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Kurs:Grundkurs Mathematik (Osnabrück 2022-2023)/Teil II/Arbeitsblatt 40

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Die Pausenaufgabe

Oma Müller und Opa Müller haben heute Geburtstag. Sie wird 69 Jahre alt und er wird 73 Jahre alt. Wie alt waren sie, als man beide Altersangaben zwar mit natürlichen, aber nicht mit positiven natürlichen Zahlen ausdrücken konnte?




Übungsaufgaben

Familie A und B notieren ihre Einnahmen und Ausgaben pro Monat in der Form (x,y)2, wobei der erste Eintrag für die Einnahmen und der zweite Eintrag für die Ausgaben steht. Familie A notiert für die erste Jahreshälfte die Paare

(2500,2800),(3500,3200),(3300,2900),(2800,2800),(2400,4200),(4000,2700).

Familie B notiert für die erste Jahreshälfte die Paare

(3300,3600),(3900,3800),(4300,4300),(4000,3800),(3900,4100),(4000,3700).
  1. Notiere für jede Familie und jeden Monat den Gewinn bzw. das Defizit in Paarschreibweise mithilfe der Standardrepräsentanten.
  2. Berechne für jede Familie die Gesamteinnahmen und die Gesamtausgaben im angegebenen Zeitraum.
  3. Bestimme auf zwei verschiedene Arten für jede Familie den Gesamtgewinn bzw. das Gesamtdefizit (Standardrepräsentant).
  4. Vergleiche für jeden Monat den Haushalt der beiden Familien mithilfe der Festlegung aus Lemma 40.4.



Ihre Fußballmannschaft hat das vorletzte Spiel mit 5:1 und das letzte Spiel mit 10:5 gewonnen. Welchen Sieg finden Sie überzeugender?



Es seien (M,) und (N,) Mengen mit Verknüpfungen und es sei

φ:MN

eine mit den Verknüpfungen verträgliche surjektive Abbildung, es gelte also

φ(xy)=φ(x)φ(y).

Zeige die folgenden Aussagen.

  1. Wenn kommutativ ist, so ist auch kommutativ.
  2. Wenn assoziativ ist, so ist auch assoziativ.
  3. Wenn M ein neutrales Element besitzt, so besitzt auch N ein neutrales Element.



Zeige, dass man durch die Festlegung

[(a,b)][(c,d)]:=[(ac+bd,ad+bc)]

auf (dem Äquivalenzklassenmodell von) eine Verknüpfung erhält, die kommutativ und assoziativ ist und die [(1,0)] als neutrales Element besitzt.



Zeige, dass man durch die Festlegung

[(a,b)][(c,d)],

falls

a+db+c,

auf (dem Äquivalenzklassenmodell von) eine totale Ordnung erhält.



Zeige, dass die Abbildung

,n[(n,0)],

injektiv ist und dass sie mit der Addition, der Multiplikation und der Ordnung verträglich ist.



Zeige, dass die auf ×+ durch

(a,b)(c,d), falls ad=bc,

festgelegte Relation eine Äquivalenzrelation ist.



Zeige, dass bei der auf ×+ durch

(a,b)(c,d), falls ad=bc,

festgelegten Äquivalenzrelation jedes Paar (x,y) einen Vertreter (x,y) besitzt, bei dem x und y teilerfremd sind.



Zeige, dass man durch die Festlegung

[(a,b)][(c,d)]:=[(ac,bd)]

auf (dem Äquivalenzklassenmodell von) eine wohldefinierte Verknüpfung erhält, die kommutativ und assoziativ ist und die [(1,1)] als neutrales Element besitzt. Zeige ferner, dass bei  a>0  die Klassen [(a,b)] und [(b,a)] und bei  a<0  die Klassen [(a,b)] und [(b,a)] invers zueinander sind.



Zeige, dass im Äquivalenzklassenmodell für die Addition die Beziehung

[(a,d)]+[(c,d)]=[(a+c,d)]

erfüllt.



Es sei ×+ mit der durch

(a,b)(c,d), falls ad=bc,

festgelegten Äquivalenzrelation versehen. Zeige, dass es zu (a1,b1),(a2,b2),,(an,bn) eine Zahl d+ und ganze Zahlen c1,c2,,cn mit (a1,b1)(c1,d),(a2,b2)(c2,d),,(an,bn)(cn,d) gibt.



