Zum Inhalt springen

Kurs:Grundkurs Mathematik/Teil I/4/Klausur mit Lösungen

Aus Wikiversity



Aufgabe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
Punkte 3 3 2 2 3 6 6 3 5 4 2 2 2 2 2 4 3 3 4 3 64




Aufgabe (3 Punkte)

Definiere die folgenden (kursiv gedruckten) Begriffe.

  1. Die Differenzmenge AB zu zwei Mengen A,B.
  2. Eine surjektive Abbildung
    f:LM.
  3. Die Differenz ab von natürlichen Zahlen a,b mit  ba
  4. Die Addition für ganze Zahlen.
  5. Ein kommutativer Ring R.
  6. Ein archimedisch angeordneter Körper K.


Lösung

  1. Man nennt
    AB:={xxA und x∉B}

    die DifferenzmengeA ohne B “.

  2. Die Abbildung f heißt surjektiv, wenn es für jedes yM mindestens ein Element xL mit f(x)=y gibt.
  3. Die Differenz ab ist diejenige natürliche Zahl c für die  a=b+c  gilt.
  4. Die Addition wird gemäß einer Fallunterscheidung folgendermaßen definiert. Für natürliche Zahlen a,b setzt man
    a+b:=a+b,
    a+(b):={ab, falls ab,(ba), falls a<b,
    (a)+b:={ba, falls ba,(ab), falls b<a,
    (a)+(b):=(a+b).
  5. Ein Ring R heißt kommutativ, wenn die Multiplikation kommutativ ist.
  6. Ein angeordneter Körper K heißt archimedisch angeordnet, wenn es zu jedem xK eine natürliche Zahl n mit
    nx
    gibt.


Aufgabe (3 Punkte)

Formuliere die folgenden Sätze.

  1. Das allgemeine Distributivgesetz für einen kommutativen Halbring.
  2. Die rekursive Beziehung zwischen den Binomialkoeffizienten (Pascalsches Dreieck).
  3. Der Satz über die Untergruppen von .


Lösung

  1. Es sei R ein kommutativer Halbring und es seien a1,,ar,b1,,bs Elemente aus R. Dann gilt das allgemeine Distributivgesetz
    (i=1rai)(k=1sbk)=1ir,1ksaibk.
  2. Die Binomialkoeffizienten erfüllen die rekursive Beziehung
    (n+1k)=(nk)+(nk1).
  3. Die Untergruppen von sind genau die Teilmengen der Form
    d={kdk}
    mit einer eindeutig bestimmten nicht-negativen Zahl d.


Aufgabe (2 Punkte)

Auf wie viele Arten kann man mit den üblichen Münzen einen Betrag von 10 Cent begleichen?


Lösung

Wir zählen zunächst die Möglichkeiten, mit den 5- und 10-Centmünzen die folgenden Beträge darzustellen:

0 Cent:1 Möglichkeit,
5 Cent:1 Möglichkeit,
10 Cent:2 Möglichkeiten.

Dann betrachten wir in jedem Fall, mit wie vielen 2-Centmünzen man jeweils noch unterhalb von 10 Cent bleibt, der verbleibende Rest wird mit 1-Centmünzen aufgefüllt. Hierfür gibt es der Reihe nach

6,3,1 Möglichkeiten.

Diese Möglichkeiten für die Zweier muss man mit den obigen Möglichkeiten multiplizieren, das ergibt insgesamt

16+13+21=11

Möglichkeiten.


Aufgabe (2 Punkte)

Anfang März beträgt die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Paraguay 4 Stunden (in Paraguay wurde es 4 Stunden später hell). Am 25. März 2018 wurde in Deutschland die Uhr von der Winterzeit auf die Sommerzeit umgestellt, die Uhr wurde also um eine Stunde nachts von 2 auf 3 vorgestellt. In der gleichen Nacht wurde die Uhr in Paraguay umgestellt. Wie groß war die Zeitdifferenz nach der Umstellung?


