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Kurs:Analysis (Osnabrück 2014-2016)/Teil III/Arbeitsblatt 61

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Aufwärmaufgaben

Von welchen ebenen Figuren und räumlichen Gebilden kennen Sie den Flächeninhalt bzw. das Volumen?



Was ist das Volumen (der Inhalt, das Maß) eines einzelnen Punktes im 0, im 1, im 2 usw.?



Es sei M eine Menge und 𝒞 das Mengensystem auf M, das aus allen endlichen Teilmengen von M und deren Komplementen besteht. Zeige, dass 𝒞 eine Mengenalgebra ist.



Es sei M eine Menge. Zeige, dass die Potenzmenge 𝔓(M) mit dem Durchschnitt als Multiplikation und der symmetrischen Differenz

AB=(AB)(BA)

als Addition (mit welchen neutralen Elementen?) ein kommutativer Ring ist.



Es sei M eine Menge und ein Mengensystem auf M. Zeige, dass genau dann eine Mengenalgebra ist, wenn es ein Unterring des Potenzmengenringes (𝔓(M),,) ist.



Es sei 𝒜 eine σ-Algebra auf einer Menge M. Zeige, dass die folgenden Aussagen gelten.

  1. Es ist  𝒜
  2. Mit  S,T𝒜  gehört auch TS zu 𝒜.
  3. Für jede abzählbare Familie Ti𝒜, iI, ist auch
    iITi𝒜.



Es sei M eine Menge und sei 𝒜j, jJ, eine beliebige Familie von σ-Algebren auf M. Zeige, dass der Durchschnitt

𝒜=jJ𝒜j

ebenfalls eine σ-Algebra auf M ist.



Es sei (M,𝒜) ein Messraum und  NM  eine Teilmenge. Zeige, dass das Mengensystem

NT,T𝒜,

eine σ-Algebra auf N ist (man spricht von der induzierten σ-Algebra).



Es sei M eine Menge und    seien Mengensysteme. Dabei sei in der von erzeugten σ-Algebra σ() enthalten. Zeige

σ()=σ().



Es seien

Ak={x[0,1[die k-te Nachkommastelle von x in der Dezimalentwicklung ist 0}.

Bestimme den Limes inferior und den Limes superior von dieser Mengenfolge.



Es sei M eine Menge und 𝒜 ein Mengensystem auf M. Zeige, dass 𝒜 genau dann ein durchschnittsstabiles Dynkin-System ist, wenn 𝒜 eine σ-Algebra ist.



Es sei 𝒜 das Mengensystem auf , das aus allen Teilmengen  T  besteht, die durch einen mathematischen Ausdruck beschreibbar sind. Zeige, dass 𝒜 eine Mengenalgebra, aber keine σ-Algebra ist.



Zeige, dass messbare Abbildungen zwischen Messräumen die folgenden Eigenschaften erfüllen.

  1. Die Hintereinanderschaltung von messbaren Abbildungen ist messbar.
  2. Jede konstante Abbildung ist messbar.
  3. Die Identität ist messbar.
  4. Es seien 𝒜 und zwei σ-Algebren auf einer Menge M. Dann ist die Identität auf M genau dann 𝒜-messbar, wenn  𝒜  gilt.



Es sei (M,𝒜) ein Messraum und es sei mit der ganzen Potenzmenge als σ-Algebra versehen. Es sei  TM.  Zeige, dass T genau dann messbar ist, wenn die Indikatorfunktion

eT:M

messbar ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei M eine Menge und 𝒜 das Mengensystem auf M, das aus allen abzählbaren Teilmengen von M und deren Komplementen besteht. Zeige, dass 𝒜 eine σ-Algebra ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei M eine n-elementige Menge und sei k ein Teiler von n. Zeige, dass die Menge der Teilmengen von M, deren Elementanzahl ein Vielfaches von k ist, ein Dynkin-System bildet, das bei  k1,n  keine Mengen-Algebra ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Es seien M und N Mengen und es sei

F:MN

eine Abbildung.

a) Es sei 𝒜 eine σ-Algebra auf M. Zeige, dass das Mengensystem

{TNF1(T)𝒜}

eine σ-Algebra auf N ist.

b) Es sei eine σ-Algebra auf N. Zeige, dass das Mengensystem

{F1(T)T}

eine σ-Algebra auf M ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei (M,𝒜) ein Messraum und es sei  M=iIMi  eine Zerlegung von M in abzählbar viele messbare Teilmengen. Es sei

φ:MN

eine Abbildung in einen weiteren Messraum (N,). Zeige, dass φ genau dann messbar ist, wenn sämtliche Einschränkungen

φi=φ|Mi:MiN

messbar sind.



Aufgabe * (5 Punkte)

Es seien P1=(a1,b1),P2=(a2,b2) und P3=(a3,b3) drei Punkte im 2. Stelle den Flächeninhalt des zugehörigen Dreiecks mit a1,b1,a2,b2,a3,b3 dar.



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