Zum Inhalt springen

Kurs:Invariantentheorie (Osnabrück 2012-2013)/Arbeitsblatt 28

Aus Wikiversity



Aufwärmaufgaben

Es sei a, a0. Wir betrachten die kurze exakte Sequenz

0a/(a)0.

Zeige, dass dies zu einer kurzen exakten Sequenz

0Hom(/(a),)Hom(,)Hom(,)E/(a)0

führt.



Es sei

φ:nm

ein injektiver Gruppenhomomorphismus und

0nφmD0

die zugehörige kurze exakte Sequenz. Zeige, dass dies zu einer exakten Sequenz

0Hom(D,)mHom(m,)nHom(n,)

führt, wobei die Abbildung rechts nicht surjektiv sein muss.


Die nächste Aufgabe beruht auf dem Elementarteilersatz.


Es sei

φ:nm

ein injektiver Gruppenhomomorphismus und

0nφmD0

die zugehörige kurze exakte Sequenz, wobei D endlich ist (somit ist m=n). Zeige, dass dies zu einer kurzen exakten Sequenz

0Hom(D,)nHom(n,)nHom(n,)E0

führt, wobei E isomorph zu D ist.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. Der R-Modul

M=HomR(M,R)

heißt der duale Modul zu M.



Es sei R ein kommutativer Ring und sei

0LMN0

eine kurze exakte Sequenz von R-Moduln L,M,N. Zeige, dass dies zu einer exakten Sequenz

0NML

der dualen Moduln führt.


Ein R-Modul M über einem Integritätsbereich heißt Torsionsmodul, wenn es zu jedem  vM  ein rR, r0, mit  rv=0  gibt.



Es sei R ein Integritätsbereich und sei M ein R-Torsionsmodul. Zeige, dass der duale Modul  M=0  ist.



Es sei M ein endlich erzeugtes Monoid und

γ:M

ein Monoidhomomorphismus mit der zugehörigen Spektrumsabbildung

×(Spek([T,T1]))(Spek([M]))

und dem induzierten stetigen geschlossenen Weg

S1(Spek([M])).

Zeige, dass dieser Weg nullhomotop ist, wenn der Monoidhomomorphismus γ durch faktorisiert.



Es sei M das punktierte Spektrum zu

R=[U,V,Z]/(U2+V2Z2).

Man gebe einen expliziten Erzeuger der Fundamentalgruppe von M an.



Es sei

A=(ξ1000ξ2000ξn)

eine Diagonalmatrix, deren Einträge allesamt Einheitswurzeln ξj in einem Körper K seien. Zeige, dass die zugehörige lineare Operation der von A erzeugten zyklischen Gruppe auf dem Kn{0} genau dann fixpunktfrei ist, wenn die Ordnungen der ξj übereinstimmen.



Wir betrachten die lineare Operation der zyklischen Gruppe /(5) auf 3 durch Potenzen der Matrix

(ξ000ξ000ξ3),

wobei ξ eine fünfte primitive Einheitswurzel sei. Bestimme den Invariantenring zu dieser Operation. Man gebe einen expliziten Erzeuger der lokalen Fundamentalgruppe des Spektrums dieses Invariantenringes an.



Wir betrachten die lineare Operation der symmetrischen Gruppe S2 auf dem 2 und es sei

2T(2S2)q(T)

die zugehörige Quotientenabbildung, wobei T der Fixraum der Operation sei. Beschreibe die induzierte Abbildung der Fundamentalgruppen.



Es sei  GGLn(K)  eine nichttriviale Reflektionsgruppe. Zeige, dass zu einer fixpunktfreien, offenen G-invarianten Teilmenge  UKn  das Komplement KnU eine Dimension n1 besitzt.


Eine endliche Untergruppe  GGLn(K)  über einem Körper K heißt klein, wenn sie keine Pseudoreflektion enthält.



Es sei  GGLn()  eine kleine Gruppe. Zeige, dass es eine offene Menge  U(Spek([X1,,Xn]G))  gibt, deren Fundamentalgruppe gleich G ist.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (6 Punkte)

Wir betrachten die lineare Operation der zyklischen Gruppe /(3) auf 4 durch Potenzen der Matrix

(ξ0000ξ0000ξ20000ξ2),

wobei ξ eine dritte primitive Einheitswurzel sei. Bestimme den Invariantenring zu dieser Operation. Man gebe einen expliziten Erzeuger der lokalen Fundamentalgruppe des Spektrums dieses Invariantenringes an.



Aufgabe (4 Punkte)

Zeige, dass der singuläre Ort der affinen Varietät

V(A2BCD)𝔸K4

(über einem algebraisch abgeschlossenen Körper K) aus drei Geraden besteht, und dass diese die Bilder der Koordinatenachsen des 𝔸K3 unter der in Beispiel 28.5 besprochenen Quotientenabbildung sind.



<< | Kurs:Invariantentheorie (Osnabrück 2012-2013) | >>

PDF-Version dieses Arbeitsblattes

Zur Vorlesung (PDF)