Lösung

Da Paraguay auf der Südhalbkugel liegt, wird dort Ende März von der dortigen Sommerzeit auf die dortige Winterzeit umgestellt, dort wird also die Uhr zurückgestellt. Daher beträgt die Zeitdifferenz zwischen Deutschland und Paraguay danach ganze 6 Stunden.


Aufgabe (3 Punkte)

Es sei

φ:LM

eine surjektive Abbildung. Zeige, dass es eine Teilmenge  SL  derart gibt, dass man φ als Abbildung

φ:SM

auffassen kann (φ und φ unterscheiden sich nur hinsichtlich des Definitionsbereiches) und dass φ bijektiv ist.


Lösung

Wegen der Surjektivität von φ gibt es zu jedem  yM  mindestens ein  xL  mit  φ(x)=y.  Wir wählen nun zu jedem  yM  ein solches zugehöriges x. Es sei S die Vereinigung all dieser gewählten x. Die auf S eingeschränkte Abbildung

φ:SM,xφ(x),

ist nach wie vor surjektiv, da ja jedes  yM  von einem (dem gewählten)  xS  erreicht wird. Die Abbildung ist injektiv, da es zu jedem  yM  in S nur das eine gewählte Urbild gibt. Insgesamt ist also φ bijektiv.


Aufgabe (6 (2+1+3) Punkte)

Professor Knopfloch kommt gelegentlich mit verschiedenen Socken und/oder mit verschiedenen Schuhen in die Universität. Er legt folgende Definitionen fest.

  1. Ein Tag heißt sockenzerstreut, wenn er verschiedene Socken anhat.
  2. Ein Tag heißt schuhzerstreut, wenn er verschiedene Schuhe anhat.
  3. Ein Tag heißt zerstreut, wenn er sockenzerstreut oder schuhzerstreut ist.
  4. Ein Tag heißt total zerstreut, wenn er sowohl sockenzerstreut als auch schuhzerstreut ist.


a) Vom Jahr 2025 weiß man, dass 17 Tage sockenzerstreut und 11 Tage schuhzerstreut waren. Wie viele Tage waren in diesem Jahr maximal zerstreut und wie viele Tage waren minimal zerstreut? Wie viele Tage waren in diesem Jahr maximal total zerstreut und wie viele Tage waren minimal total zerstreut?


b) Vom Jahr 2023 weiß man, dass 270 Tage sockenzerstreut und 120 Tage schuhzerstreut waren. Wie viele Tage waren in diesem Jahr maximal zerstreut und wie viele Tage waren minimal total zerstreut?


c) Erstelle eine Formel, die die Anzahl der sockenzerstreuten, der schuhzerstreuten, der zerstreuten und der total zerstreuten Tage in einem Jahr miteinander in Verbindung bringt.


Lösung


a) Zerstreutheit: Die sockenzerstreuten Tage sind jedenfalls zerstreut. Das Minimum ergibt sich, wenn alle schuhzerstreuten Tage auch sockenzerstreut waren, das sind 17. Das Maximum ergibt sich, wenn kein Tag gleichzeitig sockenzerstreut und schuhzerstreut war, das ergibt 28 Tage.

Totale Zerstreutheit: Die total zerstreuten Tage sind insbesondere schuhzerstreut. Das Maximum ergibt sich, wenn alle schuhzerstreuten Tage auch sockenzerstreut waren, das sind 11 Tage. Das Minimum ergibt sich, wenn kein Tag gleichzeitig schuh- und sockenzerstreut war, also 0.


b) Wegen

270+120=390365

können alle Tage des Jahres zerstreut gewesen sein, also 365. Minimal waren 25 Tage total zerstreut.


c) Es sei s die Anzahl der sockenzerstreuten Tage, x die Anzahl der schuhzerstreuten Tage, z die Anzahl der zerstreuten Tage und t die Anzahl der total zerstreuten Tage. Dann gilt die Formel

s+x=z+t.

Beide Seiten der Formel sind additiv in den Tagen, sie muss also nur für einen Tag nachgewiesen werden. Wenn der Tag nicht zerstreut ist, steht beidseitig 0. Wenn der Tag sockenzerstreut ist, aber nicht schuhzerstreut (oder umgekehrt), so ist der Tag zerstreut, aber nicht total zerstreut, und beidseitig steht 1. Wenn der Tag total zerstreut ist, so steht beidseitig 2.


