Lösung
- Eine Abbildung
von
nach
ist dadurch gegeben, dass jedem Element der Menge
genau ein Element der Menge
zugeordnet wird.
- Eine
-
Matrix
der Form
-
nennt man Diagonalmatrix.
- Eine Familie
,
,
von Vektoren in
heißt Basis, wenn diese Vektoren linear unabhängig sind und ein Erzeugendensystem bilden.
- Ein Indexpaar
-

heißt ein Fehlstand zu
, wenn
ist.
- Zu einer linearen Abbildung
-
auf einem
-
Vektorraum
der
Dimension
heißt eine
Fahne
-
-invariant, wenn
für alle
ist.
- Eine Teilmenge
heißt
affiner Unterraum,
wenn
-

ist, mit einem Punkt
und einem
-
Untervektorraum
.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Das
Basisaustauschlemma.
- Der Satz über das direkte Komplement in einem endlichdimensionalen
-
Vektorraum
.
- Der
Determinantenmultiplikationssatz.
Lösung
- Es sei
ein Körper und
ein
-Vektorraum mit einer Basis
. Es sei
ein Vektor mit einer Darstellung
-

wobei
sei für ein bestimmtes
. Dann ist auch die Familie
-
eine Basis von
.
- Zu einem Untervektorraum
gibt es einen Untervektorraum
derart, dass eine direkte Summenzerlegung
-

vorliegt.
- Es sei
ein
Körper und
. Dann gilt für Matrizen
die Beziehung
-

In einer U-Bahn-Station wird der Zugang und der Ausgang über eine elektronische Karte geregelt, die man an einen Sensor halten muss, damit sich die Schranke öffnet. Es gibt 5 Ausgänge, aber nur 2 Zugänge. Was haben sich die Leute dabei vermutlich gedacht?
Lösung erstellen
Lösung
Wir zeigen die beiden Inklusionen. Es sei zunächst
-

Dies bedeutet
-

und
-

Dies bedeutet einerseits
und andererseits
. Also ist
.
Wenn umgekehrt
gilt, so ist
und
. Wegen der Teilmengenbeziehungen
und
ist
-

und
-

und damit auch
-

Lösung
Im
seien die beiden
Untervektorräume
-

und
-

gegeben. Bestimme eine Basis für
.
Lösung
Jeder Vektor aus dem Durchschnitt
besitzt eine Darstellung
-

Die Koeffiziententupel
bilden den Lösungsraum des linearen Gleichungssystems
-

das wir lösen müssen. Wir ersetzen die dritte Gleichung durch
-
und die zweite Gleichung durch
-
Wir wählen
,
sodass
sein muss. Dies legt eindeutig
und dann auch
fest. Daher ist der Durchschnitt
eindimensional und
-

ist ein Basisvektor von
.
Es sei
ein
Körper. Zeige, dass die
Spur
-
im Allgemeinen nicht mit der Multiplikation verträglich ist
(dass also im Allgemeinen
gilt).
Lösung
Wir betrachten die reelle Matrix
-

a) Skizziere die Bildvektoren
und
.
b) Berechne
.
c) Berechne
und
.
d) Berechne
.
e) Zeige, dass die Potenzen
,
,
eine
Gruppe
mit acht Elementen bilden.
Lösung
a)
b) Es ist
-

c) Es ist
-

und
-

d) Es ist
-

e) Die Potenzen
für
stimmen mit einer Potenz
mit
-

überein, deshalb ist die angegebene Menge abgeschlossen unter der Multiplikation. Es sind
und
,
und
,
und
zueinander und
zu sich selbst invers. Die Assoziativität ergibt sich aus der Assoziativität der Matrizenmultiplikation. Die acht Potenzen sind untereinander verschieden: Dies ist klar für die explizit berechneten Potenzen
-
Für
mit
ist
-

Daher sind diese Potenzen untereinander und auch von den ersten vier Potenzen verschieden.
Es sei
ein
Körper und seien
und
Vektorräume
über
. Es sei
-
eine
multilineare Abbildung
und es seien
und
zu
und
.
Zeige

Lösung
Es ist
linear in jeder Komponente, wenn man die anderen Komponenten festhält. Eine lineare Abbildung ist mit beliebigen Linearkombinationen verträglich. Wir ziehen die Summen sukzessive nach vorne und verarbeiten die einzelnen geordneten Summe in eine einzige ungeordnete Summe.

- Zeige durch Induktion über
, dass die Determinante einer
-Matrix, deren sämtliche Einträge ganze Zahlen sind, ebenfalls eine ganze Zahl ist.
- Man gebe ein Beispiel für eine Matrix, deren sämtliche Einträge positive natürliche Zahlen sind und deren Determinante negativ ist.
Lösung
Lösung
Es seien zwei Permutationen
und
gegeben. Dann ist

Es sei
ein
Körper
und seien
verschiedene Zahlen
und Zahlen
gegeben. Zeige, dass es ein eindeutig bestimmtes normiertes Polynom
vom Grad
gibt, das
für alle
erfüllt.
Lösung
Bestimme den größten gemeinsamen Teiler von
und
sowie eine Darstellung davon.
Lösung
Beide Polynome haben
als Nullstelle, es ist
-

und
-

Wir arbeiten mit den beiden Gegenfaktoren weiter. Es ist
-

somit sind die beiden Polynome teilerfremd und es gibt die Darstellung
-

Deshalb ist
-

und
ist der größte gemeinsame Teiler der beiden Ausgangspolynome.
Bestimme das
charakteristische Polynom,
die
Eigenwerte
und die
Eigenräume
der
Matrix
-

über
.
Lösung
Das charakteristische Polynom ist

Die Eigenwerte kann man aus der vorletzten Zeile direkt ablesen; diese sind
-
Zur Berechnung der Eigenräume setzen wir die Eigenwerte für
in die obige Matrix ein und bestimmen den Kern.
Für
ergibt sich die Matrix
-
der Kern wird vom Vektor
-
erzeugt. Also ist
-

Für
ergibt sich die Matrix
-
der Kern wird vom Vektor
-
erzeugt. Also ist
-

Bestimme eine
Basis
des
, bezüglich der die Matrix
-

jordansche Normalform
besitzt. Wie sieht die jordansche Normalform aus?
Lösung
Wir orientieren uns an
Lemma 27.11 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025)).
Es ist
-

und
-

Somit ist
-
Es ist
-

sodass wir
-

wählen können. Es ist
-

Somit ist
-

mit
-

Schließlich ist
-

Daher ist
-
eine Basis wie gewünscht. Die neue Matrix besitzt die jordansche Normalform
-
Beweise den Festlegungssatz für affine Abbildungen.
Lösung
Es sei
.
Es gibt nach
Satz 10.10 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
eine eindeutig bestimmte
lineare Abbildung
-
mit
-

für alle
.
Dann ist
-

eine affin-lineare Abbildung mit der gewünschten Eigenschaft. Es ist ja
-

und
-

Umgekehrt ist eine solche affine Abbildung
durch den linearen Anteil und durch den Wert an einem einzigen Punkt eindeutig festgelegt, sodass
-

sein muss.