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Kurs:Algebraische Kurven (Osnabrück 2017-2018)/Arbeitsblatt 20

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Übungsaufgaben

Es sei p eine Primzahl. Zeige unter Verwendung der eindeutigen Primfaktorzerlegung von natürlichen Zahlen, dass die reelle Zahl p irrational ist.



Beweise mithilfe der eindeutigen Primfaktorzerlegung in , dass 91/3 irrational ist.



Es sei K ein Körper und sei RiK,iI, eine Familie von normalen Unterringen. Zeige, dass auch der Durchschnitt iIRi normal ist.



Es sei R ein Integritätsbereich. Zeige, dass R genau dann normal ist, wenn er mit seiner Normalisierung übereinstimmt.



Es sei R ein Integritätsbereich. Es sei angenommen, dass die Normalisierung von R gleich dem Quotientenkörper Q(R) ist. Zeige, dass dann R selbst schon ein Körper ist.



Es sei R ein normaler Integritätsbereich und fR, f0. Zeige, dass die Nenneraufnahme Rf ebenfalls normal ist.



Es sei R ein normaler Integritätsbereich und sei  SR  ein multiplikatives System. Zeige, dass dann auch die Nenneraufnahme RS normal ist.



  1. Skizziere die Nullstellengebilde
    V=V(XY,XZ,YZ)𝔸K3

    und

    W=V(ST(ST))𝔸K2

    im reellen Fall.

  2. Stifte einen bijektiven Morphismus
    φ:VW.
  3. Zeige, dass der Morphismus φ außerhalb des Nullpunktes ein Isomorphismus ist (die Charakteristik des Körpers sei 2).



Es sei M ein torsionsfreies Monoid. Zeige, dass dann auch die Differenzengruppe Γ(M) torsionsfrei ist.



Es sei M eine kommutative Gruppe. Zeige, dass die Torsionsfreiheit von M äquivalent zu folgender Eigenschaft ist: Aus  mM  und  rm=0  für ein positives  r  folgt stets  m=0.  Zeige ferner, dass diese Äquivalenz für ein Monoid nicht gelten muss.



Wir betrachten das Nullstellengebilde

C=V(Y2X4)𝔸2.
  1. Ist C irreduzibel?
  2. Kann man den Koordinatenring [X,Y]/(Y2X4) als Monoidring erhalten?
  3. Kann man den Koordinatenring [X,Y]/(Y2X4) als Monoidring zu einem Untermonoid  M×/(2)  erhalten?



Es sei  n+  und sei  M×/(n)  ein Untermonoid. Zeige, dass  mM  genau dann eine Einheit ist, wenn m aufgefasst in ×/(n) eine Einheit ist.



Es sei  n+.  Zeige, dass das -Spektrum des kommutativen Monoids  M=×/(n)  aus n irreduziblen Komponenten besteht, die alle isomorph zur affinen Geraden 𝔸1 sind.



Es sei R ein Integritätsbereich mit Normalisierung Rnorm. Zeige, dass durch

𝔣={gRgRnormR}

ein Ideal in R gegeben ist.



Es sei  M  ein numerisches Monoid, das von teilerfremden natürlichen Zahlen erzeugt werde. Zeige, dass für das Führungsideal des zugehörigen Monoidrings K[M] die Beziehung

𝔣=(Mf)

besteht, wobei f die Führungszahl des Monoids bezeichnet.



Es sei  M  ein numerisches Monoid. Zeige, dass der Singularitätsgrad von M mit den drei folgenden Zahlen übereinstimmt.

  1. Die maximale Länge einer Kette von Monoiden
    M=M0M1M2Mn=
  2. Die maximale Länge einer Kette von K-Algebren
    K[M]=R0R1R2Rn=K[T].
  3. Die maximale Länge einer Kette (einer Fahne) von K-Untervektorräumen
    K[M]=V0V1V2Vn=K[T].




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (3 Punkte)

Es sei R ein normaler Integritätsbereich und  RS  eine ganze Ringerweiterung. Es sei  fR.  Zeige, dass für das von f erzeugte Hauptideal gilt:

R(f)S=(f)R.



Aufgabe (6 Punkte)

Es sei R ein normaler Integritätsbereich. Zeige, dass dann auch der Polynomring R[X] normal ist.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei R ein normaler Integritätsbereich und  aR.  Es sei vorausgesetzt, dass a keine Quadratwurzel in R besitzt. Zeige, dass das Polynom X2a prim in R[X] ist. Tipp: Verwende den Quotientenkörper Q(R). Warnung: Prim muss hier nicht zu irreduzibel äquivalent sein.



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei R ein Integritätsbereich. Zeige, dass die folgenden Eigenschaften äquivalent sind.

  1. R ist normal.
  2. Für jedes Primideal 𝔭 ist die Lokalisierung R𝔭 normal.
  3. Für jedes maximale Ideal 𝔪 ist die Lokalisierung R𝔪 normal.

(Man sagt daher, dass normal eine lokale Eigenschaft ist.)


Aufgabe (2 Punkte)

Es sei  MΓ(M)n  ein Monoid und betrachte die Menge

M={φ:Γ(M)φ(M)}.

Zeige, dass M ein normales Untermonoid von Hom(n,) ist.

(Dieses Monoid nennt man das duale Monoid zu M.)


Aufgabe (3 Punkte)

Betrachte Beispiel 20.11. Welchen Wert haben die drei Erzeuger unter den dort angegebenen Monoidhomomorphismen φ1,φ2 nach , durch die das Monoid beschrieben werden kann. Bestimme den Kokern des Gruppenhomomorphismus

Γ(M)2,m(φ1(m),φ2(m)).

(Diesen Kokern nennt man die Divisorenklassengruppe des Monoidringes.)


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