Aufgabe (6 (1+1+1+2+1) Punkte)

Wir betrachten die durch die Wertetabelle

x 1 2 3 4 5 6 7 8
F(x) 3 5 1 7 8 2 6 4

gegebene Abbildung F von

M={1,2,,8}

in sich selbst.

  1. Erstelle eine Wertetabelle für  F2=FF
  2. Erstelle eine Wertetabelle für  F3=FFF
  3. Begründe, dass sämtliche iterierten Hintereinanderschaltungen Fn bijektiv sind.
  4. Bestimme für jedes  xM  das minimale  n+  mit der Eigenschaft, dass
    Fn(x)=x

    ist.

  5. Bestimme das minimale  n+  mit der Eigenschaft, dass
    Fn(x)=x

    für alle  xM  ist.


Lösung

  1. Es ist
    x 1 2 3 4 5 6 7 8
    F(F(x)) 1 8 3 6 4 5 2 7
  2. Es ist
    x 1 2 3 4 5 6 7 8
    F(F(F(x))) 3 4 1 2 7 8 5 6
  3. Aus der Wertetabelle kann man unmittelbar entnehmen, dass F bijektiv ist. Nach Satz . (Grundkurs Mathematik (Osnabrück 2026-2027)) sind dann sämtliche Hintereinanderschaltungen der Abbildung mit sich selbst wieder bijektiv.
  4. Die Abbildungsvorschrift bewirkt
    131

    und

    2584762.

    Für x=1,3 ist also  n=2  und für  x=2,5,8,4,7,6  ist  n=6

  5. Bei  n=6  sind nach Teil (4) die Zahlen 2,5,8,4,7,6 wieder an ihrer Stelle, aber auch 1,3 sind an ihrer Stelle, da 6 ein Vielfaches von 2 ist.


Aufgabe (3 Punkte)

Zeige durch vollständige Induktion, dass für jedes  n  die Zahl

6n+2+72n+1

ein Vielfaches von 43 ist.


Lösung

Induktionsanfang. Für  n=0  ist

62+7=43

ein Vielfaches von 43. Induktionsschritt. Es sei nun die Aussage für n bewiesen und betrachten wir den Ausdruck für n+1. Dieser ist

6n+1+2+72(n+1)+1=66n+2+7272n+1=66n+2+(6+43)72n+1=6(6n+2+72n+1)+4372n+1=643s+4372n+1=43(6s+72n+1),

wobei im vorletzten Schritt die Induktionsvoraussetzung verwendet wurde (nämlich die Eigenschaft, dass 6n+2+72n+1 ein Vielfaches von 43 ist). Daher ist diese Zahl ein Vielfaches von 43.


Aufgabe (5 Punkte)

Beweise die Existenz der Zifferndarstellung für natürliche Zahlen.


Lösung

Wir beweisen die Existenzaussage durch Induktion über n. Für n=0 wählt man k=0 und r0=0. Es sei nun n1 und die Aussage für kleinere Zahlen schon bewiesen. Nach Satz 15.1 (Grundkurs Mathematik (Osnabrück 2026-2027)) mit d=10 gibt es eine Darstellung

n=q10+r0

mit r0 zwischen 0 und 9. Es ist q<n, deshalb gilt nach Induktionsvoraussetzung die Aussage für q. D.h. man kann

q=i=0si10i

mit 0si9 (bei q=0 ist dies als leere Summe zu lesen) und mit s0 schreiben. Daher ist

n=q10+r0=(i=0si10i)10+r0=i=0(si10i+1)+r0=j=1+1(sj110j)+r0

eine Darstellung der gesuchten Art. Dabei ist rj=sj1 für j1 und k=+1.


Aufgabe (4 (2+2) Punkte)

Gabi Hochster möchte sich die Fingernägel ihrer linken Hand (ohne den Daumennagel) lackieren, wobei die drei Farben B,G,R zur Verfügung stehen. Sie möchte nicht, dass zwei benachbarte Finger die gleiche Farbe bekommen.

  1. Wie viele Möglichkeiten gibt es, wenn sie nur zwei Farben verwendet?
  2. Wie viele Möglichkeiten gibt es, wenn sie alle drei Farben verwendet?


Lösung

  1. Wenn nur zwei Farben verwendet werden, sagen wir die Farben X und Y, so legt die Farbe auf dem Zeigefinger alles weitere fest, nämlich XYXY oder YXYX. Da es drei Möglichkeiten gibt, aus drei Farben zwei Farben auszuwählen, gibt es sechs Möglichkeiten, die Nägel mit nur zwei Farben in der beschriebenen Weise zu lackieren.
  2. Wenn alle drei Farben vorkommen sollen, so kommt genau eine doppelt und die beiden anderen Farben einfach vor. Für die Wahl der doppelt verwendeten Farbe gibt es drei Möglichkeiten. Für die Auswahl der zwei Finger für diese Farbe gibt es grundsätzlich
    (42)=6

    Möglichkeiten, davon sind aber drei Möglichkeiten durch die Nachbarschaftsbedingung ausgeschlossen. In jedem dieser Fälle hat man noch zwei Möglichkeiten, wie man die beiden anderen Farben verteilen soll. Also gibt es von diesem Typ

    332=18

    Möglichkeiten.


Aufgabe (2 Punkte)

Erläutere die Division mit Rest für natürliche Zahlen anhand zweier Eimer (das Fassungsvermögen der beiden Eimer sei ein Vielfaches von einem Liter).


Lösung

Es gebe einen gefüllten (großen) Eimer mit Fassungsvermögen n Liter und einen leeren (Schöpf-)Eimer mit Fassungsvermögen d Liter. Mit dem kleinen Eimer kann man sukzessive den Inhalt des großen Eimers abschöpfen, indem man den kleinen Eimer vollmacht und somit bei jedem Schritt den Inhalt um d Liter reduziert. Dies kann man solange machen, solange mindestens d Liter im großen Eimer verblieben sind. Der Restbestand ist dann zwischen 0 und d1 Litern. Wenn

n=qd+r

die Division mit Rest ist, so ist q die Anzahl der Durchgänge und r der Restbestand in Litern.


Aufgabe (2 Punkte)

Es sei G eine Gruppe. Zeige, dass

(x1)1=x

für alle  xG  ist.


Lösung

Es ist

xx1=1.

Damit ist x das Inverse zu x1. Damit ist

(x1)1=x.


Aufgabe (2 Punkte)

Es sei n eine ganze Zahl, von der die folgenden Eigenschaften bekannt sind:

  1. n ist negativ.
  2. n ist ein Vielfaches von 8, aber nicht von 16.
  3. n ist kein Vielfaches von 36.
  4. n ist ein Vielfaches von 150, aber nicht von 125.
  5. In der Primfaktorzerlegung von n gibt es keine Primzahl, die größer als 5 ist.

Was ist n?


Lösung

Wir müssen nur für die Primzahlen 2,3,5 bestimmen, mit welcher Potenz sie in n vorkommen. Wegen (2) kommt 2 mit der dritten Potenz vor, aber nicht mit der vierten. Wegen (3) ist 9 kein Teiler von n, da ja 4 ein Teiler ist, und wegen (4) ist 3 ein Teiler von n. Wegen (4) kommt 5 mit der zweiten Potenz vor, aber nicht mit der dritten. Daher ist

n=23352=600.


Aufgabe (2 (1+1) Punkte)

Es seien a,m,n natürliche Zahlen mit  a1

  1. Bestimme ggT(am,an).
  2. Bestimme kgV(am,an).


Lösung

Es sei

nm.

Dann ist

an=am+nm=amanm

und somit ist am ein Teiler von an. In einem solchen Fall ist der Teiler der größte gemeinsame Teiler und das Vielfache das kleinste gemeinsame Vielfache. Also ist

ggT(am,an)=am

und

kgV(am,an)=an.


Aufgabe (2 Punkte)

Ein Apfelverkäufer verkauft 2893 Äpfel für 3127 Euro. Ein zweiter Apfelverkäufer verkauft 3417 Äpfel für 3693 Euro. Welches Angebot ist günstiger?


Lösung

Wir bestimmen, wie viel die gleiche Menge an Äpfeln bei den beiden Verkäufern kostet. Um die beiden Angebote vergleichen zu können, berechnen wir den jeweiligen Preis für

28933417=9885381

Äpfel. Beim ersten Verkäufer muss man dafür

31273417=10684959

Euro bezahlen. Beim zweiten Verkäufer muss man dafür

36932893=10683849

Euro bezahlen. Das zweite Angebot ist also günstiger.


Aufgabe (4 Punkte)

Zeige, dass die Größergleichrelation auf mit der Addition und mit der Multiplikation verträglich ist.


Lösung

Es sei  x=ab,   y=cd  und  z=ef  mit positiven Nennern b,d,f. Durch Übergang zu einem gemeinsamen Hauptnenner können wir direkt  b=d=f  annehmen. Sei

xy,

also

ac.

Dann ist nach Lemma 20.11 (Grundkurs Mathematik (Osnabrück 2026-2027))  (2) auch

a+ec+e

und somit ist

x+z=ab+eb=a+ebc+eb=cb+eb=y+z.

Wenn die beiden Brüche ab und cd beide 0 sind, so sind alle Zähler und Nenner aus und dies überträgt sich auf acbd, also ist auch dies 0.


Aufgabe (3 Punkte)

Beweise den Satz über Wachstum und Injektivität für einen angeordneten Körper K.


Lösung

Es seien  x,yT  verschieden. Da wir in einem angeordneten Körper sind, ist  x>y  oder  y>x,  wobei wir ohne Einschränkung den ersten Fall annehmen können. Bei streng wachsender Monotonie folgt daraus

f(x)>f(y)

und insbesondere sind f(x) und f(y) verschieden, also ist die Abbildung injektiv.


Aufgabe (3 Punkte)

Es sei z eine rationale Zahl. Zeige, dass z genau dann ganzzahlig ist, wenn

z=z

gilt.


Lösung

Wenn z ganzzahlig ist, so ist auch das Negative davon ganzzahlig und die Gaußklammer gibt einfach die Zahl aus. Wenn umgekehrt z nicht ganzzahlig ist, so ist

z=n+u

mit einer ganzen Zahl  n=z  und

0<u<1.

Dann ist

z=nu=n1+1u=(n+1)+(1u)=(n+1)n,

da 1u echt zwischen 0 und 1 liegt.


Aufgabe (4 Punkte)

Zeige, dass eine rationale Zahl genau dann ein Dezimalbruch ist, wenn in der gekürzten Bruchdarstellung der Nenner die Form 2i5j mit i,j besitzt.


Lösung

Wenn die rationale Zahl die Form a2i5j besitzt, so kann man mit 2j5i erweitern und erhält im Nenner 10i+j, sodass ein Dezimalbruch vorliegt. Es sei nun die rationale Zahl

z=ab

in gekürzter Darstellung gegeben, und sei vorausgesetzt, dass in der Primfaktorzerlegung von b eine Primzahl

p2,5

vorkommt. Wir schreiben

b=pu.

Nehmen wir an, dass die Zahl ein Dezimalbruch ist, dann gibt es eine Gleichung der Form

ab=apu=c10k.

Dies bedeutet nach dem Überkreuzprinzip, dass

a10k=pcu

ist. Wegen der Teilerfremdheit ist p kein Teiler von a, müsste also wegen der eindeutigen Primfaktorzerlegung in 10k vorkommen, was aber nicht der Fall ist. Dies ist ein Widerspruch.


Aufgabe (3 Punkte)

Berechne 1 durch 41 mit dem Divisionsalgorithmus.


Lösung

Es ist

1=041+1,
10=041+10,
100=241+18,
180=441+16,
160=341+37,
370=941+1.

Von dieser Stelle an wiederholen sich die Zahlen und es beginnt die Periode, das Ergebnis ist also

141=0,02439.