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Kurs:Grundkurs Mathematik/Teil I/17/Klausur mit Lösungen

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Aufgabe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
Punkte 3 3 1 2 2 2 2 4 2 5 1 3 3 2 3 3 3 3 1 2 3 5 3 3 64

Aufgabe * (3 Punkte)

Definiere die folgenden (kursiv gedruckten) Begriffe.

  1. Eine Abbildung F von einer Menge L in eine Menge M.
  2. Eine Ordnungsrelation auf einer Menge I.
  3. Die Differenz ab von natürlichen Zahlen a,b mit  ba
  4. Der Binomialkoeffizient (nk).
  5. Ein proportionaler Zusammenhang zwischen zwei Größen.
  6. Die Darstellung eines Dezimalbruches im Dezimalsystem.
  1. Eine Abbildung F von L nach M ist dadurch gegeben, dass jedem Element der Menge L genau ein Element der Menge M zugeordnet wird.
  2. Die Relation heißt Ordnungsrelation, wenn folgende drei Bedingungen erfüllt sind.
    1. Es ist ii für alle iI.
    2. Aus ij und jk folgt stets ik.
    3. Aus ij und ji folgt i=j.
  3. Die Differenz ab ist diejenige natürliche Zahl c für die  a=b+c  gilt.
  4. Der Binomialkoeffizient ist durch
    (nk)=n!k!(nk)!

    definiert.

  5. Zwischen den Größen x und y liegt ein proportionaler Zusammenhang vor, wenn die Beziehung
    y=cx

    mit einer festen Zahl c besteht.

  6. Es sei ein Dezimalbruch
    a10k

    mit a=±b, b, und k gegeben, und es sei

    b=i=0nbi10i=bnb1b0

    die Dezimaldarstellung von b. Dann nennt man

    ±bnbk,bk1b1b0

    die Darstellung des Dezimalbruches im Dezimalsystem.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Formuliere die folgenden Sätze.

  1. Der Satz über die Beschreibung des Durchschnitts von Untergruppen von .
  2. Der Satz über das inverse Element in einer Gruppe (G,,e).
  3. Der Satz über das Monotonieverhalten linearer Funktionen.
  1. Es seien a1,,ak ganze Zahlen. Dann ist
    a1a2ak=u,

    wobei u das kleinste gemeinsame Vielfache

    der a1,,ak ist.
  2. Zu jedem xG ist das Element yG mit
    xy=e
    eindeutig bestimmt.
  3. Es sei K ein angeordneter Körper, cK und
    f:KK,xcx,

    die zugehörige lineare Funktion. Dann gelten folgende Aussagen.

    1. Bei  c>0  ist f streng wachsend.
    2. Bei  c=0  ist f konstant und damit (nicht streng) wachsend und fallend
    3. Bei  c<0  ist f streng fallend.


 


Aufgabe * (1 Punkt)

Finde einen möglichst einfachen aussagenlogischen Ausdruck, der die folgende tabellarisch dargestellte Wahrheitsfunktion ergibt.

p q ?
w w w
w f w
f w w
f f f
pq.


 


Aufgabe * (2 Punkte)

E wurde ermordet. Es gelten folgende Sachverhalte.

  1. Der Mörder ist A oder B oder C oder D.
  2. Wenn C der Mörder ist, dann ist D nicht der Mörder oder A ist der Mörder.
  3. A,B,C,D sind alle verschieden.
  4. Es gibt genau einen Mörder.
  5. Wenn A nicht der Mörder ist, dann ist D nicht der Mörder.
  6. A ist genau dann der Mörder, wenn B der Mörder ist.

Wer ist der Mörder?

Aus (6), (3) und (4) folgt, dass A und B beide nicht der Mörder sind, denn sonst wären beide der Mörder. Nach (5) ist somit auch D nicht der Mörder. Wegen (1) muss also C der Mörder sein. ((2) wird nicht verwendet.)


 


Aufgabe * (2 Punkte)

Es seien A,B und C Mengen. Beweise die Identität

A(BC)=(AB)(AC).

Es sei xA(BC). Das bedeutet xA und xBC. Dies wiederum bedeutet xB oder xBC. Somit ist insgesamt x(AB)(AC).

Es sei nun umgekehrt x(AB)(AC). Bei x(AB) ist xA und xB und somit ist insbesondere xA(BC). Ist hingegen xAC, so ist bei xAB die Zugehörigkeit zur linken Menge schon erwiesen. Also müssen wir nur noch den Fall xB betrachten. In diesem Fall ist xBC und somit ist ebenfalls xA(BC).


 


Aufgabe * (2 Punkte)

Die Absetzmulde ist voll mit Schutt und soll durch eine leere Mulde ersetzt werden, die das Absetzkipperfahrzeug bringt, das auch die volle Mulde mitnehmen soll. Auf dem Fahrzeug und auf dem Garagenvorplatz, wo die volle Mulde steht, ist nur Platz für eine Mulde. Dafür kann die Straße als Zwischenablage genutzt werden. Wie viele Ladevorgänge sind vor Ort nötig, bis der Gesamtaustausch vollständig abgeschlossen ist?

  1. Leere Mulde auf dem Straßenplatz A abladen.
  2. Volle Mulde auf Fahrzeug hochladen.
  3. Volle Mulde auf dem Straßenplatz B abladen.
  4. Leere Mulde auf Fahrzeug hochladen.
  5. Leere Mulde auf den Garagenvorplatz abladen.
  6. Volle Mulde auf Fahrzeug hochladen.

Es sind also sechs Ladevorgänge nötig.


 


Aufgabe * (2 Punkte)

Es seien L,M,N Mengen und F:LM und G:MN injektive Abbildungen. Zeige, dass die Hintereinanderschaltung GF ebenfalls injektiv ist.

Es seien  x,xL  mit

G(F(x))=G(F(x))

gegeben. Aufgrund der Injektivität von G folgt

F(x)=F(x)

und aufgrund der Injektivität von F folgt

x=x,

was die Injektivität von GF bedeutet.


 


Aufgabe * (4 (1+1+1+1) Punkte)

  1. Es sei H die Menge aller (lebenden oder verstorbenen) Menschen. Untersuche die Abbildung
    φ:HH,

    die jedem Menschen seine Mutter zuordnet, auf Injektivität und Surjektivität.

  2. Welche Bedeutung hat die Hintereinanderschaltung φ3?
  3. Wie sieht es aus, wenn man die gleiche Abbildungsvorschrift nimmt, sie aber auf die Menge E aller Einzelkinder und auf die Menge M aller Mütter einschränkt?
  4. Seien Sie spitzfindig (evolutionsbiologisch oder religiös) und argumentieren Sie, dass die Abbildung in (1) nicht wohldefiniert ist.
  1. Die Abbildung ist nicht injektiv, da Geschwister die gleiche Mutter haben, und nicht surjektiv, da nicht jeder Mensch ein Mutter ist.
  2. Die Abbildung φ3 ordnet jedem Menschen seine Urgroßmutter in der mütterlichen Stammlinie zu.
  3. Die Abbildung ist jetzt injektiv, da verschiedene Einzelkinder verschiedene Mütter haben. Sie ist nicht surjektiv, da es Mütter gibt, die mehr als ein Kind haben.
  4. Evolutionsbiologisch: Da sich die Menschheit evolutionär aus nichtmenschlichen Vorfahren entwickelt hat, muss es in der Folge φn(x), n, einen Übergang von Mensch zu Nichtmensch geben, also ein  n  derart, dass φn(x) schon ein Mensch ist, aber φn+1(x) noch nicht. Für φn(x) ist dann die Abbildung nicht definiert. Religiös: Adam und Eva haben keine Mutter, obwohl sie Menschen sind.


 


Aufgabe * (2 (0.5+0.5+0.5+0.5) Punkte)

Wir zählen

 ich, Mama, Oma,Uroma,Ururoma,.
  1. Was ist die Mama der Urururoma?
  2. Was ist die Uroma der Uroma?
  3. Was ist die Oma der Oma der Oma?
  4. Was ist die Ururoma der Uroma?
  1. Ururururoma.
  2. Ururururoma.
  3. Ururururoma.
  4. Urururururoma.


 


Aufgabe * (5 Punkte)

Wir betrachten die natürliche Additionstabelle bis zu einer bestimmten Zahl n, also

+ 1 2 3 n1 n
1 1+1 1+2 1+3 1+n1 1+n
2 2+1 2+2 2+3 2+n1 2+n
3 3+1 3+2 3+3 3+n1 3+n
n1 n1+1 n1+2 n1+3 n1+n1 n1+n
n n+1 n+2 n+3 n+n1 n+n

Zeige durch Induktion, dass die Gesamtsumme aller in der Tabelle auftretenden Summen gleich (n+1)n2 ist, also

1in,1jn(i+j)=(n+1)n2.

Für  n=1  gibt es nur den einen Summanden 1+1, sodass der Induktionsanfang gesichert ist. Es sei die Aussage für ein n bewiesen. Wir unterteilen die zu berechnende Summe je nachdem, ob die beteiligten Summanden kleiner oder gleich n+1 sind. Dann ist unter Verwendung der Induktionsvoraussetzung und der Formel für die Summe der ersten n Zahlen

1in+1,1jn+1(i+j)=1in,1jn(i+j)+1jn(n+1+j)+1in(i+n+1)+(n+1)+(n+1)=(n+1)n2+21jn(n+1+j)+2(n+1)=(n+1)n2+2n(n+1)+21jnj+2(n+1)=(n+1)n2+2n(n+1)+n(n+1)+2(n+1)=(n+1)(n2+2n+n+2)=(n+1)(n+2)(n+1)=(n+2)(n+1)2.


 


Aufgabe * (1 Punkt)

Ersetze im Ausdruck

XYZUWXYZVT

simultan die Buchstaben X durch M, Y durch A, Z durch T, U durch H, V durch E, W durch I, T durch K.

Dier Ersetzung der Buchstaben in

XYZUWXYZVT

führt auf

MATHIMATEK.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Wir rechnen mit den Zahlen 0,1,2,viele(v) nach den folgenden Verknüpfungstabellen.

+ 0 1 2 v
0 0 1 2 v
1 1 2 v v
2 2 v v v
v v v v v

und

0 1 2 v
0 0 0 0 0
1 0 1 2 v
2 0 2 v v
v 0 v v v


Zeige, dass es sich dabei um einen kommutativen Halbring handelt. Gilt für diesen die Abziehregel?

Es sei H die in Frage stehende Struktur mit der angegebenen Addition und Multiplikation. Die Abbildung

φ:H,

die 0 auf 0, 1 auf 1, 2 auf 2 und jede weitere Zahl auf v abbildet, ist surjektiv und sie respektiert, wie eine direkte Durchsicht zeigt, die Addition und die Multiplikation. Somit übertragen sich die Gesetze eines kommutativen Halbringes von nach H. Die Abziehregel gilt in H nicht, da

1+v=v=2+v

ist, aber

12.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Zeige durch Induktion, dass jede natürliche Zahl  n2  eine Zerlegung in Primzahlen besitzt.

Wir beweisen die Existenz durch Induktion über n.  Für  n=2  liegt eine Primzahl vor. Bei  n3  ist entweder n eine Primzahl, und diese bildet die Primfaktorzerlegung, oder aber n ist keine Primzahl. In diesem Fall gibt es eine nichttriviale Zerlegung  n=ab  mit kleineren Zahlen  a,b<n.  Für diese Zahlen gibt es nach Induktionsvoraussetzung jeweils eine Zerlegung in Primfaktoren, und diese setzen sich zu einer Primfaktorzerlegung für n zusammen. 


