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Kurs:Lineare Algebra (Osnabrück 2017-2018)/Teil I/Arbeitsblatt 15

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Die Pausenaufgabe

Ein Obstverkäufer verkauft Äpfel, Birnen und Kirschen. Er kann sich nicht genau an seine Einkaufspreise erinnern, aber er weiß, dass er für 5 Kilo Äpfel so viel gezahlt hat wie für 3 Kilo Birnen und ein Kilo Kirschen zusammen. Ferner gilt natürlich die alte Obsthändlerregel 3 Kilo Äpfel entsprechen einem Kilo Birnen und einem Kilo Kirschen zusammen. Wie sieht der Orthogonalraum für diese Preisbedingungen aus? Was kostet ein Kilo Äpfel, wenn er ein Kilo Kirschen für 5 Euro verkauft?




Übungsaufgaben

Bestimme eine Basis zum Orthogonalraum zu  (541)3



Erstelle ein lineares Gleichungssystem, dessen Lösungsraum die Gerade  U=(251)  ist.



Es sei V ein K-Vektorraum mit Dualraum V. Zeige, dass der Orthogonalraum  UV  zu einem Untervektorraum  UV  und der Orthogonalraum  FV  zu einem Untervektorraum  FV  Untervektorräume sind.



Es sei  U=u1,,ur  ein Untervektorraum eines K-Vektorraumes V. Zeige

U={fVf(ui)=0 für alle i=1,,r}.



Es sei V ein K-Vektorraum und  U1,U2V  seien Untervektorräume. Zeige im Dualraum V die Gleichheit

(U1U2)=U1+U2.





Es sei V ein endlichdimensionaler K-Vektorraum und  UV  ein Untervektorraum.

a) Zeige, dass es Linearformen L1,,Lr auf V mit

U=i=1rkernLi

gibt.


b) Zeige, dass jeder Untervektorraum  UV  der Kern einer linearen Abbildung auf V (in einen Kr) ist.


c) Zeige, dass jeder Untervektorraum des Kn der Lösungsraum eines linearen Gleichungssystems ist.



Beschreibe den Raum der symmetrischen n×n-Matrizen mit Linearformen.



Es sei K ein Körper.

a) Es sei L eine ×m-Matrix und N eine n×p-Matrix. Zeige, dass

{MMMatm×n(K),LMN=0}

ein Untervektorraum von Matm×n(K) ist.


b) Es sei V ein n-dimensionaler und W ein m-dimensionaler K-Vektorraum und  UV  und  TW  Untervektorräume. Beschreibe den Untervektorraum

{φHomK(V,W)φ(U)T}

mithilfe von geeigneten Basen und Teil a).



Es sei

U=(47)K2

und

T=(25)K2.


a) Beschreibe den Untervektorraum W der 2×2-Matrizen, die den Untervektorraum U in den Untervektorraum T abbilden, als Lösungsraum eines linearen Gleichungssystems.


b) Beschreibe W durch ein eliminiertes Gleichungssystem.


c) Bestimme die Dimension von W.



Es sei

U=(348),(211)K3

und

T=(713),(542)K3.


a) Beschreibe den Untervektorraum W der 3×3-Matrizen, die den Untervektorraum U in den Untervektorraum T abbilden, als Lösungsraum eines linearen Gleichungssystems.


b) Beschreibe W durch ein eliminiertes Gleichungssystem.


c) Bestimme die Dimension von W.



Es sei V ein K-Vektorraum mit einer direkten Summenzerlegung

V=V1V2.

Zeige

V=V1V2

und dass die Einschränkung der dualen Abbildung

VV1

auf V2 ein Isomorphismus ist.



Stelle die durch die Matrix

(652482)

gegebene lineare Abbildung

φ:K3K2

im Sinne von Lemma 15.10 mit der Standardbasis bzw. der Standarddualbasis dar.



Es sei

φ:VW

eine lineare Abbildung zwischen den endlichdimensionalen K-Vektorräumen V und W und es sei

φ:WV

die duale Abbildung. Zeige

rangφ=rangφ.



Es sei φ:VW ein Isomorphismus zwischen den K-Vektorräumen V und W und es sei φ:WV die duale Abbildung. Es sei  UV  ein Untervektorraum und  T:=φ(U)W  der entsprechende Untervektorraum in W. Zeige, dass sich in den Dualräumen die Orthogonalräume U und T entsprechen.



Es sei

φ:VW

eine lineare Abbildung zwischen den endlichdimensionalen K-Vektorräumen V und W und es sei

φ:WV

die duale Abbildung.

a) Zeige, dass für einen Untervektorraum  SV  die Beziehung

φ1(S)=(φ(S))

gilt.


b) Zeige, dass für einen Untervektorraum  TW  die Beziehung

φ(T)=(φ1(T))

gilt.



Es sei

V=()

die abzählbar direkte Summe von mit sich selbst mit der Basis en, n. Es seien pk, k, die Projektionen

(),nanenak.


a) Zeige, dass

φ:V,nanennan,

eine Linearform auf V ist, die keine Linearkombination der Projektionen ist.


b) Zeige, dass die natürliche Abbildung von V in sein Bidual V nicht surjektiv ist.



Es sei K ein Körper und es seien V und W zwei K-Vektorräume. Zeige, dass die Abbildung

HomK(V,W)HomK(W,V),φφ,

die einer linearen Abbildung ihre duale Abbildung zuordnet, linear ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei V ein endlichdimensionaler K-Vektorraum der Dimension n, es seien  f1,,frV  Linearformen und sei

F=f1,,frV.

Zeige, dass diese Linearformen genau dann linear unabhängig sind, wenn

dimK(F)=nr

ist.



Aufgabe (7 (5+1+1) Punkte)

Es sei

U=(254),(346)K3

und

T=(634),(158)K3.


a) Beschreibe den Untervektorraum W der 3×3-Matrizen, die den Untervektorraum U in den Untervektorraum T abbilden, als Lösungsraum eines linearen Gleichungssystems.


b) Beschreibe W durch ein eliminiertes Gleichungssystem.


c) Bestimme die Dimension von W.



Aufgabe (3 Punkte)

Stelle die durch die Matrix

(364552138127)

gegebene lineare Abbildung

φ:K4K3

im Sinne von Lemma 15.10 mit der Standardbasis bzw. der Standarddualbasis dar.



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei V ein endlichdimensionaler K-Vektorraum mit Dualraum V und Bidual V. Es sei  FV  ein Untervektorraum. Zeige, dass die beiden Orthogonalräume  FV  (im Sinne von Definition 15.4) und  FV  (im Sinne von Definition 15.1) über die natürliche Identifizierung von Raum und Bidual gleich sind.



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