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Kurs:Analysis (Osnabrück 2013-2015)/Teil II/Arbeitsblatt 49

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Übungsaufgaben

Bestimme das Taylor-Polynom vom Grad 3 für die Funktion

2,(x,y)x2ysinx,

im Nullpunkt (0,0).



Bestimme das Taylor-Polynom zweiter Ordnung der Funktion

f:2,(x,y)f(x,y)=exy2,

im Punkt (1,1).



Bestimme das Taylor-Polynom zweiter Ordnung der Funktion

f:3,(x,y,z)f(x,y,z)=exyz2xy,

im Punkt (1,0,1).



Bestimme das Taylor-Polynom zweiter Ordnung der Funktion

f:2,(x,y)f(x,y)=esinxcosy,

im Punkt (0,π2).



Notiere das Taylor-Polynom für eine (hinreichend oft differenzierbare) Funktion in 2 oder 3 Variablen für die Grade k=1,2,3.



Es sei

f(x,y)=x2y3xy+5y2+4x.

Berechne das Taylor-Polynom der Ordnung 3 im Punkt P=(1,2) algebraisch (d.h. man drücke das Polynom in den neuen Variablen u=x1,v=y+2 aus und lese daraus das Taylor-Polynom ab) und über Ableitungen.



Es sei f ein Polynom in n Variablen vom Grad k. Zeige, dass f mit dem Taylor-Polynom vom Grad k von f im Nullpunkt übereinstimmt.


In den folgenden Aufgaben werden einige Eigenschaften der Polynomialkoeffizienten besprochen, die eine Verallgemeinerung der Binomialkoeffizienten sind.

Es sei  n  und  r=(r1,,rn)  ein n-Tupel natürlicher Zahlen. Es sei k:=j=1nrj. Dann nennt man die Zahl

(kr)=k!r1!r2!rn!

einen Polynomialkoeffizienten.



In einem Studium werden 11 Leistungsnachweise verlangt, und zwar 3 Seminarscheine, 5 Klausuren, 2 mündliche Prüfungen und eine Hausarbeit, die in beliebiger Reihenfolge erbracht werden können. Wie viele Reihenfolgen gibt es, um diese Leistungsnachweise zu erbringen?



Es seien  n,k  und  r=(r1,,rk)  mit  j=1krj=n.  Zeige, dass die Anzahl der Abbildungen

{1,,n}{1,,k},

bei denen das Urbild zu  j{1,,k}  aus genau rj Elementen besteht, gleich dem Multinomialkoeffizienten

(nr)=n!r1!rk!

ist.



Es seien  k,n  und  r=(r1,,rn)  mit  j=1krj=n.  Zeige, dass die Anzahl der n-Tupel

(j1,,jn){1,,k}n,

in denen die Zahl j genau rj-mal vorkommt, gleich

(nr)=n!r1!rk!

ist.



Zeige, dass die Anzahl der geordneten Partitionen mit eventuell leeren Blöcken zum Anzahltupel  r=(r1,,rk)  einer n-elementigen Menge gleich

(nr)=n!r1!rk!

ist.



Es seien a1,,an reelle Zahlen. Beweise den Polynomialsatz, das ist die Gleichung

(a1++an)k=r=(r1,,rn),i=1nri=k(kr)a1r1a2r2anrn.



Es sei

f:G

eine zweimal stetig differenzierbare Funktion, wobei Gn eine offene Menge sei. Zeige, dass für PG und vV die Beziehung

rn,|r|=21r!Drf(P)vr=12HessPf(v,v)

gilt.



Es sei V ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum, GV offen, PG und seien

f,g:G

zwei zweimal stetig differenzierbare Funktionen. Zeige durch ein Beispiel, dass das Taylor-Polynom zum Produkt fg im Punkt P vom Grad 2 nicht das Produkt der beiden Taylor-Polynome von f und g in P vom Grad 1 sein muss.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (4 Punkte)

Bestimme das Taylor-Polynom vom Grad 3 für die Funktion

3,(x,y,z)zexp(xy),

im Nullpunkt (0,0,0).



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei

f(x,y)=2xy35x2y2+4xy27y+3.

Berechne das Taylor-Polynom der Ordnung 3 im Punkt P=(3,4) algebraisch (d.h. man drücke das Polynom in den neuen Variablen u=x+3,v=y4 aus und lese daraus das Taylor-Polynom ab) und über Ableitungen.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei V ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum, GV offen, PG und seien

f,g:G

zwei k-mal stetig differenzierbare Funktionen mit den Taylor-Polynomen Tk(f) und Tk(g) in P vom Grad k. Zeige, dass das Produkt fg ebenfalls k-mal stetig differenzierbar ist, und dass für das Taylor-Polynom Tk(fg) von fg in P vom Grad k die Beziehung

Tk(fg)=(Tk(f)Tk(g))k

besteht, wobei der Subskript k bedeutet, dass das Polynom bis zum Grad k genommen wird.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei  Gn  offen,  PG  ein Punkt und

f:G

eine Funktion. Sei  k.  Zeige, dass es maximal ein Polynom p(x1,,xn) vom Grad k mit der Eigenschaft geben kann, dass

limx0f(x)p(x)xk=0

gilt.



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