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Kurs:Einführung in die Algebra (Osnabrück 2009)/1/Klausur mit Lösungen

Aus Wikiversity

Aufgabe * (4 Punkte)

Beweise mittels der Division mit Rest, dass jede Untergruppe H von die Gestalt H=d mit einem d besitzt.

Es sei H eine Untergruppe. Bei H=0 kann man d=0 nehmen, sodass wir voraussetzen dürfen, dass H neben 0 noch mindestens ein weiteres Element x enthält. Wenn x negativ ist, so muss die Untergruppe H auch das Negative davon, also x enthalten, welches positiv ist. D.h. H enthält auch positive Zahlen. Es sei nun d die kleinste positive Zahl aus H. Wir behaupten H=d. Dabei ist die Inklusion dH klar, da mit d alle (positiven und negativen) Vielfache von d dazugehören müssen. Für die umgekehrte Inklusion sei hH beliebig. Nach Satz 3.1 gilt

h=qd+r mit 0r<d.

Wegen hH und qdH ist auch r=hqdH. Nach der Wahl von d muss wegen r<d gelten: r=0. Dies bedeutet h=qd und damit hd, also Hd.


 


Aufgabe * (4 Punkte)

Es seien n,m ganze Zahlen. Zeige, dass n genau dann ein Teiler von m ist, wenn es einen Ringhomomorphismus

/(m)/(n)
gibt. Zeige durch ein Beispiel, dass es einen injektiven Gruppenhomomorphismus
/(m)/(n)

geben kann, ohne dass n ein Teiler von m ist.

Wenn n ein Teiler von m ist, so ist m=an und daher ist mn und somit gilt die Idealinklusion mn. Unter dem kanonischen Ringhomomorphismus

/(n)
wird also m auf null abgebildet und daher gibt es nach dem Satz vom induzierten Homomorphismus einen Ringhomomorphismus
/(m)/(n).

Wenn es umgekehrt einen solchen Ringhomomorphismus φ gibt, so betrachten wir insgesamt den Ringhomomorphismus

/(m)φ/(n).

Die Gesamtabbildung muss also m auf null schicken, d.h. mmodn=0, und m ist ein Vielfaches von n.

Für das Beispiel betrachten wir n=4 und m=2. In /(4) bildet die Menge {0¯,2¯} eine Untergruppe, die zu /(2) isomorph ist, sodass ein injektiver Gruppenhomomorphismus /(2)/(4) vorliegt.


 


Aufgabe * (3 Punkte)


a) Bestimme für die Zahlen 2, 9 und 25 modulare Basislösungen, finde also die kleinsten positiven Zahlen, die in

/(2)×/(9)×/(25)

die Restetupel (1,0,0),(0,1,0) und (0,0,1) repräsentieren.


b) Finde mit den Basislösungen die kleinste positive Lösung x der simultanen Kongruenzen

x=0mod2,x=3mod9 und x=5mod25.


a) Modulare Basislösungen. Es ist 9×25=225, und dies hat modulo 2 den Rest 1.

Es ist 2×25=50, und 50 hat modulo 9 den Rest 5, und 100 hat modulo 9 den Rest 1.

Es ist 2×9=18. Wir gehen die Vielfachen von 18 durch und berechnen die Reste modulo 25:

18,36=11,54=4,72=22,90=15,108=8,126=1.

Die Basislösungen sind also 225,100,126.


b) Eine Lösung für die angegebenen simultanen Kongruenzen ist (modulo 2925=450)

0225+3100+5126=300+630=930=30.

Daher ist 30 die kleinste positive Lösung.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Wie viele Elemente besitzt die von der Drehung um 45 Grad, von der Drehung um 99 Grad und von der Zwölfteldrehung erzeugte Untergruppe der Drehgruppe SO2?

Wir schreiben die Drehungen als Teildrehungen einer Volldrehung, also

45360=18,99360=1140,112.
Mit dem Hauptnenner 120 sind dies die Drehungen
15120,33120,10120.

