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Kurs:Mathematik für Anwender (Osnabrück 2019-2020)/Teil I/Arbeitsblatt 22

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Übungsaufgaben

Berechne das Matrizenprodukt

(ZEILEREIHEHORIZONTAL)(SEIPVKAEALRATTL).



Berechne über den komplexen Zahlen das Matrizenprodukt

(2i13i1i042i)(1+i1i2+5i).



Bestimme das Matrizenprodukt

eiej,

wobei links der i-te Standardvektor (der Länge n) als Zeilenvektor und rechts der j-te Standardvektor (ebenfalls der Länge n) als Spaltenvektor aufgefasst wird.



Es sei M eine m×n-Matrix. Zeige, dass das Matrizenprodukt Mej mit dem j-ten Standardvektor (als Spaltenvektor aufgefasst) die j-te Spalte von M ergibt. Was ist eiM, wobei ei der i-te Standardvektor (als Zeilenvektor aufgefasst) ist?



Es sei

D=(d11000d220000dn1n1000dnn)

eine Diagonalmatrix und M eine n×n-Matrix. Beschreibe DM und MD.



Es sei

D=(d11000d220000dn1n1000dnn)

eine Diagonalmatrix und  c=(c1cn)  ein n-Tupel über einem Körper K, und es sei  x=(x1xn)  ein Variablentupel. Welche Besonderheiten erfüllt das lineare Gleichungssystem

Dx=c,

und wie löst man es?



Berechne das Matrizenprodukt

(2+i112i4i5+7i2+i0)(5+4i32i2ie+πi1i)(1+i23i)

gemäß den beiden möglichen Klammerungen.


Für die folgende Aussage wird sich bald ein einfacher Beweis über die Beziehung zwischen Matrizen und linearen Abbildungen ergeben.


Zeige, dass die Matrizenmultiplikation assoziativ ist. Genauer: Es sei K ein Körper und es sei A eine m×n-Matrix, B eine n×p-Matrix und C eine p×r-Matrix über K. Zeige, dass  (AB)C=A(BC)  ist.



Zeige, dass die Matrizenmultiplikation von quadratischen Matrizen im Allgemeinen nicht kommutativ ist.


Zu einer Matrix M bezeichnet man mit Mn die n-fache Verknüpfung (Matrizenmultiplikation) mit sich selbst. Man spricht dann auch von n-ten Potenzen der Matrix.


Berechne zur Matrix

M=(246135012)

die Potenzen

Mi,i=1,,4.



Aus den Rohstoffen R1,R2 und R3 werden verschiedene Produkte P1,P2,P3,P4 hergestellt. Die folgende Tabelle gibt an, wie viel von den Rohstoffen jeweils nötig ist, um die verschiedenen Produkte herzustellen (jeweils in geeigneten Einheiten).

R1 R2 R3
P1 6 2 3
P2 4 1 2
P3 0 5 2
P4 2 1 5


a) Erstelle eine Matrix, die aus einem Vierertupel von Produkten die benötigten Rohstoffe berechnet.


b) Die folgende Tabelle zeigt, wie viel von welchem Produkt in einem Monat produziert werden soll.

P1 P2 P3 P4
6 4 7 5

Welche Rohstoffmengen werden dafür benötigt?


c) Die folgende Tabelle zeigt, wie viel von welchem Rohstoff an einem Tag angeliefert wird.

R1 R2 R3
12 9 13

Welche Produkttupel kann man daraus ohne Abfall produzieren?



Bestimme die (ungefähren) Koordinaten des skizzierten Punktes (eine Kästchenlänge repräsentiere eine Einheit).



Markiere die folgenden Punkte in der kartesischen Ebene 2.

(3,7),(1,2),(0,5),(4,4),(4,5),(3,0),(0,0).



Es sei ein Punkt  P=(x,y)  in der Ebene 2 gegeben. Skizziere die Punkte

(x,y),(x,y),(x,y),(3x,3y),(2x,2y).



Es sei ein Punkt  P=(x,y)  in der Ebene 2 gegeben. Skizziere die Menge aller Punkte

(cx,cy),c.



