Lösung
- Eine
Abbildung
-
heißt lineare Abbildung, wenn die beiden folgenden Eigenschaften erfüllt sind.
für alle
.
für alle
und
.
- Man nennt
-

den Kern von
.
- Die Matrix
heißt invertierbar, wenn es eine Matrix
mit
-

gibt.
- Unter dem Dualraum zu
versteht man den
Homomorphismenraum
-

- Zu
sei
diejenige
-Matrix, die entsteht, wenn man in
die erste Spalte und die
-te Zeile weglässt. Dann definiert man rekursiv die Determinante von
durch
-
- Man nennt die Menge
-

der bijektiven Selbstabbildungen die Permutationsgruppe zu
.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Die
Dimensionsformel
für eine
lineare Abbildung
-
- Der
Determinantenmultiplikationssatz.
- Der
Satz über die Interpolation durch Polynome.
Lösung
- Unter der Bedingung, dass
endlichdimensional ist, gilt
-

- Es sei
ein
Körper und
. Dann gilt für Matrizen
die Beziehung
-

- Es sei
ein Körper und es seien
verschiedene Elemente
und
Elemente
gegeben. Dann gibt es ein Polynom
vom Grad
derart, dass
für alle
ist.
Lösung
Lösung
Lösung
Die Zeitungen
und
verkaufen Zeitungsabos und konkurrieren dabei um einen lokalen Markt mit
potentiellen Lesern. Dabei sind innerhalb eines Jahres folgende Kundenbewegungen zu beobachten.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
,
wechseln zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
,
wechseln zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Die Abonnenten von
bleiben zu
bei
, niemand wechselt zu
,
wechseln zu
und
werden Nichtleser.
- Von den Nichtlesern entscheiden sich je
für ein Abonnement von
oder
, die übrigen bleiben Nichtleser.
a) Erstelle die Matrix, die die Kundenbewegungen innerhalb eines Jahres beschreibt.
b) In einem bestimmten Jahr haben alle drei Zeitungen je
Abonnenten und es gibt
Nichtleser. Wie sieht die Verteilung ein Jahr später aus?
c) Die drei Zeitungen expandieren in eine zweite Stadt, wo es bislang überhaupt keine Zeitungen gibt, aber ebenfalls
potentielle Leser. Wie viele Leser haben dort die einzelnen Zeitungen
(und wie viele Nichtleser gibt es noch)
nach drei Jahren, wenn dort die gleichen Kundenbewegungen zu beobachten sind?
Lösung
a) Die Matrix, die die Kundenbewegungen
(in der Reihenfolge
und Nichtleser)
beschreibt, ist
-
b) Die Kundenverteilung nach einem Jahr zur Ausgangsverteilung
ist
-

c) Die Ausgangsverteilung ist
, daher ist die Verteilung nach einem Jahr gleich
.
Nach zwei Jahren ist die Kundenverteilung
-

Nach drei Jahren ist die Kundenverteilung

Bestimme den
Kern
der
linearen Abbildung
-
Lösung
Es geht darum, das lineare Gleichungssystem
-
zu lösen. Wir eliminieren mit Hilfe der ersten Gleichung die Variable
. Das resultierende System ist
(
,
)
-
Wir eliminieren nun aus

mittels

die Variable

, das ergibt
(
)
-
Wir können jetzt dieses System lösen, wobei
die anderen Variablen eindeutig festlegt. Es sei
.
Dann ist
.
Damit ist
-

Schließlich ist
-

Die Lösungsmenge, also der Kern, ist somit
-
Bestimme die
inverse Matrix
zu
-
Lösung
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Es sei
-

Finde
Elementarmatrizen
derart, dass
die Einheitsmatrix ist.
Lösung
Wir multiplizieren die gegebene Matrix nacheinander mit Elementarmatrizen, bis sich die Einheitsmatrix ergibt. Es ist
-

-

-

-

Somit ist insgesamt
-

Lösung
a) Es sei
eine
Basis
von
, die wir zu einer Basis
von
ergänzen. Es sei
die
Dualbasis
dazu, wobei die
Linearformen sind. Wir behaupten
-

Wegen
-

für
ist
-

für
.
Für einen Vektor
-

mit
ist ein
-

für
.
Doch dann ist auch
-

und
gehört nicht zum Durchschnitt der Kerne.
b) Die Linearformen
aus Teil a) kann man zusammen als eine lineare Abbildung
-
schreiben. Dabei ist
-

c)
Es sei nun
und es sei
-
eine lineare Abbildung, deren Kern gleich
ist. Bezüglich der Standardbasen wird
durch eine Matrix
beschrieben. Dann ist
genau dann, wenn
ist, und dies bedeutet gerade, dass
eine Lösung des durch die Zeilen gegebenen linearen Gleichungssystems ist.
Lösung
Wir betrachten die durch die Wertetabelle
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gegebene Abbildung
von
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in sich selbst.
- Erstelle eine Wertetabelle für
.
- Erstelle eine Wertetabelle für
.
- Begründe, dass sämtliche iterierten Hintereinanderschaltungen
bijektiv
sind.
- Bestimme für jedes
das minimale
mit der Eigenschaft, dass
-

ist.
- Bestimme das minimale
mit der Eigenschaft, dass
-

für alle
ist.
Lösung
- Es ist
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- Es ist
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- Aus der Wertetabelle kann man unmittelbar entnehmen, dass
bijektiv ist. Nach
Satz . (Lineare Algebra (Osnabrück 2024-2025))
sind dann sämtliche Hintereinanderschaltungen der Abbildung mit sich selbst wieder bijektiv.
- Die Abbildungsvorschrift bewirkt
-
und
-
Für
ist also
und für
ist
.
- Bei
sind nach Teil (4) die Zahlen
wieder an ihrer Stelle, aber auch
sind an ihrer Stelle, da
ein Vielfaches von
ist.
Beweise die Leibniz-Formel für die Determinante.
Lösung
Wir führen Induktion über
,
wobei der Induktionsanfang klar ist. Es sei also
.
Die Menge der Permutationen
kann man aufspalten, indem man nach
sortiert und die bijektive Abbildung
-
als eine Permutation
auf
auffasst, indem man beide Mengen ordnungstreu mit
identifiziert. Dies ergibt eine Bijektion
,
wobei hier
die Menge der Permutationen auf
bezeichnet, die
auf
abbilden. Zwischen den Signa besteht dabei die Beziehung
-

da man
Transpositionen braucht, um die
-te Stelle und die erste Stelle zu vertauschen. Es besteht also insgesamt eine natürliche Bijektion
-

Somit gilt

wobei
die Streichungsmatrix zur ersten Zeile und
-ten Spalte ist
(und sich die Indizierung auf diese Matrix bezieht).
Für die vorletzte Gleichung geht die Induktionsvoraussetzung ein und die letzte Gleichung beruht auf
der Entwicklung der Determinante nach der ersten Zeile.
Lösung

Man finde ein
Polynom
-

mit
derart, dass die folgenden Bedingungen erfüllt werden.
-
Lösung
Die Bedingungen führen auf das lineare Gleichungssystem
-

-

-

führt auf
-

und
führt auf
-

also
-

und somit
-

Das gesuchte Polynom ist also
-