Jede dieser Drehungen ist ein Vielfaches der 1120-Drehung. Andererseits sind die Zahlen 15,33 und 10 teilerfremd, sodass es eine Darstellung der 1 gibt. Daher ist die von den drei Drehungen erzeugte Untergruppe genau die von der 1120-Drehung erzeugte Untergruppe und enthält daher 120 Elemente.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Es sei R ein kommutativer Ring und  fR.  Charakterisiere mithilfe der Multiplikationsabbildung

μf:RR,gfg,

wann f ein Nichtnullteiler und wann f eine Einheit ist.

Die Multiplikationsabbildung ist ein Gruppenhomomorphismus, wie direkt aus dem Distributivitätsgesetz folgt. Es gilt:

f ist ein Nichtnullteiler genau dann, wenn für alle gR aus fg=0 folgt g=0. Dies ist genau dann der Fall, wenn der Kern von μf nur aus 0 besteht, was genau dann gilt, wenn μf injektiv ist.

f ist eine Einheit genau dann, wenn es ein gR gibt mit fg=1, was genau dann der Fall ist, wenn 1 zum Bild von μf gehört. Dies wiederum ist äquivalent dazu, dass μf surjektiv ist, denn aus fg=1 folgt sofort h=(fg)h=f(gh) für jedes hR.


 


Aufgabe * (6 (2+1+1+2) Punkte)

Wir betrachten den Würfel.


Es sei α diejenige Drehung am Würfel um die Achse durch die Eckpunkte A und G, die den Eckpunkt B auf D schickt, und es sei β die Halbdrehung um die vertikale Achse (also die Gerade, die durch den Mittelpunkt der Seitenfläche A,B,C,D und den Mittelpunkt der Seitenfläche E,F,G,H läuft).

a) Man gebe die Wertetabellen für die Permutationen auf der Eckpunktmenge {A,B,C,D,E,F,G,H}, die durch α,β,αβ und βα bewirkt werden.

b) Bestimme die Drehachse von αβ und von βα sowie die Ordnung dieser Drehungen.

c) Man gebe die Zyklendarstellung der von α2 bewirkten Permutation auf der Eckpunktmenge an. Was ist α1001?

d) Man betrachte die Permutation σ, die auf der Eckpunktmenge durch die Wertetabelle

x A B C D E F G H
σ(x) B C D A G H E F

gegeben ist. Gibt es eine Drehung des Würfels, die diese Permutation bewirkt? Berechne das Signum von σ.


a) Die Wertetabellen für die angegebenen Permutationen sind


x A B C D E F G H
α(x) A D H E B C G F


x A B C D E F G H
β(x) C D A B G H E F


x A B C D E F G H
αβ(x) H E A D G F B C


x A B C D E F G H
βα(x) C B F G D A E H


b) Die Drehachse von αβ ist die Gerade durch die beiden Eckpunkte D und F und die Drehachse von βα ist die Gerade durch die beiden Eckpunkte B und H. Beides sind Dritteldrehungen, ihre Ordnung ist 3.

c) Aus der Wertetabelle für α kann man leicht diejenige für α2 errechnen, und damit auch die Zykledarstellung. Diese ist

B,E,DC,F,H.

Die Ordnung von α ist 3, daher ist  α1001=α2

d) σ stimmt auf den unteren Eckpunkten E,F,G,H mit der durch β definierten Permutation überein. Würde σ von einer Würfelbewegung γ herrühren, so wäre βγ1 die Identität auf der unteren Ebenen und müßte dann überhaupt die Identität sein. Dann wäre

β=γ,

was aber wegen

β(A)=CB=γ(A)

nicht der Fall ist.

σ hat die Zyklendarstelung

σ=A,B,C,DE,GH,F,

die wir als Produktdarstellung lesen. Der vordere Zyklus ist als Produkt geschrieben

A,B,C,D=B,CC,DD,A.

Insgesamt ist σ das Produkt von 5 Transpositionen und daher ist das Signum 1.


 

Die nächste Aufgabe verwendet die folgende Definition.


Ein kommutativer Ring heißt angeordnet, wenn es eine totale Ordnung auf R gibt, die die beiden Eigenschaften

  1. Aus  ab  folgt  a+cb+c  für beliebige  a,b,cR
  2. Aus  a0  und  b0  folgt  ab0  für beliebige  a,bR

erfüllt.


