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Kurs:Analysis (Osnabrück 2013-2015)/Teil II/Arbeitsblatt 56

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Übungsaufgaben

Formuliere und beweise den Hauptsatz der Infinitesimalrechnung für stetige Kurven

g:IV,

wobei V ein endlichdimensionaler reeller Vektorraum sei.



Es sei

f:I×UV

ein stetiges Vektorfeld, das auf einer offenen Menge UV eines endlichdimensionalen reellen Vektorraums definiert sei und lokal einer Lipschitz-Bedingung genüge. Es sei WV ein Untervektorraum mit der Eigenschaft, dass für alle tI und PUW die Beziehung f(t,P)W gilt. Zeige, dass eine Lösung des Anfangswertproblems

v=f(t,v) mit v(t0)=wUW

ganz in W verläuft.



Bestimme die ersten drei Iterationen in der Picard-Lindelöf-Iteration für die gewöhnliche Differentialgleichung

y=y2+t+yt2

mit der Anfangsbedingung y(0)=0.



Bestimme die ersten vier Iterationen in der Picard-Lindelöf-Iteration für die lineare gewöhnliche Differentialgleichung

(xy)=(tt22t)(xy)

mit der Anfangsbedingung x(0)=1 und y(0)=1.



Bestimme in Beispiel 56.4 eine explizite Formel für die Iterationen φn.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (6 Punkte)

Es sei Gm offen und

φ:Gn

eine in PG total differenzierbare Abbildung mit injektivem totalen Differential. Zeige, dass es eine offene Umgebung U von P mit  φ1(φ(P))U={P}  gibt.

Tipp: Betrachte das totale Differential auf der Einheitssphäre. Der Satz über die injektive Abbildung ist hier nicht anwendbar.


Aufgabe (4 Punkte)

Wir betrachten das Vektorfeld

f:×22,(t,u,v)(t2uv,u2tv2).

Bestimme für jedes  t  die nicht-regulären Punkte des Vektorfeldes

ft:22,(u,v)(t2uv,u2tv2).

Welche Ortspunkte sind zu keinem Zeitpunkt regulär?



Aufgabe (4 Punkte)

Löse das Anfangswertproblem

v=f(t,v) und v(1)=(3,2,6)

zum ortsunabhängigen Vektorfeld

f:×33,(t,x,y,z)t3(3,1,4)e2t(2,1,7)+(tt2et)(0,4,5)+(2,2,2).



Aufgabe (4 Punkte)

Bestimme die ersten vier Iterationen in der Picard-Lindelöf-Iteration für die lineare gewöhnliche Differentialgleichung

(xy)=(t21tt3)(xy)

mit der Anfangsbedingung x(0)=1 und y(0)=1.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei T eine Menge und

fn:Tm

eine Folge von Abbildungen. Zeige, dass fn genau dann gegen eine Grenzabbildung

f:Tm

gleichmäßig konvergiert, wenn die Komponentenfunktionen (fi)n gleichmäßig gegen fi konvergieren.


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