 


Aufgabe * (2 Punkte)

Bestimme den Rest von 10 bei Division durch 1,2,3,4,5,6,7,8,9.

Die Reste r bei Division von 10 durch d sind

d 1 2 3 4 5 6 7 8 9
r 0 0 1 2 0 4 3 2 1


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Beschreibe einen Algorithmus, der zu einer beliebigen im Dezimalsystem gegebenen Zahl  n1  ihren Vorgänger im Dezimalsystem bestimmt.

Die Zahl sei durch die Ziffernfolge aka1a0 im Dezimalsystem gegeben. Da 0 ausgeschlossen ist, muss bei  a0=0  die Zahl zumindest zweistellig sein, also  k1.  Der Vorgänger zu dieser Zahl wird durch das folgende Verfahren bestimmt.

  1. Wenn  a00  ist, so ersetzt man die hinterste Ziffer a0 durch ihren (einstelligen) Vorgänger. Dieser ist durch die Reihenfolge in der Liste 0,1,2,3,4,5,6,7,8,9 bestimmt. Die anderen Ziffern werden übernommen.
  2. Wenn  a0=0  ist, so sei der Index s durch die Eigenschaft charakterisiert, dass
    a0=a1==as=0

    und  as+10  ist. Da die Zahl nicht selbst 0 ist, muss es ein solches s geben. Der Vorgänger ergibt sich, wenn man an den hinteren s+1 Stellen die zusammenhängenden Nullen durch Neunen ersetzt, die Ziffer as+1 durch ihren einstelligen Vorgänger (gemäß Liste) ersetzt und die übrigen Ziffern beibehält.

Dieses Verfahren ist korrekt, da es den entsprechenden Nachfolgeralgorithmus invertiert.


 


Aufgabe (3 Punkte)

Professor Knopfloch sorgt mal wieder für allgemeine Verwirrung. Je nach Tageslaune schreibt er

  1. (i=0kai10i)(j=0bj10j)=s=0k+(i+j=saibj)10s,
  2. (i=0kai10i)(j=0bj10j)=s=0k+(i=0kaibsi)10s,
  3. (i=0kai10i)(j=0bj10j)=s=0k+(i=max(s,0)min(k,s)aibsi)10s.

Welche Schreibweisen sind richtig, welche falsch? Was muss man bei den einzelnen Schreibweisen beachten?

Dezimalsystem/Ausmultiplizieren/Knopfloch/Aufgabe/Lösung

 


Aufgabe * (3 Punkte)

Heidi Gonzales beschließt, sich eine Woche lang ausschließlich von Heidelbeeren zu ernähren, und ihre Nahrungszufuhr gleichmäßig über ihre Wachzeit (16 Stunden pro Tag) zu verteilen. Ihr täglicher Kalorienbedarf liegt bei 2000 kcal und 100 Gramm Heidelbeeren enthalten 42 kcal. Eine mittlere Heidelbeere wiegt 1,5 Gramm. In welchem Zeitabstand muss sie sich eine Heidelbeere einwerfen?

Heidi muss pro Tag 2000:4247,6 mal 100 Gramm Heidelbeeren essen, also 4,76 Kilogramm. Wegen 4760:1,53173 sind das 3173 Heidelbeeren pro Tag. Die 16 Stunden haben 163600=57600 Sekunden. Es ist 57600:317318,15. Sie muss also alle 18,15 Sekunden eine Heidelbeere essen.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Beweise die Nichtnullteilereigenschaft für einen Körper K.

 Nehmen wir an, dass a und b beide von 0 verschieden sind. Dann gibt es dazu inverse Elemente a1 und b1 und daher ist  (ab)(b1a1)=1.  Andererseits ist aber nach Voraussetzung  ab=0  und daher ist nach Satz . (Grundkurs Mathematik (Osnabrück 2026-2027))  (1)

(ab)(b1a1)=0(b1a1)=0,
 sodass sich der Widerspruch

 0=1  ergibt.