Die Schreibweise a>b bedeutet ab und ab. Die Schreibweise ab bedeutet ba.


Aufgabe * (10 Punkte)

Es sei R ein angeordneter Integritätsbereich.

a) Zeige, dass aus cacb mit c>0 folgt, dass ab ist.

b) Zeige, dass 1>0 in R gilt.

c) Zeige, dass aus a<0 die Eigenschaft a>0 folgt.

d) Es sei K=Q(R) der Quotientenkörper von R. Definiere eine Ordnungsrelation auf K, die auf RK mit der vorgegebenen Ordnung übereinstimmt, und die K zu einem angeordneten Körper macht.

(Tipp: es empfiehlt sich, die Nenner positiv anzusetzen).


a) Angenommen, unter den angegebenen Voraussetzungen wäre nicht ab. Da eine totale Ordnung vorliegt, ist dann a<b. D.h. insbesondere ab und daraus folgt acbc. Wenn dies gleich wäre, würde wegen der Kürzbarkeit in einem Integritätsbereich und wegen c0 sofort a=b folgen, was ausgeschlossen ist. Daher ist ac<bc im Widerspruch zur Voraussetzung.

b) Die Eigenschaft 1>0 ist aufgrund der ersten Eigenschaft äquivalent zu 0>1, sodass wir 10 annehmen. Aufgrund der zweiten Eigenschaft ist dann 1=(1)(1)(1)0=0 und wegen 10 in einem Integritätsbereich folgt doch 1>0.

c) Aus a<0 folgt durch beidseitige Addition mit a sofort 0a. Würde 0=a gelten, so folgt a=0 im Widerspruch zur Voraussetzung, also ist 0<a.

d) Ein Element im Quotientenkörper K=Q(R) wird repräsentiert durch einen Bruch ab mit a,bR, b0. Dabei ist ab=cd definitionsgemäß genau dann, wenn ad=bc ist. Da eine totale Ordnung vorliegt, kann man stets annehmen, dass die Nenner positiv sind, da man mit 1 erweitern kann (nach Teil (c)). Im Folgenden nehmen wir alle Nenner als positiv an. Wir definieren

abcd wenn adcb.
Man muss die Wohldefiniertheit dieser Definition nachweisen und dass die Eigenschaften eines geordneten Ringes erfüllt sind. Zur Wohldefiniertheit sei
abcd
und
ab=ab und cd=cd.

Dann ist

adcb=adbc.

Bei c>0 ist

adcb=adbccbcb

und daraus folgt durch Kürzen (nach Teil (a)) adcb wie gewünscht. Bei c=0 ist auch c=0 und ab0 bedeutet a0 und damit muss auch a0 und ad0 sein. Bei c<0 ist auch c<0. Dann ist bc<0 und bc>0, also

ad(cb)=ad(bc)cb(cb).

Daraus ergibt sich adcb. Daher ist die Ordnung wohldefiniert.

Jetzt sind die Ordnungseigenschaften zu testen. Es seien x=ab, y=cd und z=ef. Wir können stets zu einem Hauptnenner übergehen, also b=d=f>0 annehmen. Aus dem bisher Bewiesenen folgt, dass abcb genau dann gilt, wenn ac ist.

Die Reflexivität ist trivial. Zur Transitivität sei x=aby=cb und y=cbz=eb. Also ist ac und ce und daher ist ae und somit auch xz.

Zur Antisymmetrie sei abcb und abcb. Dann ist direkt a=c und die Brüche stimmen überein.

Wir kommen nun zu den Eigenschaften eines geordneten Ringes.

(1). Aus x=aby=cb folgt sofort ac. Daher ist a+ec+e und somit wiederum

x+z=a+ebc+eb=y+z.

(2). Es sei xy und z0. Dann ist ac und e0 und somit aece. Also ist

xz=abeb=aeb2ceb2=cbeb=yz.

Es ist trivial, dass eine Fortsetzung der Ordnung und eine totale Ordnung vorliegt.


 


Aufgabe * (5 Punkte)

Bestimme die Primfaktorzerlegung des Polynoms X61 über den Körpern  K=,,,/(7)  und /(5).

