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Kurs:Analysis (Osnabrück 2014-2016)/Teil III/Arbeitsblatt 77

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Aufwärmaufgaben

Zeige, dass man jeden Tangentialvektor  vTPS2  in einem Punkt P auf der Einheitssphäre durch einen „uniformen“ differenzierbaren Weg auf einem Großkreis realisieren kann.



Man gebe möglichst einfache Realisierungen für die Tangentialvektoren in einem Punkt P=(s,t) auf dem Zylindermantel S1× an.



Es seien M und N differenzierbare Mannigfaltigkeiten und sei

φ:MN

eine differenzierbare Abbildung. Es sei PM und Q=φ(P) und es seien

γ1,γ2:IM

zwei differenzierbare Kurven mit einem offenen Intervall 0I und γ1(0)=γ2(0)=P. Es seien γ1 und γ2 im Punkt P tangential äquivalent. Zeige, dass auch die Verknüpfungen φγ1 und φγ2 tangential äquivalent in Q sind.



Man gebe ein Beispiel einer injektiven, nicht surjektiven, differenzierbaren Abbildung

φ:

derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

TP(φ):TPTφ(P)

in jedem Punkt  P  bijektiv ist.



Man gebe ein Beispiel einer surjektiven, nicht injektiven, differenzierbaren Abbildung

φ:S1S1

derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

TP(φ):TPS1Tφ(P)S1

in jedem Punkt PS1 bijektiv ist.



Zeige, dass auf einer differenzierbaren Mannigfaltigkeit die Addition von Wegen

γ1,γ2:IM

mit γ1(0)=γ2(0)=PM, die man durch eine Karte

α:UV

mit α(P)=0 aus der Addition im n erhalten kann, im Allgemeinen von der gewählten Karte abhängt.



Zeige, dass die Tangentialabbildung TP(φ) zu

φ:1S1,t(cost,sint),

in jedem Punkt P bijektiv ist.



Man gebe ein Beispiel einer surjektiven differenzierbaren Abbildung

φ:MN

zwischen zwei differenzierbaren Mannigfaltigkeiten M und N derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

TP(φ):TPMTφ(P)N

in einem Punkt PM nicht surjektiv ist.



Man gebe ein Beispiel einer injektiven differenzierbaren Abbildung

φ:MN

zwischen zwei differenzierbaren Mannigfaltigkeiten M und N derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

TP(φ):TPMTφ(P)N

in einem Punkt PM nicht injektiv ist.



Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit und  PM  ein Punkt. Wir betrachten die folgende Menge.

T={(U,f)UM offen,PU,fC1(U,)}.

Wir betrachten die Relation

(U,f)(V,g): es gibt eine offene Menge W mit PWUV mit f|W=g|W.
  1. Zeige, dass dies eine Äquivalenzrelation auf T ist.
  2. Zeige, dass es eine natürliche Ringstruktur auf der Menge der Äquivalenzklassen zu dieser Äquivalenzrelation gibt.



Es sei X ein topologischer Raum, Y eine Menge und

φ:XY

eine Abbildung. Zeige, dass das Mengensystem

𝒯={VYφ1(V) ist offen in X}

eine Topologie auf Y definiert, bezüglich der φ stetig ist.


Die in der vorstehenden Aufgabe eingeführte Topologie nennt man Bildtopologie.


Zeige, dass auf dem n durch

PQ, falls PQn

eine Äquivalenzrelation definiert wird. Die Quotientenmenge

Y=n/=n/n

sei mit der Bildtopologie zur Quotientenabbildung φ:nY versehen. Zeige, dass Y ein Hausdorffraum ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (4 Punkte)

Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit und PM. Zeige, dass für eine differenzierbare Kurve

γ:IM

mit γ(0)=P und a im Tangentialraum TPM die Beziehung

a[γ]=[λ]
gilt, wobei λ durch λ(t):=γ(at) definiert sei.



Aufgabe (6 Punkte)

Es sei M eine Ck-Mannigfaltigkeit und  PM.  Definiere für Ck-Kurven

γ1,γ2:IM

mit  γ1(0)=γ2(0)=P  eine Äquivalenzrelation, die in einer (jeder) Karte die Ableitungen bis zur Ordnung k berücksichtigt. Wie sehen einfache Vertreter dieser Äquivalenzrelation aus? Definiere eine Vektorraumstruktur auf der Quotientenmenge und bestimme die Dimension.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit und PM. Wir sagen, dass zwei Kurven

γ1,γ2:IM

mit γ1(0)=γ2(0)=P den gleichen Kurvenkeim definieren, wenn es ein ϵ>0 mit

γ1[ϵ,ϵ]=γ2[ϵ,ϵ]

gibt.

a) Zeige, dass dies eine Äquivalenzrelation auf der Menge aller Kurven γ:IM mit γ(0)=P (und mit verschiedenen offenen Intervallen 0I) definiert.

b) Zeige, dass differenzierbare Kurven, die den gleichen Kurvenkeim repräsentieren, auch den gleichen Tangentialvektor repräsentieren.



Aufgabe (8 Punkte)

Der Quotientenraum  Y=n/n  sei mit der Bildtopologie versehen. Definiere auf Y eine Mannigfaltigkeitsstruktur durch geeignete Karten. Zeige, dass die Quotientenabbildung

φ:nY

eine differenzierbare Abbildung ist, und dass die Tangentialabbildung in jedem Punkt ein Isomorphismus ist.



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