Markiere zwei Punkte P und Q in der kartesischen Ebene 2 und addiere sie.



Zeige, dass der Zahlenraum Kn zu einem Körper K mit der komponentenweisen Addition und der Skalarmultiplikation die Eigenschaften

  1.  r(su)=(rs)u
  2.  r(u+v)=ru+rv
  3.  (r+s)u=ru+su
  4. 1u=u,

erfüllt.



Es sei K ein Körper und es seien V und W Vektorräume über K. Zeige, dass auch das Produkt

V×W

ein K-Vektorraum ist.



Es sei K ein Körper und V ein K-Vektorraum. Es seien  s1,,skK  und  v1,,vnV.  Zeige

(i=1ksi)(j=1nvj)=1ik,1jnsivj.



Man mache sich klar, dass sich die Addition und die skalare Multiplikation auf einen Untervektorraum einschränken lassen und dass dieser mit den von V geerbten Strukturen selbst ein Vektorraum ist.



Überprüfe, ob die folgenden Teilmengen des 2 Untervektorräume sind:

  1.  V1={(x,y)2x+2y=0}
  2.  V2={(x,y)2xy}
  3.  V3={(x,y)2y=x+1}
  4.  V4={(x,y)2xy=0}



Es sei K ein Körper und

a11x1+a12x2++a1nxn=0a21x1+a22x2++a2nxn=0am1x1+am2x2++amnxn=0

ein homogenes lineares Gleichungssystem über K. Zeige, dass die Menge aller Lösungen des Gleichungssystems ein Untervektorraum des Kn ist. Wie verhält sich dieser Lösungsraum zu den Lösungsräumen der einzelnen Gleichungen?



Es sei D die Menge aller reellen 2×2-Matrizen

(a11a12a21a22),

die die Bedingung

a11a22a21a12=0

erfüllen. Zeige, dass D kein Untervektorraum im Raum aller 2×2-Matrizen ist.



Es sei K ein Körper und V ein K-Vektorraum. Es seien  U,WV  Untervektorräume. Zeige, dass die Vereinigung UW nur dann ein Untervektorraum ist, wenn UW oder WU gilt.



Es sei K ein Körper und I eine Indexmenge. Zeige, dass

KI:=Abb(I,K)

mit stellenweiser Addition und skalarer Multiplikation ein K-Vektorraum ist.



Es sei

C={(xn)nCauchyfolge in }

die Menge aller reellen Cauchyfolgen. Zeige, dass C ein Untervektorraum des Folgenraums

F={(xn)nFolge in }

ist.



Zeige, dass die Teilmenge

S={f:f stetig}Abb(,)

ein Untervektorraum ist.



Zeige, dass die Teilmenge

T={f:f differenzierbar}Abb(,)

ein Untervektorraum ist.



Zeige, dass die Teilmenge

M={f:f monoton}Abb(,)

kein Untervektorraum ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Berechne über den komplexen Zahlen das Matrizenprodukt

(32i1+5i07i2+i4i)(12ii34i2+3i57i2i).



Aufgabe (3 Punkte)

Wir betrachten die Matrix

M=(0abc00de000f0000)

über einem Körper K. Zeige, dass die vierte Potenz von M gleich 0 ist, also

M4=MMMM=0.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei  n.  Finde und beweise eine Formel für die n-te Potenz der Matrix

(ab0c).



Aufgabe (2 Punkte)

Finde neben den beiden Matrizen (1001) und (1001) vier weitere Matrizen M mit der Eigenschaft  M2=(1001)



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein Körper und V ein K-Vektorraum. Zeige, dass die folgenden Eigenschaften gelten (dabei sei  sK  und  vV ).

  1. Es ist  0v=0
  2. Es ist  s0=0
  3. Es ist  (1)v=v
  4. Aus  s0  und  v0  folgt  sv0



Aufgabe (3 Punkte)

Man gebe ein Beispiel für einen Vektorraum V und von drei Teilmengen in V an, die jeweils zwei der Untervektorraumaxiome erfüllen, aber nicht das dritte.



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