Lösung
- Die Mengen
und
heißen disjunkt, wenn ihr
Durchschnitt
ist.
- Die Vektoren
heißen linear unabhängig, wenn eine Gleichung
-
nur bei
für alle
möglich ist.
- Eine
Abbildung
-
heißt lineare Abbildung, wenn die beiden folgenden Eigenschaften erfüllt sind.
für alle
.
für alle
und
.
- Ein Element
heißt ein Eigenwert zu
, wenn es einen von
verschiedenen Vektor
mit
-

gibt.
- Es sei
ein
Körper
und
ein
endlichdimensionaler
-
Vektorraum. Eine
lineare Abbildung
heißt
trigonalisierbar,
wenn sie bezüglich einer geeigneten
Basis
durch eine
obere Dreiecksmatrix
beschrieben wird.
- Eine
Abbildung
-
heißt
affin-linear,
wenn es eine
lineare Abbildung
-
mit
-

für alle
und
gilt.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Die Dimensionsabschätzung für den Durchschnitt von Untervektorräumen.
- Der Satz über Zeilenrang und Spaltenrang.
- Der Satz über die Charakterisierung einer diagonalisierbaren Abbildung.
Lösung
Man gebe Beispiele für mathematische Symbole, die
- immer in der gleichen Bedeutung,
- in variierender Bedeutung,
eingesetzt werden.
Lösung erstellen
Die Absetzmulde ist voll mit Schutt und soll durch eine leere Mulde ersetzt werden, die das Absetzkipperfahrzeug bringt, das auch die volle Mulde mitnehmen soll. Auf dem Fahrzeug und auf dem Garagenvorplatz, wo die volle Mulde steht, ist nur Platz für eine Mulde. Dafür kann die Straße als Zwischenablage genutzt werden. Wie viele Ladevorgänge sind vor Ort nötig, bis der Gesamtaustausch vollständig abgeschlossen ist?
Lösung
- Leere Mulde auf dem Straßenplatz
abladen.
- Volle Mulde auf Fahrzeug hochladen.
- Volle Mulde auf dem Straßenplatz
abladen.
- Leere Mulde auf Fahrzeug hochladen.
- Leere Mulde auf den Garagenvorplatz abladen.
- Volle Mulde auf Fahrzeug hochladen.
Es sind also sechs Ladevorgänge nötig.
Bestimme, welche der folgenden Wertetabellen Abbildungen
zwischen den angegebenen Mengen festlegen. Welche sind injektiv, welche surjektiv, welche bijektiv?
-
,
,
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,
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,
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Lösung
- Es handelt sich um eine Abbildung. Diese ist nicht injektiv, da
zweifach getroffen wird, und nicht surjektiv, da
nicht getroffen wird.
- Es handelt sich um keine Abbildung, da für die
kein Wert festgelegt ist.
- Es handelt sich um eine Abbildung. Sie ist injektiv, aber nicht surjektiv
(und somit nicht bijektiv),
da
nicht getroffen wird.
- Es handelt sich um eine Abbildung. Diese ist injektiv und surjektiv, also auch bijektiv.
Es sei ein lineares Gleichungssystem mit zwei Gleichungen in zwei Variablen über
gegeben. Die Lösungsmengen der einzelnen Gleichungen seien Geraden. Skizziere die drei Möglichkeiten, wie die Lösungsmenge des Systems aussehen kann.
Lösung erstellen
Löse das
inhomogene lineare Gleichungssystem
-
Lösung
Wir eliminieren zuerst die Variable
, indem wir die zweite und die dritte Gleichung übernehmen und
hinzunehmen. Dies führt auf
-
Nun eliminieren wir die Variable
, indem wir
(bezogen auf das vorhergehende System)
und
ausrechnen. Dies führt auf
-
Mit
ergibt sich
-

und
-

Rückwärts gelesen ergibt sich
-

-

und
-

Beweise den Satz über die Dimension eines Untervektorraum
.
Lösung
Es sei
ein
-
Vektorraum
über einem
Körper
.
a) Zeige, dass die Addition
-
-
linear
ist.
b) Es sei nun
endlichdimensional
mit einer
Basis
. Bestimme die
beschreibende Matrix
der Addition bezüglich der Basen
vorne und
hinten.
Lösung
a) Wir bezeichnen die Summenabbildung mit
. Die Linearität ergibt sich aus

und

b) Die beschreibende Matrix bezüglich der angegebenen Basen ist
-
Das Basiselement
wird ja auf
-

abgebildet, deshalb steht in der
-ten Spalte der Matrix an der
-ten Stelle eine
und an den anderen Stellen eine
. Entsprechendes gilt für
.
Lösung
a) Es sei
eine
Basis
von
, die wir zu einer Basis
von
ergänzen. Es sei
die
Dualbasis
dazu, wobei die
Linearformen sind. Wir behaupten
-

