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Kurs:Bündel, Garben und Kohomologie (Osnabrück 2019-2020)/Arbeitsblatt 17

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Vergleiche die Definition 17.1 eines geometrischen Vektorbündels über einem Schema mit der Definition 1.4 eines reellen Vektorbündels über einem topologischen Raum.



Es sei p:VX ein geometrisches Vektorbündel vom Rang r über dem Schema X. Zeige, dass die Faser zu p über dem Punkt  PX  isomorph zu 𝔸κ(P)r ist.



Was ist ein Vektorbündel über einem Schema X vom Rang 0?



Diskutiere das triviale Geradenbündel

Spek([X])=𝔸1Spek().

Was kann man über die Fasern, was über Schnitte, was über abgeschlossene Teilmengen  YSpek([X])  und ihre Bilder in Spek() sagen?



Bestimme in Beispiel 17.3 die Trivialisierungen und die Übergangsabbildungen explizit.



Zeige, dass in Beispiel 17.4 bei  k=0  das triviale Geradenbündel

𝔸Kn1=𝔸K1×KnKn

vorliegt.



Zeige, dass in Beispiel 17.4 bei  k=1  die sogenannte Projektion weg von einem Punkt

Kn+1Kn+1(0,0,,0,1)=V1Kn

vorliegt.



Es sei X ein Schema und seien p:VX und WX Vektorbündel über X vom Rang r bzw. s. Definiere die direkte Summe V×XW der beiden Vektorbündel unter Bezugnahme auf (simultane) Trivialisierungen  V|U𝔸Ur  und  W|U𝔸Us  (es soll also (V×XW)UV|U×UW|U𝔸Ur+s gelten).



Definiere Konstruktionen aus der linearen Algebra wie direkte Summe, Dual, Tensorprodukt, äußeres Produkt für geometrische Vektorbündel über einem Schema.

Man orientiere sich an der dritten Vorlesung.


Zeige, dass bei einem geometrischen Vektorbündel VX der Nullschnitt eine abgeschlossene Einbettung ist.



Es sei p:VX ein Vektorbündel über X. Zeige, dass die Addition α:V×XVV die folgenden Eigenschaften besitzt (es ist zugleich zu zeigen, dass die angegebenen Morphismen existieren).

  1. Das Diagramm
    VId×(Np)V×XVIdαV

    kommutiert, wobei N:XV den Nullschnitt bezeichnet.

  2. Das Diagramm
    V×XVπV×XVααV

    kommutiert, wobei π die Vertauschung der beiden Faktoren bezeichnet.

  3. Das Diagramm
    V×XV×XVα×IdV×XVId×ααV×XVαV

    kommutiert.


Zur folgenden Aufgabe vergleiche man Aufgabe 1.6.


Es sei K ein Körper. Wir betrachten

A=K[X,Y,U,V]/(XU+YV1),

die Spektrumsabbildung

Spek(A)Spek(K[X,Y])=𝔸K2

und die Einschränkung

p:Spek(A)=D(X,Y)=VU=D(X,Y)𝔸K2

(worauf beruht die Gleichheit links?) Zeige die folgenden Aussagen.

  1. Die Abbildung p ist auf D(X) und auf D(Y) isomorph zur affinen Gerade über der Basis.
  2. Die Abbildung p:VU besitzt keinen Schnitt.
  3. V ist kein Geradenbündel.



Es sei R eine kommutative K-Algebra von endlichem Typ über einem Körper K. Es seien f1,,fn,f Elemente in R und es sei

A=R[T1,,Tn]/(f1T1++fnTn+f)

die erzwingende Algebra zu diesen Daten. Es sei

p:Spek(A)V=D(f1,,fn)U=D(f1,,fn)Spek(R)

die eingeschränkte Spektrumsabbildung. Zeige, dass es eine offene affine Überdeckung  U=iIUi  derart gibt, dass p1(Ui) isomorph zu Ui×𝔸n1 ist, und dass dabei die Übergangsabbildungen affin-linear sind.



Zeige, dass ein Homomorphismus von trivialen Vektorbündeln

φ:𝔸Spek(R)r𝔸Spek(R)s

über dem affinen Schema Spek(R) durch eine s×r-Matrix über R gegeben ist.



Zeige, dass ein Homomorphismus von Vektorbündeln

φ:VW

über X den Nullschnitt von V (aufgefasst als abgeschlossenes Unterschema) in den Nullschnitt von W abbildet.



Es sei φ:VW ein Homomorphismus von Vektorbündeln V,W über X. Zeige, dass das Diagramm

V×XVφ×φW×XWααVφW

kommutiert (ein Vektorbündelhomomorphismus ist also mit der Addition verträglich).



Wir betrachten den Homomorphismus von trivialen Vektorbündeln

φ:𝔸Spek()2𝔸Spek()2

über Spek(), der durch die 2×2-Matrix (5674) gegeben ist. Bestimme die Punkte  PSpek(),  für die die zugehörige Faserabbildung injektiv bzw. surjektiv ist.



Es seien V und W Vektorbündel über einem Schema X und φ:VW ein surjektiver Homomorphismus von Vektorbündeln. Zeige, dass der (punktweise genommene) Kern ein Vektorbündel über X ist.



Es seien V und W Vektorbündel über einem Schema X. Zeige, dass die Garbe der Schnitte der direkten Summe V×XW gleich der direkten Summe der Garbe der Schnitte von V und W ist.



Zeige, dass die Garbe der Schnitte zu dem Geradenbündel

VkKn

aus Beispiel 17.4 die getwistete Strukturgarbe 𝒪Kn(k) ist.



Es seien p:YX und q:ZX Schemata über einem Schema X und sei φ:YZ ein Schemamorphismus über X. Zeige, dass die zugehörige Abbildung der Garbe der Schnitte (in der Kategorie der Schemata) 𝒮Y𝒮Z, die einem Schnitt s:Up1(U) den Schnitt φs:Uq1(U) zuordnet, ein Garbenmorphismus ist.



Es sei φ:VW ein Vektorbündelhomomorphismus zwischen den Vektorbündeln V und W über X und sei

ψ:𝒮V𝒮W

der zugehörigen Garbenmorphismus der Garbe der Schnitte. Zeige, dass ψ ein 𝒪X-Modulhomomorphismus ist.



Es seien V und W Vektorbündel über dem Schema X und seien 𝒮V 𝒮W die zugehörigen Garben der Schnitte. Zeige, dass die Abbildung

Hom(V,W)Hom(𝒮V,𝒮W),

die einem Vektorbündelhomomorphismus der zugehörigen 𝒪X-Modulhomomorphismus zuordnet, eine Bijektion ist. Zeige ferner, dass sich unter dieser Korrespondenz die Isomorphismen entsprechen.



Es seien V und W Vektorbündel über einem Schema X und und 𝒢 die zugehörigen lokal freien Garben der Schnitte. Es sei φ:VW ein Homomorphismus von Vektorbündeln und ψ:𝒢 der zugehörige Garbenhomomorphismus. Zeige, dass die folgenden Aussagen äquivalent sind:

  1. φ ist ein surjektiver Schemamorphismus.
  2. In jedem Punkt  PX  ist die Faserabbildung V(x)W(x) surjektiv.
  3. Der Homomorphismus ψ:𝒢 ist surjektiv.
  4. