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Kurs:Mathematik (Osnabrück 2009-2011)/Teil I/Arbeitsblatt 23

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Aufwärmaufgaben

Zeige die Gleichheit  =



Es sei (M,d) ein metrischer Raum und  TM  eine Teilmenge. Zeige, dass

T=TRand(T)

ist.



Es sei (M,d) ein metrischer Raum und  TM  eine Teilmenge. Zeige, dass

T=TA,A abgeschlossenA

ist.



Es sei (M,d) ein metrischer Raum und  TM  eine Teilmenge. Es sei T zusammenhängend. Zeige, dass auch der Abschluss T zusammenhängend ist.



Zeige, dass der Grenzwert einer Funktion in einem Berührpunkt der Definitionsmenge im Falle der Existenz eindeutig bestimmt ist.



Es sei (M,d) ein metrischer Raum, sei  TM  eine Teilmenge und sei  aM  ein Berührpunkt von T. Es seien f:T𝕂 und g:T𝕂 Funktionen derart, dass die Grenzwerte limxaf(x) und limxag(x) existieren. Zeige, dass die folgenden Beziehungen gelten.

  1. Die Summe f+g besitzt einen Grenzwert in a, und zwar ist
    limxa(f(x)+g(x))=limxaf(x)+limxag(x).
  2. Das Produkt fg besitzt einen Grenzwert in a, und zwar ist
    limxa(f(x)g(x))=limxaf(x)limxag(x).
  3. Es sei g(x)0 für alle xT und limxag(x)0. Dann besitzt der Quotient f/g einen Grenzwert in a, und zwar ist
    limxaf(x)g(x)=limxaf(x)limxag(x).



Es sei

f:[a,b]

eine stetige Funktion. Zeige, dass es eine stetige Fortsetzung

f~:

von f gibt.



Man gebe ein Beispiel einer gleichmäßig stetigen Funktion

f:

derart, dass keine stetige Fortsetzung

f~:

existiert.



Es sei  b>0  eine reelle Zahl. Zeige, dass die durch

bk=b1/k

definierte Folge gegen 1 konvergiert.



Es sei b eine positive reelle Zahl und  q=n/m.  Zeige, dass die durch

bq:=(bn)1/m

definierte Zahl unabhängig von der Bruchdarstellung für q ist.



Es sei b eine positive reelle Zahl. Zeige, dass die Funktion

f:,qbq,

folgende Eigenschaften besitzt.

  1. Es ist  bq+q=bqbq  für alle  q,q
  2. Es ist  bq=1bq
  3. Für  b>1  und  q>0  ist  bq>1
  4. Für  b<1  und  q>0  ist  bq<1
  5. Für  b>1  ist f streng wachsend.
  6. Für  b<1  ist f streng fallend.
  7. Es ist  (bq)q=bqq  für alle  q,q
  8. Für  a+  ist  (ab)q=aqbq



Es sei b eine positive reelle Zahl. Zeige, dass die Exponentialfunktion

f:,xbx,

folgende Eigenschaften besitzt.

  1. Es ist  bx+x=bxbx  für alle  x,x
  2. Es ist  bx=1bx
  3. Für  b>1  und  x>0  ist  bx>1
  4. Für  b<1  und  x>0  ist  bx<1
  5. Für  b>1  ist f streng wachsend.
  6. Für  b<1  ist f streng fallend.
  7. Es ist  (bx)x=bxx  für alle  x,x
  8. Für  a+  ist  (ab)x=axbx



Es sei b>0, b1. Definiere die reellen Logarithmen zur Basis b als Umkehrfunktionen zu den reellen Exponentialfunktionen und formuliere deren wichtigste Eigenschaften.



Definiere für eine Folge in einem metrischen Raum den Begriff Cauchy-Folge. Was ist ein vollständiger metrischer Raum?



Sei

T={1nn+}{0}

mit der von induzierten Metrik, sei M ein metrischer Raum, (xn)n eine Folge in M und xM. Zeige, dass die Folge (xn)n genau dann gegen x konvergiert, wenn die Abbildung

TM,1nxn,0x,

stetig ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Es sei (M,d) ein metrischer Raum und  TM  eine Teilmenge. Es sei

f:TL

eine stetige Abbildung in einen weiteren metrischen Raum L und sei  aT  ein Punkt, der ein Berührpunkt von T{a} ist. Zeige, dass der Grenzwert

limxT{a},xaf(x)

existiert.



Aufgabe (4 Punkte)

Bestimme den Grenzwert der rationalen Funktion

2x3+3x21x3x2+x+3

im Punkt  a=1



Aufgabe (3 Punkte)

Zeige, dass der euklidische Raum n vollständig ist.



Aufgabe (5 Punkte)

Betrachte die Funktion

f:2,

die durch

f(x,y):={0, falls x0,0, falls y0,y/x, falls xy>0,x/y, falls y>x>0,

definiert ist. Zeige, dass die Einschränkung von f auf jeder zur x-Achse oder zur y-Achse parallelen Geraden stetig ist, dass aber f selbst nicht stetig ist.



Aufgabe * (5 Punkte)

Es sei

f:

eine stetige Funktion 0, die die Gleichung

f(x+y)=f(x)f(y)

für alle  x,y  erfüllt. Zeige, dass f eine Exponentialfunktion ist, d.h. dass es ein  b>0  mit  f(x)=bx  gibt.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei

φ:nm

stetig und additiv, d.h. es gelte  φ(x+y)=φ(x)+φ(y)  für alle  x,yn.  Zeige, dass φ dann -linear ist.



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