- Integralkerne
Es seien
und
-
endliche
Maßräume
mit dem Produktraum
. Es sei
-
eine
messbare Funktion,
die in diesem Zusammenhang ein Integralkern oder kurz Kern heißt.
Mit Hilfe eines solchen Integralkernes kann man unter gewissen Integrationsbedingungen messbare Funktionen auf
in messbare
-wertige Funktionen auf
transformieren, indem man die transformierte Funktion
durch
-

definiert. In dieses sehr allgemeine Konzept kann man die Fouriertransformation, die Laplacetransformation und Integralgleichungen einordnen.
Wenn man die unterschiedlichen Rollen betonen möchte, so arbeitet man beispielsweise mit einer Zeitvariablen
und einer Frequenzvariablen
, aber eine allgemein stimmige Bezeichnungsphilosophie scheint nahezu unmöglich. Wir erwähnen einige typische Integralztransformationen.
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Integralkern |
Integrationsgebiet |
Typischer Ausdruck
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| Fourier
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| Laplace
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| Mellin
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Die Mellin-Transformation kommt beispielsweise bei der Definition der
-Funktion vor, es ist
-

Hier ist also
.
Zu einer
integrierbaren Funktion
nennt man die Funktion
-
die durch
-

definiert ist, die
Fourier-Transformation
von
.
Hier ist also
der Integralkern. Für den Vorfaktor gelten unterschiedliche Konventionen, der gewählte passt am besten zur Rücktransformation.
Es sei
ein
endlicher
Maßraum
mit dem Produktraum
und sei
-
ein
beschränkter
messbarer Integralkern.
Dann ist die zugehörige Transformation
-
mit
-

eine
stetiger
linearer Operator.
Es sei
eine Schranke. Die Funktion
ist dann insbesondere auf dem endlichen Maßraum integrierbar, sodass das Integral existiert. Dabei gilt

nach
Satz 10.6.

Zitat.

Es sei
ein
kompakter
metrischer Raum
mit einem
endlichen
Maß
auf
. Es sei
-
ein
stetiger
Integralkern.
Dann ist die zugehörige Transformation
-
mit
-

ein
kompakter Operator.
Ein stetiger linearer Operator liegt nach
Lemma 25.3
vor.
