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Kurs:Algebraische Kurven (Osnabrück 2017-2018)/Arbeitsblatt 24

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Übungsaufgaben

Beschreibe ein Beispiel einer glatten Kurve  C𝔸K2  mit einer Parametrisierung, deren Differential an mindestens einem Punkt verschwindet.



Es sei R ein kommutativer Ring und sei R[[T]] der Potenzreihenring. Zeige, dass die Abbildung

R[[T]]R[[T]],Fa0,

die einer Potenzreihe ihren konstanten Term zuordnet, ein R-Algebrahomomorphismus ist.



Es sei K ein Körper und K[[T]] der Potenzreihenring. Man gebe die inverse Potenzreihe zu 1T an.



Es sei K ein Körper. Zeige, dass der Potenzreihenring K[[T1,,Tn]] ein lokaler Ring ist.



Es sei R ein kommutativer Ring und es sei R[[X1,,Xn]] der Potenzreihenring über R. Es sei X1 die (formale) partielle Ableitung bezüglich X1, also die Abbildung

R[[X1,,Xn]]R[[X1,,Xn]],ffX1.

Zeige, dass dies eine R-Derivation ist.



Es sei K ein Körper,  𝔪=(T)K[T]  das zum Nullpunkt gehörige maximale Ideal mit der Lokalisierung  R=K[T]𝔪.  Definiere einen K-Algebrahomomorphismus

φ:RK[[T]]

mit  φ(T)=T,  wobei K[[T]] den Ring der formalen Potenzreihen bezeichnet.



Es sei K ein Körper,  𝔪=(T)K[T]  das zum Nullpunkt gehörige maximale Ideal mit der Lokalisierung  R=K[T]𝔪  und sei

RK[[T]]

der K-Algebrahomomorphismus aus Aufgabe 24.6. Zeige, dass sich unter dieser Abbildung die Ordnung von Elementen nicht ändert.



Es sei K ein Körper und K[[T]] der Potenzreihenring. Zeige, dass die Abbildung

K[[T]]K,

die einer Potenzreihe ihren konstanten Koeffizienten zuordnet, ein Ringhomomorphismus ist.



Berechne die ersten fünf Glieder (bis einschließlich c4) der eingesetzten Potenzreihe F(G) im Sinne von Definition 24.8.


Die folgende Aufgabe zeigt, dass die Bedingung an die eingesetzte Potenzreihe in Lemma 24.9 notwendig ist.


Zeige, dass man die konstante Potenzreihe  G=1  nicht sinnvoll in beliebige Potenzreihen einsetzen kann.



Es sei M ein kommutatives Monoid und sei δ:M ein Monoidhomomorphismus mit der Eigenschaft, dass zu jedem  d  das Urbild  Md={mMδ(m)=d}  endlich sei. Es sei R ein kommutativer Ring. Zeige, dass

R[[M]]={mMamTmamR}

mit naheliegenden Verknüpfungen eine kommutative R-Algebra ist, die den Monoidring R[M] enthält.



Es sei M=r und sei δ:r die Standardgraduierung auf r, also die durch ei1 gegebene Abbildung. Es sei R ein kommutativer Ring und sei R[[r]] wie in Aufgabe 24.11 definiert. Zeige

R[[r]]=R[[T1,,Tr]].




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (5 Punkte)

Man gebe ein Beispiel für ein irreduzibles reelles Polynom  F[X,Y]  derart, dass beide partiellen Ableitungen übereinstimmen und nicht konstant sind. Zeige, dass dies über nicht möglich ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Betrachte die Kurve  C=V(X2Y2Y3)  mit der in Beispiel 24.2 besprochenen Parametrisierung. Bestimme die singulären Punkte der Kurve zusammen mit den Multiplizitäten und Tangenten. Berechne ebenfalls die Bildpunkte und die Tangenten für die Parameterwerte  t=1,0,1



Aufgabe (3 Punkte)

Beschreibe eine formale Potenzreihe über , die in keiner Umgebung des Nullpunktes konvergiert.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein Körper. Vergleiche die beiden Ringe (K[X])[[Y]] und (K[[Y]])[X].



Aufgabe (6 Punkte)

Es sei R ein noetherscher kommutativer Ring. Man zeige, dass R[[T1,,Tn]] noethersch ist.

Hinweis: Lassen Sie sich vom Beweis des Hilbertschen Basissatzes inspirieren!


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