v Variablen und Γ={xy(x=y)} und Δ={x=y}.

  1. Zeige (ohne Bezug auf den Vollständigkeitssatz) Γu=v.
  2. Charakterisiere die Modelle M mit MΓ.
  3. Zeige Δ⊬u=v.



Es sei G ein dreistelliges Relationssymbol und L die zugehörige prädikatenlogische Sprache. Es sei I die Interpretation, bei der die Grundmenge die euklidische Ebene ist und G durch die dreistellige Relation interpretiert wird, bei der G(A,B,C) zutrifft, wenn die Punkte A,B,C auf einer Geraden liegen.

  1. Zeige IGxyzGyxz.
  2. Zeige, dass im Allgemeinen nicht Ixyz(GxyzGxyu) gelten muss.
  3. Es sei Γ={xyz(GxyzGyxz),xyz(GxyzGxzy)}. Erstelle eine Ableitung für ΓGxyzGyzx.
  4. Zeige, dass der Ausdruck GxyzGxyu bei der gegebenen Interpretation nicht bedeutet, dass die die freien Variablen x,y,z,u belegenden Punkte auf einer Geraden liegen.
  5. Formuliere einen Ausdruck aus L in vier freien Variablen, der bei der gegebenen Interpretation besagt, dass die die freien Variablen belegenden Punkte auf einer Geraden liegen.


Die beiden folgenden Aufgaben sind vermutlich mühselig.


Man gebe einen formalen Beweis für die Aussage, dass die Hintereinanderschaltung von zwei surjektiven Abbildungen auf einer Menge wieder surjektiv ist.



Man gebe einen formalen Beweis für die Aussage, dass die Hintereinanderschaltung von zwei injektiven Abbildungen auf einer Menge wieder injektiv ist.



Es sei Γ eine Ausdrucksmenge aus einer Sprache erster Stufe und α ein weiterer Ausdruck. Es sei α nicht aus Γ ableitbar. Zeige, dass man aus Γ{¬α} keinen Widerspruch (also keinen Ausdruck der Form β¬β) ableiten kann.



Begründe die folgenden Ableitungsregeln (es seien s,t Terme, α,β Ausdrücke und Γ eine Ausdrucksmenge).

  1. Wenn Γs=t, dann ist auch Γαsxαtx,
  2. Wenn Γαtx, dann ist auch Γxα,
  3. Wenn Γαyxβ, dann ist auch Γxαβ, unter der Bedingung, dass y nicht frei in Γ,xα,β vorkommt.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Es sei αLS. Zeige die Ableitbarkeit

xxαxα.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei αLS. Zeige die Ableitbarkeit

xyαyxα.

Zeige, dass

yxαxyα

nicht ableitbar ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Formuliere mit dem zweistelligen Funktionssymbol die Aussage, dass, wenn eine Zahl a die Zahl b teilt und b die Zahl c teilt, dann a auch c teilt.

Erstelle eine Ableitung für diese Aussage.



Aufgabe (3 Punkte)

Zeige, dass es eine Ausdrucksmenge Γ mit der Eigenschaft gibt, dass für jede Interpretation I genau dann IΓ gilt, wenn die Grundmenge der Interpretation unendlich ist.


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