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Direkter Summand/Spektrumsabbildung/Einführung/Textabschnitt

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Es sei    ein Unterring eines kommutativen Ringes . Man sagt, dass ein direkter Summand von ist, wenn es einen -Modul gibt mit    (es liegt also ein -Modulisomorphismus vor).

Diese Eigenschaft ist äquivalent dazu, dass es einen -Modulhomomorphismus

mit    gibt, wobei die Inklusion bezeichnet. Eine stärkere Eigenschaft ist die Existenz eines Ringhomomorphismus

mit  


Es sei ein Körper und eine von verschiedene -Algebra. Dann ist ein direkter Summand von . Dies beruht darauf, dass man die zu einer -Basis von ergänzen kann. Mit dem von den anderen Basiselementen erzeugten -Untervektorraum    ist dann  .  Im Allgemeinen muss es aber keinen -Algebrahomomorphismus geben. Bei einer (nichttrivialen) Körpererweiterung    gibt es keinen Ringhomomorphismus von nach .




Es seien kommutative Ringe, es sei ein Ringhomomorphismus und ein direkter Summand.

Dann ist auch

ein direkter Summand.

Nach Vorraussetzung ist    mit einem -Modul . Nach Fakt  (3) ist dann



Es sei eine kommutative Gruppe und ein kommutativer -graduierter Ring.

Dann ist der Unterring    ein direkter Summand.

Die Stufen sind -Moduln, daher ist

eine direkte Summenzerlegung.



Es sei ein Körper,    der Polynomring und der Veronese-Ring zu  .  Nach Fakt ist    ein direkter Summand. Bei    (und ) gibt es keinen Ringhomomorphismus

mit  .  Dies liegt daran, dass

mit    keine Lösung besitzt.




Es seien kommutative Ringe und    ein direkter Summand.

Dann ist die Spektrumsabbildung

surjektiv.

Es sei

mit einem -Modul . Es sei ein Primideal von . Nach Fakt ist auch

ein direkter Summand. Daher ist und somit ist nach Fakt  (7) und nach Fakt die Faser über nicht leer.