Es ist (über jedem Körper)

X61=(X21)(X4+X2+1)=(X1)(X+1)(X4+X2+1)=(X1)(X+1)(X2+X+1)(X2X+1).

Dies kann man direkt bestätigen, es ergibt sich aber auch aus der Produktzerlegung von X61 mit Hilfe der Kreisteilungspolynome. Über den komplexen Zahlen ist

X61=k=05(Xe2πik6).

Da davon vier Nullstellen nicht reell sind, müssen die beiden quadratischen Polynome von oben über und über irreduzibel sein, sodass die obige Faktorzerlegung über diesen Körpern die Primfaktorzerlegung ist.

Über /(7) gilt aufgrund des kleinen Fermat für jede Einheit  x6=1.  Daher ist die Faktorzerlegung

X61=(X1)(X2)(X3)(X4)(X5)(X6).

Über /(5) haben die beiden Polynome X2+X+1 und X2X+1 keine Nullstelle, sind also irreduzibel, und daher ist die obige Zerlegung auch die Primfaktorzerlegung über /(5).


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Betrachte den Körper

K=𝔽4=/(2)[U]/(U2+U+1).

Führe im Polynomring K[X] die Polynomdivision

X4+uX3+(u+1)X+1 durch uX2+X+u+1

aus, wobei u die Restklasse von U in K bezeichnet.

Die Division mit Rest ergibt

X4+uX3+(u+1)X+1=(uX2+X+u+1)((u+1)X2+(u+1)X+(u+1))+uX+u+1.


 


Aufgabe * (6 Punkte)

Es sei 𝔽q ein endlicher Körper der Charakteristik ungleich 2. Zeige unter Verwendung der Isomorphiesätze, dass genau die Hälfte der Elemente aus 𝔽q× ein Quadrat in 𝔽q ist.

Wir betrachten die Abbildung

𝔽q×𝔽q×,xx2,

der Einheitengruppe in sich. Diese schickt 1 auf 1 und wegen  (xy)2=x2y2  handelt es sich um einen Gruppenhomomorphismus. Der Kern dieser Abbildung besteht aus den  x𝔽q×  mit  x2=1,  also aus den Nullstellen des Polynoms X21. Dessen Nullstellen sind gerade 1 und 1, weitere Nullstellen kann es nicht geben, da die Anzahl der Nullstellen durch den Grad des Polynoms beschränkt ist. Bei  1=1  wäre  2=0,  was aufgrund der Charakteristik ausgeschlossen ist. Also besteht der Kern genau aus zwei Elementen. Nach dem Isomorphiesatz ist das Bild isomorph zum Urbild modulo Kern. Das Bild ist genau die Menge der Quadrate in der Einheitengruppe, und diese ist isomorph zu 𝔽q×/{+1,1}. Jede Nebenklasse besitzt daher zwei Elemente und die Anzahl der Nebenklassen ist daher q12. Die Hälfte der Einheiten sind also Quadrate.


 


Aufgabe * (4 Punkte)

Beschreibe den Körper mit neun Elementen 𝔽9 als einen Restklassenkörper von /(3)[X]. Man gebe eine primitive Einheit in 𝔽9 an.

In /(3) ist 2 kein Quadrat, wie man direkt nachrechnet. Daher ist X22=X2+1/(3)[X] ein irreduzibles Polynom und daher ist der Restklassenring

/(3)[X]/(X2+1)

ein Körper. Jedes Element wird dabei eindeutig geschrieben in der Form ax+b (x bezeichnet die Restklasse von X) mit a,b/(3), sodass es sich um einen Körper mit 9 Elementen handelt.

Die Einheitengruppe von diesem Körper besitzt 8 Elemente. Alle Elemente haben also eine Zweierpotenz als Ordnung, und wir brauchen ein Element der Ordnung 8. Wir betrachten das Element x+1. Es ist

(x+1)2=x2+2x+1=2x+3=2x1

und

(2x)2=4x2=x2=21.

Daher ist die Ordnung von x+1 weder 1 noch 2 noch 4, also muss sie gleich 8 sein und es liegt ein primitives Element vor.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Schreibe den Restklassenring [X]/(X41) als ein Produkt von Körpern, wobei lediglich die Körper und [i] vorkommen. Schreibe die Restklasse von X3+X als ein Tupel in dieser Produktzerlegung.

