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Kurs:Mathematik für Anwender (Osnabrück 2019-2020)/Teil I/Arbeitsblatt 28

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Übungsaufgaben

Berechne das charakteristische Polynom zur Matrix

(253742375).



Berechne das charakteristische Polynom, die Eigenwerte und die Eigenräume zur Matrix

(5734)

über .



Zeige, dass das charakteristische Polynom zu einer linearen Abbildung φ:VV auf einem endlichdimensionalen K-Vektorraum V wohldefiniert ist, also unabhängig von der gewählten Basis.



Es sei K ein Körper und sei M eine n×n-Matrix über K. Zeige, dass für jedes  λK  die Beziehung

χM(λ)=det(λEnM)

gilt.[1]



Es sei K ein Körper und sei M eine n×n-Matrix über K. Wie findet man die Determinante von M im charakteristischen Polynom χM wieder?



Zeige, dass das charakteristische Polynom der sogenannten Begleitmatrix

M=(010000100001a0a1an2an1)

gleich

χM=Xn+an1Xn1++a1X+a0

ist.



Es sei

M=(1100011000111001).


a) Bestimme das charakteristische Polynom von M.


b) Bestimme eine Nullstelle des charakteristischen Polynoms von M und klammere den entsprechenden Linearfaktor aus.


c) Begründe, dass das charakteristische Polynom von M zumindest zwei reelle Nullstellen hat.



Es sei λ eine Nullstelle des Polynoms

X3+2X22.

Zeige, dass

(1(1+λ)31(1+λ)21(1+λ)1)

ein Eigenvektor der Matrix

(1100011000111001)

zum Eigenwert λ ist.


Zur Lösung der folgenden Aufgabe ist neben den beiden vorstehenden Aufgaben auch Aufgabe 24.30 hilfreich.


Wir betrachten die Abbildung

Ψ:0404,

die einem Vierertupel (a,b,c,d) das Vierertupel

(|ba|,|cb|,|dc|,|ad|)

zuordnet. Zeige, dass es Zahlentupel (a,b,c,d) gibt, für die bei beliebig vielen Iterationen der Abbildung nie das Nulltupel erreicht wird.



Bestimme die Eigenwerte und die Eigenräume der durch die Matrix

M=(205010805)

gegebenen linearen Abbildung

φ:33,vMv.



Wir betrachten die lineare Abbildung

φ:33,

die bezüglich der Standardbasis durch die Matrix

A=(212+i0i1+i001+2i)

beschrieben wird.

a) Bestimme das charakteristische Polynom und die Eigenwerte von A.


b) Berechne zu jedem Eigenwert einen Eigenvektor.


c) Stelle die Matrix für φ bezüglich einer Basis aus Eigenvektoren auf.



Es sei

A=(466020335)Mat3×3().

Berechne:

  1. die Eigenwerte von A;
  2. die zugehörigen Eigenräume;
  3. die geometrische und algebraische Vielfachheit der einzelnen Eigenwerte;
  4. eine Matrix  CMat3×3()  derart, dass C1AC eine Diagonalmatrix ist.



Bestimme den Eigenraum und die geometrische Vielfachheit zu 2 zur Matrix

(213507938).



Zeige, dass die Matrix

(0110)

über diagonalisierbar ist.



Es sei  MMatn(K)  eine Matrix mit n (paarweise) verschiedenen Eigenwerten. Zeige, dass die Determinante von M das Produkt der Eigenwerte ist.



Es sei K ein Körper,  aK  und  m,n+  mit  1mn.  Man gebe Beispiele für n×n-Matrizen M derart, dass a ein Eigenwert zu M ist mit der algebraischen Vielfachheit n und der geometrischen Vielfachheit m.



Bestimme, welche der folgenden elementargeometrischen Abbildungen linear, welche diagonalisierbar und welche trigonalisierbar sind.

  1. Die Achsenspiegelung durch die durch  4x7y=0  gegebene Achse.
  2. Die Verschiebung um den Vektor (5,3).
  3. Die Drehung um 30 Grad gegen den Uhrzeigersinn um den Ursprung.
  4. Die Punktspiegelung mit dem Punkt (1,0) als Zentrum.



Bestimme, ob die reelle Matrix

(473275006)

trigonalisierbar ist oder nicht.



Eine lineare Abbildung

φ:22

werde bezüglich der Standardbasis durch die Matrix

(3503)

beschrieben. Finde eine Basis, bezüglich der φ durch die Matrix

(3103)

beschrieben wird.


Die nächsten Aufgaben verwenden die folgende Definition.

Es sei K ein Körper, V ein K-Vektorraum und

φ:VV

eine lineare Abbildung. Dann heißt ein Untervektorraum  UV  φ-invariant, wenn

φ(U)U

gilt.



Es sei K ein Körper, V ein K-Vektorraum und

φ:VV

eine lineare Abbildung. Zeige folgende Eigenschaften.

  1. Der Nullraum  0V  ist φ-invariant.
  2. V ist φ-invariant.
  3. Eigenräume sind φ-invariant.
  4. Es seien  U1,U2V  φ-invariante Unterräume. Dann sind auch U1U2 und U1+U2 φ-invariant.
  5. Es sei  UV  ein φ-invarianter Unterraum. Dann sind auch der Bildraum φ(U) und der Urbildraum φ1(U) φ-invariant.



Es sei K ein Körper, V ein K-Vektorraum und

φ:VV

eine lineare Abbildung und  vV.  Zeige, dass der kleinste φ-invariante Unterraum von V, der v enthält, gleich

φn(v),n

ist.



Es sei K ein Körper, V ein K-Vektorraum und

φ:VV

eine lineare Abbildung. Zeige, dass die durch

U={vV es gibt ein n mit φn(v)=0}

definierte Teilmenge von V ein φ-invarianter Untervektorraum ist.



Es sei v1,,vn eine Basis von V, bezüglich der die Matrix zur linearen Abbildung

φ:VV

eine obere Dreiecksmatrix sei. Zeige, dass die erzeugten Untervektorräume

v1,,vi

φ-invariant für jedes i sind.



Bestimme, ob die reelle Matrix

(4123677100320062)

trigonalisierbar ist oder nicht.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Berechne das charakteristische Polynom zur Matrix

(385471245).



Aufgabe (3 Punkte)

Berechne das charakteristische Polynom, die Eigenwerte und die Eigenräume zur Matrix

(2754)

über .



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei

φ:33

eine lineare Abbildung. Zeige, dass φ mindestens einen Eigenvektor besitzt.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei

A=(507626406)Mat3×3().

Berechne:

  1. die Eigenwerte von A;
  2. die zugehörigen Eigenräume;
  3. die geometrische und algebraische Vielfachheit der einzelnen Eigenwerte;
  4. eine Matrix  CMat3×3()  derart, dass C1AC eine Diagonalmatrix ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Bestimme für jedes  λ  die algebraischen und geometrischen Vielfachheiten für die Matrix

M=(345012003).



Aufgabe (4 Punkte)

Entscheide, ob die Matrix

(513798627)

über trigonalisierbar ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Bestimme, ob die reelle Matrix

(1562574300280019)

trigonalisierbar ist oder nicht.




Fußnoten
  1. Die Hauptschwierigkeit bei dieser Aufgabe ist vermutlich zu erkennen, dass man hier wirklich was zeigen muss.


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