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Kurs:Körper- und Galoistheorie (Osnabrück 2011)/Arbeitsblatt 5

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Aufwärmaufgaben

Es seien G und H Gruppen und sei

φ:GH

ein Gruppenhomomorphismus. Zeige, dass das Urbild φ1(N) eines Normalteilers  NH  ein Normalteiler in G ist.



Zeige, dass der Durchschnitt von Normalteilern Ni, iI, in einer Gruppe G ein Normalteiler ist.



Es sei G eine Gruppe und  gG  ein Element mit dem (nach Lemma 4.4) zugehörigen Gruppenhomomorphismus

φ:G,ngn.

Beschreibe die kanonische Faktorisierung von φ gemäß Satz 5.12.


In der folgenden Aufgabe wird das Zentrum einer Gruppe verwendet.

Es sei G eine Gruppe. Das Zentrum  Z=Z(G)  von G ist die Teilmenge

Z={gGgx=xg für alle xG}.

Es sei G eine Gruppe. Zeige, dass das Zentrum  ZG  ein Normalteiler in G ist. Man bringe das Zentrum in Zusammenhang mit dem Gruppenhomomorphismus

κ:GAut(G),gκg.

Was ist das Bild von diesem Homomorphismus, und was besagen die Homomorphiesätze in dieser Situation?



Es sei M eine Menge und sei  M=iIMi  eine Partition von M, d.h. jedes Mi ist eine Teilmenge von M und M ist die disjunkte Vereinigung der Mi. Zeige, dass die Produktgruppe

iIPerm(Mi)

eine Untergruppe von Perm(M) ist.



Es sei  M={1,,n}  und sei π eine Permutation auf M. Die zugehörige Permutationsmatrix Mπ ist dadurch gegeben, dass

aπ(i),i=1

ist und alle anderen Einträge 0 sind. Zeige, dass

detMπ=sgn(π)

ist.



Man gebe eine Matrix  MGL2()  der Ordnung 4 an.



Es sei GLn(K) die Menge der invertierbaren n×n-Matrizen über einem Körper K. Zeige, dass für zueinander konjugierte Matrizen M und N aus GLn(K) die folgenden Eigenschaften bzw. Invarianten übereinstimmen: Die Determinante, die Eigenwerte, die Dimension der Eigenräume zu einem Eigenwert, die Diagonalisierbarkeit, die Trigonalisierbarkeit.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei  n+.  Zeige, dass die Gruppe der n-ten Einheitswurzeln in und die Gruppe /(n) isomorph sind.



Aufgabe (2 Punkte)

Es sei G eine Gruppe. Betrachte die Relation R auf G, wobei xRy bedeutet, dass es einen inneren Automorphismus κg mit  x=κg(y)  gibt. Zeige, dass diese Relation eine Äquivalenzrelation ist.


Die Äquivalenzklassen zu dieser Äquivalenzrelation bekommen einen eigenen Namen:

Zu einer Gruppe G nennt man die Äquivalenzklassen zur Äquivalenzrelation, bei der zwei Elemente als äquivalent (oder konjugiert) gelten, wenn sie durch einen inneren Automorphismus ineinander überführt werden können, die Konjugationsklassen.



Aufgabe (2 Punkte)

Es sei S3 die Gruppe der bijektiven Abbildungen der Menge {1,2,3} in sich selbst. Bestimme die Konjugationsklassen dieser Gruppe.



Aufgabe (2 Punkte)

Es seien G und H Gruppen und sei

φ:GH

ein surjektiver Gruppenhomomorphismus. Zeige, dass das Bild φ(N) eines Normalteilers  NG  ein Normalteiler in H ist.



Aufgabe (2 Punkte)

Zeige, dass jede Untergruppe vom Index zwei in einer Gruppe G ein Normalteiler in G ist.



Aufgabe (5 Punkte)

Man gebe eine Matrix  MGL2()  der Ordnung 3 an.



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