Lösung
- Man sagt, dass die Menge
eine Teilmenge von
ist, wenn jedes Element von
auch ein Element von
ist.
- Eine
-Matrix über
ist ein Schema der Form
-
wobei die
aus
sind.
- Man sagt, dass
die direkte Summe der
ist, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind.
-
für alle
.
- Jeder Vektor
besitzt eine Darstellung
-

mit
.
- Zu
sei
diejenige
-Matrix, die entsteht, wenn man in
die erste Spalte und die
-te Zeile weglässt. Dann definiert man rekursiv die Determinante von
durch
-
- Es sei
ein
Körper
und
ein
endlichdimensionaler
-
Vektorraum. Eine
lineare Abbildung
heißt
trigonalisierbar,
wenn sie bezüglich einer geeigneten
Basis
durch eine
obere Dreiecksmatrix
beschrieben wird.
- Man nennt
die Dimension von
, wenn es in
eine
affine Basis
mit
Elementen gibt.
Lösung
- Es sei
ein Körper und
ein
-Vektorraum. Es sei
eine Familie von Vektoren. Dann sind folgende Aussagen äquivalent.
- Die Familie ist eine Basis von
.
- Die Familie ist ein minimales Erzeugendensystem, d.h. sobald man einen Vektor
weglässt, liegt kein Erzeugendensystem mehr vor.
- Für jeden Vektor
gibt es genau eine Darstellung -
- Die Familie ist maximal linear unabhängig, d.h. sobald man irgendeinen Vektor dazunimmt, ist die Familie nicht mehr linear unabhängig.
- Es sei
ein Körper,
und
seien
-Vektorräume und
-
sei eine
-lineare Abbildung. Dann ist
injektiv genau dann, wenn
ist.
- Es sei
ein
Körper,
ein
-
Vektorraum
und
-
eine
lineare Abbildung. Es seien
Eigenvektoren zu
(paarweise) verschiedenen
Eigenwerten
.
Dann sind
linear unabhängig.
Ein Mann steht mit einem Wolf, einer Ziege und einem Kohl am Ufer eines Flusses und möchte diesen überqueren. Es steht ein Boot zur Verfügung, in dem neben ihm nur ein weiterer Passagier Platz hat. Wie kann er den Fluss überqueren, ohne dass dabei der Wolf die Ziege oder die Ziege den Kohl frisst?
Lösung
- Er fährt mit der Ziege ans andere Ufer.
- Er fährt allein zurück.
- Er fährt mit dem Wolf ans andere Ufer.
- Er fährt mit der Ziege zurück.
- Er fährt mit dem Kohl ans andere Ufer.
- Er fährt allein zurück.
- Er fährt mit der Ziege ans andere Ufer.
Wir betrachten die Verknüpfung
-
die einem Paar
diejenige Zahl zuordnet, die entsteht, wenn man im Zehnersystem die Zahl
-fach hintereinander schreibt.
- Bestimme
.
- Bestimme
.
- Ist die Verknüpfung kommutativ?
- Ist die Verknüpfung assoziativ?
- Besitzt die Verknüpfung ein neutrales Element?
Lösung
- Es ist
-

- Es ist
-

- Die Verknüpfung ist nicht kommutativ, es ist
,
aber
.
- Die Verknüpfung ist nicht assoziativ, es ist
,
aber
besteht aus
Zweien.
- Die Verknüpfung besitzt kein neutrales Element. Von links ist zwar
,
daher ist
der einzige Kandidat, von rechts ist aber im Allgemeinen
(beispielsweise für
)
-

- Skizziere vier Geraden im Raum mit der Eigenschaft, dass es insgesamt zwei Schnittpunkte gibt.
- Skizziere vier Geraden in der Ebene mit der Eigenschaft, dass es insgesamt drei Schnittpunkte gibt.
- Zeige, dass es in der Ebene nicht vier Geraden geben kann, die insgesamt zwei Schnittpunkte besitzen.
Lösung
-
- Es sei angenommen, dass es eine solche Geradenkonfiguration gibt. Wir behandeln die beiden Fälle, dass die beiden Schnittpunkte auf einer der Geraden
liegen oder nicht.
Im ersten Fall müssen die Geraden, die mit
die Schnittpunkte definieren, zueinander parallel sein. Die vierte Gerade kann weder zu
noch zu den beiden anderen Geraden parallel sein, sonst würde es neue Schnittpunkte geben. Damit schneidet die vierte Gerade die ersten drei Geraden, und dabei kann zwar ein Schnittpunkt mit den beiden Schnittpunkten zusammenfallen, aber nicht mit beiden.
Im zweiten Fall gibt es zwei Geradenpaare, die jeweils die beiden Schnittpunkte definieren. Doch dann trifft jede Gerade zumindest eine Gerade des anderen Geradenpaares in einem neuen Schnittpunkt, da sie nicht zu beiden parallel sein kann und nicht durch deren Schnittpunkt verläuft
(sonst wären wir im ersten Fall).
Bei einem linearen Gleichungssystem führe das Eliminationsverfahren auf die Gleichung
-

