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Kurs:Analysis (Osnabrück 2014-2016)/Teil III/Arbeitsblatt 62

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Aufwärmaufgaben

Es sei (M,d) ein metrischer Raum. Zeige, dass in M die sogenannte Hausdorff-Eigenschaft gilt, d.h. zu je zwei verschiedenen Punkten x und y gibt es offene Mengen U und V mit

xU und yV und UV=.



Zeige, dass in einem Hausdorffraum X jeder Punkt  xX  abgeschlossen ist.



Es sei X ein topologischer Raum mit einer abzählbaren Basis. Zeige, dass dann auch jeder Unterraum  YX  mit der induzierten Topologie eine abzählbare Basis besitzt.



Es sei X ein topologischer Raum mit einer abzählbaren Basis. Zeige, dass es zu jeder Überdeckung  U=iIUi  mit offenen Mengen Ui eine abzählbare Teilüberdeckung gibt.



Es sei (X,𝒯) ein topologischer Raum und sei 𝒜 die davon erzeugte Mengenalgebra. Zeige, dass diese genau aus allen endlichen Vereinigungen

(U1A1)(U2A2)(UnAn)

mit offenen Mengen U1,,Un und abgeschlossenen Mengen A1,,An besteht.



Es sei (M,𝒜,μ) ein Maßraum. Zeige, dass die Menge der Nullmengen von M ein Mengen-Präring ist.



Es sei (M,𝒜,μ) ein Maßraum. Zeige, dass die Mengen

{T𝒜μ(T)<},

einen Mengen-Präring, aber im Allgemeinen keine Mengen-Algebra bilden.



Es sei (X,) ein Messraum und μ und ν seien Maße darauf.

a) Ist die durch

(μ+ν)(T):=μ(T)+ν(T)

für  T  definierte Abbildung ein Maß?

b) Ist die durch

(μν)(T):=max(μ(T),ν(T))

für  T  definierte Abbildung ein Maß?



Es sei (M,𝒜,μ) ein Maßraum und  c0.  Zeige, dass durch

λ(T):=cμ(T)

ein Maß auf M definiert ist.[1] Diskutiere insbesondere die Teilmengen mit  μ(T)=



Es sei (M,𝒜) ein Messraum, der als abzählbare disjunkte Vereinigung

M=iIMi

mit  Mi𝒜  gegeben ist. Es seien μi, iI, Maße auf (Mi,𝒜|Mi). Zeige, dass es ein eindeutiges Maß μ auf M derart gibt, dass die Einschränkungen von μ auf die (Mi,𝒜|Mi) mit μi übereinstimmen.



Es sei (M,𝒜) ein Messraum. Wir nennen ein Maß auf M explosiv, wenn es lediglich die Werte 0 und annimmt.

a) Zeige, dass (für T𝒜) durch

γ(T)={0, falls T=,, falls T,

ein Maß definiert ist.

b) Es sei μ ein Maß auf (M,𝒜). Zeige, dass durch

λ(T)={0, falls μ(T)=0,, falls μ(T)>0,

ebenfalls ein Maß definiert ist.



Bestimme die Belegungsfunktion zu einem Dirac-Maß.



Man mache sich klar, dass die Maßtheorie auf den natürlichen Zahlen „nahezu“ äquivalent ist zur Theorie der Reihen mit nichtnegativen reellen Summanden. Warum nur nahezu? Welches maßtheoretische Konzept korrespondiert dabei zur Konvergenz der Reihe?



Der Messraum (+,𝔓(+)) sei mit dem Maß versehen, bei dem die Zahl n den Wert  μ(n)=1n  erhält. Bestimme für möglichst viele Teilmengen  T+  den Wert μ(T).




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (4 Punkte)

Es sei (M,𝒜) ein Messraum und sei

fn:M

eine Folge von messbaren Funktionen. Zeige, dass

{xMfn(x) konvergiert}

messbar ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Zeige, dass es eine abzählbare Familie von offenen Bällen im n gibt, die eine Basis der Topologie bilden.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei X ein Hausdorffraum und es seien  T1,T2X  zwei disjunkte endliche Teilmengen. Zeige, dass es offene Mengen  U1,U2X  mit  T1U1,   T2U2  und mit  U1U2=  gibt.



Aufgabe (3 Punkte)

Zeige, dass es auf jedem endlichdimensionalen reellen Vektorraum ein wohldefiniertes Konzept von Borel-Mengen gibt.



Aufgabe (7 Punkte)

Zeige, dass die Menge der stetigen wachsenden Funktionen

f:

mit  f(),  mit  f(0)=0  und  f(1)=1  überabzählbar ist.




Fußnoten
  1. Dieses Maß nennt man das mit c umskalierte Maß.


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