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Kurs:Invariantentheorie (Osnabrück 2012-2013)/Arbeitsblatt 18

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Aufwärmaufgaben

Es sei K ein kommutativer Ring und  H=K[X]  sei mit der in Beispiel 17.9 eingeführten (additiven) K-Hopf-Algebrastruktur versehen. Zeige, dass zu einer kommutativen K-Algebra L die induzierte Gruppenstruktur auf

L(Spek(H))(L)

mit der Addition auf L übereinstimmt.



Es sei K ein kommutativer Ring und H eine kommutative K-Hopf-Algebra zusammen mit einer Kooperation von H auf der kommutativen K-Algebra R. Wir betrachten die beiden K-Algebrahomomorphismen

N:RHKR

(die Kooperation) und

ι2:RHKR,r1r.

Zeige, dass die Menge

S={rRN(r)=ι2(r)}

eine K-Unteralgebra von R ist.


Den in der vorstehenden Aufgabe definierten Unterring nennt man auch den Invariantenring der Kooperation.


Es sei X eine Menge, auf der eine Gruppe G operiere, und sei

φ:XY

eine Abbildung in eine weitere Menge Y. Zeige, dass φ genau dann G-invariant ist, wenn das Diagramm

G×XνXp2φXφY

kommutiert, wobei ν die Gruppenoperation und p2 die zweite Projektion bezeichnet.



Es sei K ein kommutativer Ring und R eine kommutative K-Algebra, auf der eine endliche Gruppe G als Gruppe von K-Algebraautomorphismen operiere.

a) Definiere eine Kooperation der Hopf-Algebra  H=Abb(G,K)  auf R derart, dass man über die zugehörige Operation der Spektren die ursprüngliche Operation zurückgewinnt.


b) Zeige, dass der Invariantenring RG mit dem Invariantenring zur Kooperation übereinstimmt.



Es sei K ein kommutativer Ring, D eine kommutative Gruppe und K[D] der zugehörige Gruppenring mit der in Beispiel 17.11 beschriebenen Hopf-Struktur. Es sei A eine kommutative K-Algebra.

  1. Es liege eine D-Graduierung von A (als K-Algebra) vor. Zeige, dass durch
    AK[D]KA,adTdad,

    eine K-Kooperation der Hopf-Algebra K[D] auf A festgelegt wird.

  2. Es liege eine K-Kooperation
    N:AK[D]KA
    von K[D] auf A vor. Zeige, dass durch
    Ad:={aATda=N(a)}

    eine D-Graduierung auf A festgelegt wird.

  3. Zeige, dass die Zuordnungen aus (1) und (2) invers zueinander sind.



Es sei K ein Körper und sei  A=K[X1,,Xn].  Definiere eine Hopf-Algebrastruktur auf A derart, dass zu jeder kommutativen K-Algebra L ein natürlicher Gruppenisomorphismus

(Spek(K[X1,,Xn]))(L)(Ln,+)

besteht.


Bei den beiden folgenden Aufgaben denke man an lineare Gleichungen, insbesondere daran, wie sich die Lösungen einer homogenen Gleichung zu den Lösungen einer inhomogenen Gleichung verhalten.


Es sei R ein kommutativer Ring,  f1,,fnR  und

A=R[T1,,Tn]/(f1T1++fnTn).

Definiere eine Hopf-Algebrastruktur auf A (über R).



Es sei R ein kommutativer Ring,  f1,,fn,fR.  Wir setzen

A=R[T1,,Tn]/(f1T1++fnTn),

versehen mit der in Aufgabe 18.7 diskutierten Hopf-Algebrastruktur, und

B=R[T1,,Tn]/(f1T1++fnTn+f).

Definiere eine Kooperation von A auf B (über R).




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein kommutativer Ring und  H=K[X,X1]=K[X]X  sei mit der in Beispiel 17.10 eingeführten (multiplikativen) K-Hopf-Algebrastruktur versehen. Zeige, dass zu einer kommutativen K-Algebra L die induzierte Gruppenstruktur auf  L×(Spek(H))(L)  mit der Multiplikation übereinstimmt.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein kommutativer Ring, D eine kommutative Gruppe und K[D] der zugehörige Gruppenring. Bestimme zu einer kommutativen K-Algebra L die Gruppe (Spek(K[D]))(L).



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