Welche Folgerung kann man daraus schließen?
Lösung
Das bedeutet, dass das lineare Gleichungssystem keine Lösung besitzt.
Bestimme die Punktrichtungsform für die durch die Gleichung
-

im
gegebene Gerade.
Lösung
Es ist
ein Punkt der Geraden, und der Richtungsvektor ist
. Somit ist
-
eine Beschreibung der Geraden in Punktrichtungsform.
Lösung
Es sei
ein
Körper.
Wir betrachten die Abbildung
-
a) Zeige, dass
linear
ist.
b) Bestimme die
beschreibende Matrix
zu
bezüglich der
Standardbasis.
c) Bestimme die
Determinante
von
.
d) Es sei zusätzlich
in
vorausgesetzt. Zeige, dass
bijektiv
ist, und bestimme die
inverse Matrix
der beschreibenden Matrix.
Lösung
a) Es ist

und

b) Die beschreibende Matrix ist
-
c) Es ist
-

d) Wegen
ist die Abbildung nach
Satz 16.11 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
bijektiv. Die inverse Matrix ist
-
Beweise den Satz, dass die Zuordnung zwischen linearen Abbildungen und Matrizen
(bei gegebenen Basen)
bijektiv ist.
Lösung
Wir zeigen, dass beide Hintereinanderschaltungen die Identität sind. Wir starten mit einer Matrix
und betrachten die Matrix
-
Zwei Matrizen sind gleich, wenn für jedes Indexpaar

die Einträge übereinstimmen. Es ist

Es sei nun
eine lineare Abbildung, und betrachten wir
-
Zwei lineare Abbildungen stimmen nach
Satz 10.10 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
überein, wenn man zeigen kann, dass sie auf der Basis
übereinstimmen. Es ist
-

Dabei ist nach Definition der Koeffizient
die
-te Koordinate von
bezüglich der Basis
. Damit ist diese Summe gleich
.
Lösung
Wir bestimmen für ein Paar
,
,
ob ein Fehlstand vorliegt. Bei
liegt wegen
-

kein Fehlstand vor. Entsprechend liegt bei
kein Fehlstand vor. Es sei also
-

Bei
-

ist
und es liegt kein Fehlstand vor. Bei
-

liegt wegen
-

ein Fehlstand vor und ebenso liegt bei
-

ein Fehlstand vor. Ferner ist
ein Fehlstand. Dies ergibt insgesamt
-

Fehlstände.
Berechne das Quadrat des Polynoms
-
Lösung
Es ist

Beweise den Satz über die Division mit Rest im Polynomring
über einem Körper
.
Lösung
Wir beweisen die Existenzaussage durch Induktion über den
Grad
von
. Wenn der Grad von
größer als der Grad von
ist, so ist
und
eine Lösung, sodass wir dies nicht weiter betrachten müssen. Bei
ist nach der Vorbemerkung auch
,
also ist
ein konstantes Polynom, und damit ist
(da
und
ein Körper ist)
und
eine Lösung. Es sei nun
und die Aussage für kleineren Grad schon bewiesen. Wir schreiben
und
mit
. Dann gilt mit
die Beziehung

Dieses Polynom
hat einen Grad kleiner als
und darauf können wir die Induktionsvoraussetzung anwenden, d.h. es gibt
und
mit
-
Daraus ergibt sich insgesamt
-

sodass also
und
eine Lösung ist.
Zur Eindeutigkeit sei
mit den angegebenen Bedingungen. Dann ist
.
Da die Differenz
einen Grad kleiner als
besitzt, ist aufgrund der Gradeigenschaften diese Gleichung nur bei
und
lösbar.
Forme die Gleichung
-

in eine äquivalente Gleichung der Form
-

mit
um.
Lösung
Lösung
Es sei
-

Wir nehmen an, dass es mehr als
Eigenwerte gibt. Dann gibt es insbesondere
Eigenwerte
-
und zugehörige Eigenvektoren
-
Nach
Lemma 22.3 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
sind diese
linear unabhängig,
das widerspricht aber
dem Basisaustauschsatz.
Es seien
reelle Zahlen mit
.
Wir betrachten die Matrix
-

a) Bestimme dac
charakteristische Polynom
von
.
b) Bestimme die Eigenwerte von
. Ist
diagonalisierbar?
c) Bestimme die Eigenräume von
.
Lösung
a) Das charakteristische Polynom ist
-

b) Wegen der Faktorisierung
-

sind
und
die beiden Eigenwerte. Die Abbildung ist nach
Korollar 22.10 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
diagonalisierbar.
c) Der Eigenraum zum Eigenwert
ist der Kern von
-
das ist
.
Der Eigenraum zum Eigenwert
ist der Kern von
-
das ist
.
Es sei
eine
Basis
des
-
Vektorraumes
und
eine
lineare Abbildung,
die durch
-
festgelegt ist.
a) Erstelle die Matrix, die
bezüglich dieser Basis beschreibt.
b) Begründe, warum
nilpotent
ist.
c) Bestimme den Kern von
.
d) Finde eine Basis von
, bezüglich der
jordansche Normalform
hat.
Lösung
a) Die beschreibende Matrix ist
-
b) Es liegt eine obere Dreiecksmatrix vor, deren Diagonaleinträge alle
sind, also ist
nilpotent.
c) Der Kern ist
. Größer kann er nicht sein, da es sich nicht um die Nullabbildung handelt.
d) Wir arbeiten mit der Basis
-

-

und
-

Die jordansche Normalform bezüglich dieser Basis ist
-
Finde eine
affine Basis
für die Lösungsmenge der inhomogenen Gleichung
-

Lösung
Eine spezielle Lösung der Gleichung ist durch
-
gegeben. Für die zugehörige homogene Gleichung sind
-
Lösungen, die offenbar linear unabhängig sind. Da der Rang des Gleichungssystems
ist, handelt es sich um eine Basis des Lösungsraumes der homogenen Gleichung. Daher bildet
-
eine affine Basis der Lösungsmenge der inhomogenen Gleichung.