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Kurs:Körper- und Galoistheorie (Osnabrück 2018-2019)/Arbeitsblatt 10

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Aufwärmaufgaben

Es sei  R=[23]  der von und 2/3 erzeugte Unterring von . Zeige, dass R alle rationalen Zahlen enthält, die sich mit einer Potenz von 3 im Nenner schreiben lassen.



Zeige, dass die Menge der algebraischen Zahlen 𝔸 keine endliche Körpererweiterung von ist.



Zeige, dass es nur abzählbar viele algebraische Zahlen gibt.



Es seien  KL  und  LM  algebraische Körpererweiterungen. Zeige, dass dann auch  KM  eine algebraische Körpererweiterung ist.



Es sei K ein Körper. Zeige, dass es außer K keine endliche K-Unteralgebra AK[X] gibt.



Es sei K ein kommutativer Ring und A eine kommutative K-Algebra. Beweise die folgenden Aussagen.

  1. Die Identität ist ein K-Algebraautomorphismus.
  2. Die Verknüpfung φψ von zwei K-Algebraautomorphismen φ und ψ ist wieder ein Automorphismus.
  3. Die Umkehrabbildung φ1 zu einem K-Algebraautomorphismus φ ist wieder ein Automorphismus.
  4. Die Menge der K-Algebraautomorphismen bilden mit der Hintereinanderschaltung als Verknüpfung eine Gruppe.



Es sei K ein Körper der Charakteristik 2 und sei  KL  eine quadratische Körpererweiterung. Zeige, dass es neben der Identität einen weiteren K-Algebraautomorphismus LL gibt.



Es sei K ein Körper und sei K[X] der Polynomring über K. Zeige, dass ein Polynom  PK[X]  genau dann irreduzibel ist, wenn das um  aK  „verschobene“ Polynom (das entsteht, wenn man in P die Variable X durch Xa ersetzt) irreduzibel ist.



Es sei  x=2+5  und betrachte die Körpererweiterung

(x)=L.

Zeige, dass diese Körpererweiterung algebraisch ist und bestimme den Grad der Körpererweiterung, das Minimalpolynom von x und das Inverse von x. (Man darf dabei verwenden, dass 2,5,10 irrationale Zahlen sind.)



Es sei p eine Primzahl.

a) Bestimme den Grad der Körpererweiterung

[p3].

Man gebe auch eine -Basis von [p3] an.

b) Zeige, dass in [p3] alle Elemente der Form m3p und n3p2 mit  m,n  eine dritte Wurzel besitzen.

c) Die rationale Zahl  x  besitze in [p3] eine dritte Wurzel. Zeige, dass x die Form

x=k3 oder x=m3p oder x=n3p2

mit  k,m,n  besitzt.

d) Es sei nun q eine weitere, von p verschiedene Primzahl. Bestimme den Grad der Körpererweiterung

[p3,q3].



Es sei K ein Körper und seien  KL1  und  KL2  endliche Körpererweiterungen. Zeige, dass es eine endliche Körpererweiterung  KM  gibt, die sowohl L1 als auch L2 als Zwischenkörper enthält.



Es sei  KL  eine Körpererweiterung und es sei xiL, iI, ein Körper-Erzeugendensystem (als Körper) von L über K. Es seien φ,ψGal(L/K) mit φ(xi)=ψ(xi) für alle iI. Zeige, dass φ=ψ ist.



Es sei z=a+bi, a,b, eine algebraische Zahl. Zeige, dass auch die konjugiert-komplexe Zahl  z=abi  sowie der Real- und der Imaginärteil von z algebraisch sind. Man bestimme den Grad der Körpererweiterung

𝔸𝔸.



Es sei  ϵ=1+3i2  die dritte komplexe Einheitswurzel. Wir betrachten die Körpererweiterung

[ϵ73]=L.


a) Bestimme das Minimalpolynom von ϵ73.


b) Zeige, dass der Grad der Körpererweiterung  L  gleich 3 ist.


c) Zeige, dass die komplexe Konjugation nicht L in L überführt.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei  KL  eine Körpererweiterung und sei  fL  ein Element. Zeige: f ist genau dann algebraisch über K, wenn  K[f]=K(f)  ist.



Aufgabe (3 Punkte)

Bestimme das Inverse von 2x2+3x1 im Körper [X]/(X35) (x bezeichnet die Restklasse von X).



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei  KL  eine Körpererweiterung, wobei L algebraisch abgeschlossen sei. Zeige, dass auch der algebraische Abschluss K von K in L algebraisch abgeschlossen ist.[1]



Aufgabe (3 Punkte)

Es sei K ein Körper und sei K[X,Y] der Polynomring über K in zwei Variablen. Es sei  PK[X]  ein Polynom in der einen Variablen X. Zeige, dass durch die Einsetzung XX und YY+P(X) ein K-Algebraautomorphismus von K[X,Y] in sich definiert wird, der im Allgemeinen nicht linear ist.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei K ein Körper und sei  L=K(X)  der rationale Funktionenkörper über K. Zeige, dass es zu jedem  n+  einen Ringhomomorphismus φ:LL derart gibt, dass  Lφ(L)L  eine endliche Körpererweiterung vom Grad n ist.




Fußnoten
  1. Die Bezeichnungen wären natürlich schlecht gewählt, wenn dies nicht gelten würde.



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