Wegen
-

für
ist
-

für
.
Für einen Vektor
-

mit
ist ein
-

für
.
Doch dann ist auch
-

und
gehört nicht zum Durchschnitt der Kerne.
b) Die Linearformen
aus Teil a) kann man zusammen als eine lineare Abbildung
-
schreiben. Dabei ist
-

c)
Es sei nun
und es sei
-
eine lineare Abbildung, deren Kern gleich
ist. Bezüglich der Standardbasen wird
durch eine Matrix
beschrieben. Dann ist
genau dann, wenn
ist, und dies bedeutet gerade, dass
eine Lösung des durch die Zeilen gegebenen linearen Gleichungssystems ist.
Es sei
und
-
die zugehörige Multiplikation. Bestimme die
Determinante
dieser Abbildung, wenn man sie als reell-lineare Abbildung
auffasst.
Lösung
Es sei
-

Die Multiplikation mit
ist die Abbildung
-
wobei
-

gilt. Reell gesehen geht es also um die reell-lineare Abbildung
-
Die Determinante dieser linearen Abbildung ist
-

Lösung
Berechne das Ergebnis, wenn man im
Polynom
-
die Variable
durch die
-
Matrix
-
ersetzt.
Lösung
Es ist
-

und
-

Daher ist

Bestimme die Eigenwerte und die Eigenräume der durch die Matrix
-
gegebenen linearen Abbildung
-
Lösung
Beweise den Satz über die Summe von Haupträumen.
Lösung
Es sei
-

das
charakteristische Polynom,
das nach
Satz 25.10 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
in Linearfaktoren zerfällt, wobei die
verschieden seien. Wir führen Induktion über
. Bei
gibt es nur einen Eigenwert
und nur einen Hauptraum. Nach
Korollar 24.3 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
ist dann auch das Minimalpolynom von der Form
und daher ist
.
Es sei die Aussage nun für kleineres
bewiesen. Wir setzen
und
und sind damit in der Situation von
Lemma 26.9 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
und
Satz 26.12 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025)).
Wir haben also eine direkte Summenzerlegung in
-
invariante
Untervektorräume
-

Das charakteristische Polynom ist nach
Lemma 23.7 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
das Produkt der charakteristischen Polynome der Einschränkungen auf die beiden Räume. Nach
Satz 26.12 (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
ist
das charakteristische Polynom der Einschränkung von
auf den ersten Hauptraum, daher muss
das charakteristische Polynom der Einschränkung auf
sein. Das heißt insbesondere, dass diese Einschränkung ebenfalls trigonalisierbar ist. Nach der Induktionsvoraussetzung ist also
die direkte Summe der Haupträume zu
und daraus ergibt sich insgesamt die direkte Summenzerlegung für
und für
.
Eine
lineare Abbildung
-
werde bezüglich der Standardbasis durch die
Matrix
-
beschrieben. Finde eine
Basis,
bezüglich der
durch die Matrix
-
beschrieben wird.
Lösung
Es ist
-

und
-

Der Vektor
gehört nicht zum Kern von
, daher kann man aus den sukzessiven Bildern davon eine Basis wie gewünscht herstellen. Es ist
-

und
-

Daher ist
-
eine Basis, bezüglich der die jordansche Normalform
-
vorliegt.
Es sei
ein
affiner Raum
über einem
-
Vektorraum
und es sei
eine endliche Familie von Punkten aus
. Für
sei durch
-

mit
für jedes
, eine Familie von
baryzentrischen Kombinationen
der
gegeben. Es seien
mit
.
Zeige, dass man
-
als baryzentrische Kombination der
schreiben kann.
Lösung
Wir behaupten
-

mit
-

Zunächst ist

es liegt also wirklich eine baryzentrische Kombination vor.
Es sei
ein beliebiger Startpunkt zur Realisierung der baryzentrischen Kombinationen. Dann ist
