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Kurs:Kommutative Algebra/Teil I/Vorlesung 26

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Nenneraufnahme zu einem Modul

Es sei ein kommutativer Ring,    ein multiplikatives System und ein - Modul. Auf der Produktmenge nennt man die durch

falls es ein    mit    gibt, die durch das multiplikative System gegebene Überkreuzrelation.



Es sei ein kommutativer Ring,    ein multiplikatives System und ein - Modul. Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Die auf definierte Überkreuzrelation ist eine Äquivalenzrelation.
  2. Auf der Menge der Äquivalenzklassen

    ist durch

    eine wohldefinierte Verknüpfung gegeben.

  3. Durch

    ist eine wohldefinierte Abbildung

    gegeben.

Beweis

Siehe Aufgabe 26.1.



Es sei ein kommutativer Ring,    ein multiplikatives System und ein - Modul. Dann versteht man unter der Nenneraufnahme von an die Quotientenmenge zur Überkreuzrelation auf mit den in Lemma 26.2 beschriebenen Verknüpfungen. Die Nenneraufnahme wird mit bezeichnet.



Es sei ein kommutativer Ring,    ein multiplikatives System und ein - Modul.

Die Nenneraufnahme ist mit den in Lemma 26.2 beschriebenen Operationen ein -Modul.

Beweis

Siehe Aufgabe 26.2.



Es sei ein kommutativer Ring, ein - Modul und    ein multiplikatives System. Der -Modul werde durch Elemente erzeugt.

Dann gibt es ein    derart, dass auch der -Modul durch Elemente erzeugt wird.

Beweis

Siehe Aufgabe 26.4.



Es sei ein kommutativer Ring, ein - Modul und    ein multiplikatives System.

  1. Der Kern des kanonischen - Modulhomomorphismus

    ist .

  2. Die kanonische Abbildung ist genau dann injektiv, wenn für jedes  ,   ,  gilt
  3. Wenn ein Integritätsbereich ist und torsionsfrei, so ist die kanonische Abbildung injektiv.



Es sei ein kommutativer Ring und sei    ein multiplikatives System. Es sei ein - Modul, es sei ein -Modul und sei ein - Modulhomomorphismus.

Dann induziert dies einen -Modulhomomorphismus

Beweis

Siehe Aufgabe 26.5.



Es sei ein kommutativer Ring und sei    ein multiplikatives System. Es seien Moduln über und sei ein - Modulhomomorphismus.

Dann ist durch

ein -Modulhomomorphismus gegeben.

Dies folgt direkt aus Lemma 26.7.



Es sei ein kommutativer Ring und sei    ein multiplikatives System. Es seien Moduln über . Dann gelten folgende Aussagen.

  1. Es gibt einen kanonischen -Modulhomomorphismus
  2. Wenn endlich erzeugt ist, so ist dieser Homomorphismus injektiv.
  3. Wenn endliche Darstellung besitzt, so ist dieser Homomorphismus bijektiv.
  1. Gemäß Lemma 26.8 gibt es eine natürliche Abbildung

    Dieser ist ein -Modulhomomorphismus. Da hinten ein -Modul steht, setzt sich diese Abbildung wegen Lemma 26.7 fort zu einem -Modulhomomorphismus

  2. Es sei

    ein Element links, das unter dem Homomorphismus auf abgebildet wird. Es sei ein - Modulerzeugendensystem von . Somit ist    in für jedes . Dies bedeutet, dass es auch ein    gibt mit    in für alle . Doch dann ist    in .




Lokale Tests



Es sei ein kommutativer Ring und ein - Modul. Dann sind folgende Aussagen äquivalent.

  1. Es ist  
  2. Es ist    für jedes Primideal .
  3. Es ist    für jedes maximale Ideal .

Die einzige Implikation, die nicht direkt klar ist, ist die von (3) nach (1). Sei    und    ein von verschiedenes Element. Dann ist der Annullator nicht das Einheitsideal und nach Lemma 10.3 gibt es ein maximales Ideal

Dann ist  ,  da es andernfalls ein    mit    geben würde.







Es sei ein kommutativer Ring und seien und Moduln über und ein Modulhomomorphismus. Dann sind folgende Aussagen äquivalent.

  1. ist surjektiv.
  2. Es ist surjektiv für jedes Primideal .
  3. Es ist surjektiv für jedes maximale Ideal .



Es sei ein kommutativer Ring und seien und Moduln über und ein Modulhomomorphismus. Dann sind folgende Aussagen äquivalent.

  1. ist injektiv.
  2. Es ist injektiv für jedes Primideal .
  3. Es ist injektiv für jedes maximale Ideal .


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