 


Aufgabe (1 Punkt)

Jemand sagt: „Das ist paradox. Einerseits ist doch  73=146,  aber andererseits ist

7=23+1

und

14=26+2,

die Reste bei der Division sind also verschieden“. Was ist davon zu halten?

Rationale Zahlen/Division mit Rest/Aufgabe/Lösung

 


Aufgabe * (2 Punkte)

Zeige, dass die Gleichung

2n=1a+1b

in auch Lösungen  ab  besitzt.

Beispielsweise ist

110+115=3+230=530=16=212.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Es seien zwei Dezimalbrüche der Form

x=0,000000a

und

y=0,000000b

mit  a,b{1,2,,9}  gegeben. Dabei sei die Anzahl der Nullen nach dem Komma von x gleich m und von y gleich n. Wie viele Nullen nach dem Komma besitzt das Produkt xy, und wovon hängt das ab?

Es ist

x=a10m1

und

y=b10n1.

Somit ist

xy=a10m1b10n1=ab10mn2.

Wenn

ab<10,

so kann man daraus direkt die Ziffernentwicklung des Produktes ablesen, und dieses hat m+n+1 Nullen hinter dem Komma. Bei  ab10  ist

ab=c10+d

eine zweistellige Zahl im Dezimalsystem (wegen a,b9 kann das Produkt nocht höherstellig sein) und das Produkt besitzt m+n Nullen hinter dem Komma.


 


Aufgabe * (5 Punkte)

Es sei (,+,0) versehen mit der üblichen Addition. Es sei eine weitere Verknüpfung auf derart gegeben, dass (,+,0,,1) ein kommutativer Ring ist. Ferner gelte  11=1.  Zeige, dass die übliche Multiplikation sein muss.

Wir zeigen zuerst, dass 1 das neutrale Element zur Verknüpfung ist. Für eine natürliche Zahl n ist nach dem allgemeinen Distributivgesetz

n1=(1++1n Summanden)1=11++11n Summanden=1++1n Summanden=n.

Für negatives m mit  m=n  und  n+  ist

0=01=(n+m)1=n1+m1=n+m1

und daraus folgt

m1=n=m.

Für einen Bruch mn mit  n+  ist

mn++mnn Summanden=m

und

m=m1=(mn++mnn Summanden)1=mn1++mn1n Summanden.

Damit ist

mn1=mn,

da dies die einzige rationale Zahl ist, die n-fach mit sich selbst addiert m ergibt.

Nach dem Distributivgesetz und dem bisher Bewiesenen ist für natürliche Zahlen n,m

nm=(1++1n Summanden)m=1m++1mn Summanden=m++mn Summanden=nm.

Der gleiche Trick wie oben zeigt, dass dies auch für ganze Zahlen gilt. Wegen

ab=1ab=(1n++1nn Summanden)ab=(1nab++1nabn Summanden)

muss

1nab=abn

sein (für  n+ ), da dies die einzige rationale Zahl ist, die n-fach mit sich selbst addiert den Wert ab ergibt. Daher ist schließlich

abcd=a1bc1d=ac1b1d=(ac)1b1d=acb1d=acbd.


 


Aufgabe * (3 Punkte)

Es sei K ein angeordneter Körper und seien  a>b>0  Elemente aus K. Zeige

1ab+1a+b2a.

Es ist

1ab+1a+b=a+b(ab)(a+b)+ab(ab)(a+b)=2a(ab)(a+b)=2aa2b22aa2=2a,

wobei wir im vorletzten Schritt verwendet haben, dass Quadrate positiv und daher  a2b2a2  ist.


 


Aufgabe (3 Punkte)

Betrachte die folgenden Darstellungen von natürlichen Zahlen im Dezimalsystem,

  1. 8574,
  2. abcd,
  3. a3a2a1a0,
  4. akak1a2a1a0,
  5. i=0kai10i.

Beschreibe die Abstraktionssprünge und was dadurch erreicht wird.

Dezimalentwicklung/Abstraktionsstufe/Aufgabe/Lösung