Zeige, dass man durch die Festlegung  [(a,b)][(c,d)],  falls  adbc,  auf (dem Äquivalenzklassenmodell von) eine wohldefinierte totale Ordnung erhält.



Zeige, dass die Abbildung

,n[(n,1)],

injektiv und mit der Addition, der Multiplikation und der Ordnung verträglich ist.



Es sei M eine Menge mit einer kommutativen, assoziativen Verknüpfung und einem neutralen Element e. Ferner gelte die Kürzungsregel, dass aus  ac=bc  stets  a=b  folgt.

  1. Zeige, dass auf M×M durch die Festlegung  (a,b)(c,d),  falls  ad=bc  gilt, eine Äquivalenzrelation definiert wird.
  2. Zeige, dass man auf der Quotientenmenge M×M/ eine Gruppenstruktur definieren kann, die die Verknüpfung auf M fortsetzt.



Wir betrachten auf 2{(0,0)} die durch

(a,b)(c,d), falls ad=bc,

festgelegte Relation. Zeige, dass es sich um eine Äquivalenzrelation handelt, deren Äquivalenzklassen die „diskreten Geraden“ durch den Nullpunkt ohne den Nullpunkt sind.



Wir betrachten auf 2 die durch

(a,b)(c,d), falls ad=bc,

festgelegte Relation. Zeige, dass dies keine Äquivalenzrelation ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Zeige, dass die Äquivalenzrelation auf ×, die durch  (a,b)(c,d),  falls  a+d=b+c  ist, festgelegt ist, durch die Sprünge ±(11) erzeugt wird.



Aufgabe (8 (2+2+2+2) Punkte)

Es sei die Äquivalenzrelation auf ×, die durch  (a,b)(c,d),  falls  a+d=b+c  ist, festgelegt ist, und es sei =×/ die zugehörige Quotientenmenge, also das Äquivalenzklassenmodell von . Es sei G= das  (in der 18. Vorlesung eingeführte) „direkte Modell“ für die ganzen Zahlen. Wir betrachten die Abbildung

φ:G×,
die durch
φ(n)={(n,0), falls n nichtnegativ ist,(0,m), falls n=m negativ ist,

definiert ist, und die zusammengesetzte Abbildung

Gφ×p.
  1. Zeige, dass pφ eine bijektive Abbildung ist.
  2. Zeige, dass pφ mit der Addition verträglich ist.
  3. Zeige, dass pφ mit der Multiplikation verträglich ist.
  4. Zeige, dass pφ mit der Ordnung verträglich ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei (M,,e) eine endliche Menge mit einer kommutativen, assoziativen Verknüpfung mit einem neutralen Element e. Ferner gelte in M die „Kürzungsregel“: Aus zx=zy folgt x=y. Zeige, dass M eine Gruppe ist.



Aufgabe (1 Punkt)

Zeige, dass im Äquivalenzklassenmodell für die Ordnung die Beziehung

[(a,d)][(c,d)]

genau dann, wenn

ac,

erfüllt.



Aufgabe (3 (1+1+1) Punkte)

Die Fußballspiele zwischen dem TSV Wildberg und VfB Effringen endeten in den letzten Jahren wie folgt:

7:2,3:0,0:0,9:6,8:0,2:1,4:2,3:0,5:5,6:3,3:1,1:1,7:0,2:0,6:4,6:2,3:4,3:2.
  1. Erstelle die Äquivalenzklassen (auf der Menge der angegebenen Ergebnisse) gemäß der Äquivalenzrelation auf ×, die durch a:bc:d, falls a+d=b+c, definiert ist.
  2. Erstelle die Äquivalenzklassen gemäß derjenigen Äquivalenzrelation auf ×, die auf ×({0}) durch a:bc:d, falls ad=bc, definiert ist und für die {n:0n+} und {0:0} eigene Äquivalenzklassen sind.
  3. Erstelle die Äquivalenzklassen gemäß derjenigen Äquivalenzrelation auf ×, die auf ({0})×({0}) durch a:bc:d, falls ad=bc, definiert ist und für die die anderen Elemente nur zu sich selbst äquivalent sind.



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