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Kurs:Einführung in die mathematische Logik (Osnabrück 2014)/Arbeitsblatt 17

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Übungsaufgaben

Es sei S={0,1,+,}. Zeige, dass die Automorphismengruppen der S-Strukturen und jeweils trivial sind.



Es sei S={0,1,+,} die Symbolmenge eines Körpers. Zeige, dass es einen Unterkörper K derart gibt, dass SAutK nicht trivial ist.



Es sei S={0,1,+,,} die Symbolmenge eines angeordneten Körpers. Zeige, dass für jeden Unterkörper K die Automorphismengruppe SAutK trivial ist.



Es sei S={0,1,+,,} die Symbolmenge eines angeordneten Körpers. Zeige, dass es einen angeordneten Körper K derart gibt, dass SAutK nicht trivial ist.



Wir betrachten die beiden folgenden Punktkonfigurationen im 2,

M={(0,0),(0,1),(1,0),(2,0)} und N={(0,0),(0,1),(1,0),(3,0)}.

Zeige, dass es keine lineare Abbildung

φ:22

gibt, die M in N überführt. Widerspricht dies Satz 17.3?



Es sei S ein Symbolalphabet erster Stufe und M eine S-Struktur. Für jede elementare Äquivalenzklasse [m]M gebe es einen S-Ausdruck α[m] in einer freien Variablen x, der die Klasse [m] beschreibt. Zeige, dass für jedes k-stellige Funktionssymbol f aus m1m1,,mkmk die elementare Äquivalenz fM(m1,,mk)fM(m'1,,m'k) folgt.



Es sei S ein Symbolalphabet erster Stufe und M eine S-Struktur. Für jede elementare Äquivalenzklasse [m]M gebe es einen S-Ausdruck α[m] in einer freien Variablen x, der die Klasse [m] beschreibt. Zeige, dass für ein k-stelliges Funktionssymbol f aus m1m1,,mkmk nicht die Gleichheit fM(m1,,mk)=fM(m'1,,m'k) folgen muss.



Es sei S das Symbolalphabet, das außer Variablen für jedes k+ ein einstelliges Relationssymbol Rk enthält. Wir betrachten die Menge M=+, wobei wir das Relationssymbol Rk durch

RkM(n) genau dann, wenn n ein Vielfaches von k ist 

interpretieren. Es sei αLS ein Ausdruck in einer freien Variablen x, wobei in α die Relationssymbole Rk1,,Rkm vorkommen mögen. Es sei k das kleinste gemeinsame Vielfache von k1,,km. Zeige, dass

Mnxα

genau dann gilt, wenn

Mn+kxα

gilt.



Es sei f ein zweistelliges Funktionssymbol und g ein einstelliges Funktionssymbol. Man mache sich klar, dass die Symbolkette fggg in zweifacher Weise als formal-zusammengesetztes Funktionssymbol gelesen werden kann.



Es sei S ein erststufiges Symbolalphabet, M eine S-Struktur und TM eine Teilmenge. Zeige, dass die (rekursiv definierte) funktionale Hülle von T gleich dem Durchschnitt über alle funktional abgeschlossenen Teilmengen NM ist, die T umfassen.


In der Mathematik interessiert man sich nicht nur für die von einer Teilmenge einer Struktur erzeugte funktionale Hülle, sondern auch für Unterstrukturen, in denen zusätzlich noch die gleichen Gesetzmäßigkeiten (ausgedrückt durch ein Axiomensystem Γ) wie in der Struktur gelten, beispielsweise die von einer Teilmenge erzeugten Untergruppen, Unterringe, Unterkörper, Untervektorräume. Diese von einer Teilmenge erzeugten SΓ-Strukturen kann man oft, wenn es sie überhaupt gibt, als Durchschnitt über alle SΓ-Unterstrukturen erhalten, die die Teilmenge umfassen.


Wir betrachten die Gruppe (,0,+). Bestimme die funktionale Hülle von T={15,20} (hier spricht man vom erzeugten Untermonoid) und die von T erzeugte Untergruppe.



Das Symbolalphabet S bestehe neben Variablen aus einem einstelligen Funktionssymbol f und es sei Γ={α} mit  α=xy(fy=x).  Es sei M=, wobei f als +2 interpretiert wird mit der einzigen Ausnahme

f(x)={x+1, falls x0,0, falls x=1,x+2, falls x2.

a) Zeige, dass Γ von M erfüllt wird.

b) Bestimme die funktionale Hülle von {0}.

c) Zeige, dass die funktionale Hülle von {0} nicht Γ erfüllt.

d) Man gebe zwei funktional abgeschlossene, Γ-erfüllende und 0 enthaltende Teilmengen T1,T2 an, deren Durchschnitt T1T2 nicht Γ erfüllt.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei S ein Symbolmenge und M eine endliche S-Struktur. Zeige, dass zwei Elemente m,nM genau dann elementar äquivalent sind, wenn es einen S-Automorphismus

φ:MM

mit  φ(m)=n  gibt.



Verwende, dass Polynomfunktionen auf einem angeordneten Körper stetig sind.


Aufgabe (4 Punkte)

Es sei S das Symbolalphabet, das neben Variablen aus einem zweistelligen Relationssymbol G besteht. Wir betrachten vierelementige S-Strukturen, die xy(Gxy¬Gyx) erfüllen (also WM-Fußballgruppen, wobei G(m,n) als m gewinnt gegen n interpretiert wird). Erstelle Aussagen α0,α1,,α9 in einer freien Variablen x derart, dass

Mmxαk

bedeutet, dass m in der Abschlusstabelle k Punkte hat.



Aufgabe (3 Punkte)

Man gebe ein Beispiel für zwei (abstrakte) WM-Fußballgruppen, die die gleiche Abschlusspunktetabelle besitzen, aber nicht isomorph sind.


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