Es ist

X41=(X21)(X2+1)=(X+1)(X1)(X2+1)

und  X2+1[X]  ist irreduzibel, da es keine rationale Nullstelle besitzt. Es handelt sich also um die Primfaktorzerlegung, wobei die Faktoren paarweise nicht assoziiert sind, da sie ja alle normiert sind. Nach dem chinesischen Restsatz für Hauptidealbereiche gilt daher die Produktzerlegung

[X]/(X41)[X]/(X+1)×[X]/(X1)×[X]/(X2+1)××[i],

wobei wir für das zweite Gleichheitszeichen die Einsetzungen X1 und X1 und die Isomorphie

[X]/(X2+1)[i]

verwendet haben. Das Element  X3+X=X(X2+1)  wird unter den drei Projektionen auf 2,2 und 0 abgebildet, es ist also gleich

(2,2,0).


 


Aufgabe * (7 Punkte)

Formuliere und beweise die „Gradformel“ für eine Kette von endlichen Körpererweiterungen KLM.

Die Gradformel besagt

gradKM=(gradKL)(gradLM).

Wir setzen gradKL=n und gradLM=m. Es sei x1,,xnL eine K-Basis von L und y1,,ymM eine L-Basis von M. Wir behaupten, dass die Produkte

xiyj,1in,1jm,

eine K-Basis von M bilden. Wir zeigen zuerst, dass diese Produkte den Vektorraum M über K aufspannen. Es sei dazu zM. Wir schreiben

z=b1y1++bmym mit Koeffizienten bjL.
Wir können jedes bj als

bj=a1jx1++anjxn mit Koeffizienten aijK ausdrücken. Das ergibt

z=b1y1++bmym=(a11x1++an1xn)y1++(a1mx1++anmxn)ym=1in,1jmaijxiyj.

Daher ist z eine K-Linearkombination der Produkte xiyj.
Um zu zeigen, dass diese Produkte linear unabhängig sind, sei

0=1in,1jmcijxiyj

angenommen mit cijK. Wir schreiben dies als 0=j=1m(i=1ncijxi)yj. Da die yj linear unabhängig über L sind und die Koeffizienten der yj zu L gehören folgt, dass i=1ncijxi=0 ist für jedes j. Da die xi linear unabhängig über K sind und cijK ist folgt, dass cij=0 ist für alle i,j.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Es seien zwei verschiedene Punkte M,P in der Ebene gegeben. Es bezeichne K den Kreis mit Mittelpunkt M durch den Punkt P. Konstruiere (ohne andere Konstruktionen zu verwenden) die Tangente an den Kreis K durch P. Skizziere die Situation.

Wir zeichnen den Kreis C mit Mittelpunkt P durch den Punkt M. Die Verbindungsgerade G durch M und P hat mit C (neben M) noch einen weiteren Schnittpunkt, den wir mit S bezeichnen. Wir zeichnen Kreise K1 und K2 mit Mittelpunkt S durch M und mit Mittelpunkt M durch S. Die beiden Schnittpunkte von K1 und K2 definieren eine Gerade H, und diese verläuft durch P und steht senkrecht auf G (H ist die halbierende Senkrechte der Strecke von M nach S), sodass H die Tangente an P ist.


 


Aufgabe * (2 Punkte)

Charakterisiere mithilfe von Fermatschen Primzahlen (ohne Beweis) diejenigen natürlichen Zahlen n, für die das reguläre n-Eck konstruierbar ist. Wende diese Charakterisierung für n zwischen 30 und 40 an.

Zu einer natürlichen Zahl n ist das reguläre n-Eck genau dann konstruierbar, wenn die Primfaktorzerlegung von n die Gestalt hat

n=2αp1pk

mit verschiedenen Fermatsche Primzahlen p1,,pk. Dabei ist eine Fermatsche Primzahl eine Primzahl der Form  p=2s+1.  Für das Zahlenintervall von 30 bis 40 sind nur die Fermatschen Primzahlen 3,5,17 relevant, und daher sind lediglich die regulären n-Ecke für

30=235,32=25,34=217,40=235

konstruierbar.


 



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