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Kommutativer Ring/Lemma von Nakayama/Textabschnitt

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Satz  

Es sei R ein kommutativer Ring,  𝔞R  ein Ideal und sei V ein endlich erzeugter R-Modul. Es sei  𝔞V=V  vorausgesetzt.

Dann gibt es ein f𝔞 derart, dass  (1f)V=0

Beweis  

Wir wenden Fakt auf die Identität auf M an. Mit dem dort gewonnenen Polynom  P=Xn+a1Xn1++an1X+an  (mit aj𝔞j) ist dann

0=P(Id)M=(Id+(a1++an)Id)M=(1+a1++an)M,

wobei die Summe ohne die 1 zum Ideal gehört.


Als Spezialfall ergibt sich im lokalen Fall das Lemma von Nakayama. Wir geben noch einen zusätzlichen Beweis.


Lemma  

Es sei (R,𝔪) ein lokaler Ring und sei V ein endlich erzeugter R-Modul. Es sei  𝔪V=V  vorausgesetzt.

Dann ist  V=0

Beweis  

Es sei v1,,vn ein Erzeugendensystem von V. Nach Voraussetzung gibt es wegen  vi𝔪V  zu jedem vi eine Darstellung

vi=ai1v1++ainvn

mit  aij𝔪.  Daraus ergibt sich für jedes i eine Darstellung

(1aii)vi=ai1v1++ai,i1vi1+ai,i+1vi+1++ainvn.

Da  aii𝔪  ist, ist der Koeffizient 1aii eine Einheit. Dies bedeutet aber, dass man nach vi auflösen kann, sodass also vi überflüssig ist. So kann man sukzessive auf alle Erzeuger verzichten, was bedeutet, dass der Nullmodul vorliegen muss.



Korollar  

Es sei (R,𝔪) ein lokaler Ring und sei V ein endlich erzeugter R-Modul und  UV  ein Untermodul. Es gelte  U+𝔪V=V

Dann ist  U=V

Beweis  

Im Restklassenmodul V/U gilt  V/U=𝔪(V/U).  Aus Fakt folgt  V/U=0,  also  U=V



Korollar  

Es sei (R,𝔪) ein lokaler Ring und sei W ein R-Modul und  U,VW  endlich erzeugte Untermoduln. Es gelte  UV+𝔪U

Dann ist  UV

Beweis  

Wir betrachten den Untermodul

U=U+V.

Dabei gilt

U=U+V=V+𝔪U=V+𝔪U.

Aus Fakt ergibt sich  U+V=V,  also  UV



Korollar  

Es sei (R,𝔪) ein lokaler Ring, seien U,V endlich erzeugte R-Moduln und sei φ:UV ein Modulhomomorphismus. Wenn der induzierte R/𝔪-Homomorphismus

U/𝔪UV/𝔪V

surjektiv ist,

so ist bereits φ surjektiv.

Beweis  

Es sei  WV  der Bildmodul, der Homomorphismus faktorisiert

UWV.

Dazu gehören die R/𝔪-Modulhomomorphismen

U/𝔪UW/𝔪WV/𝔪V.

Nach Voraussetzung ist die Gesamtabbildung surjektiv, also ist auch die hintere Abbildung surjektiv. Dies bedeutet

V=𝔪V+W,

woraus mit Fakt  W=V  folgt. Dies bedeutet die Surjektivität der Ausgangsabbildung.



Lemma  

Es sei (R,𝔪,K) ein lokaler Ring und sei V ein endlich erzeugter R-Modul.

Dann stimmt die minimale Erzeugendenzahl μ(V) mit der Dimension des K-Vektorraums V/𝔪V überein.

Beweis  

Wir zeigen etwas allgemeiner, dass Elemente  v1,,vnV  genau dann ein R-Erzeugendensystem für V bilden, wenn deren Restklassen in V/𝔪V ein R/𝔪-Erzeugendensystem von V/𝔪V bilden. Dabei ist die eine Richtung trivial, seien also Elemente  v1,,vnV  gegeben, die modulo 𝔪 ein Erzeugendensystem sind. Es sei  UV  der von den vi erzeugte R-Untermodul von V. Die Voraussetzung übersetzt sich zu  V=U+𝔪V.  Wir betrachten den Restklassenmodul V/U. Dort gilt dann  (V/U)𝔪=V/U,  woraus nach dem Lemma von Nakayama die Gleichheit  V/U=0  und  V=U  folgt.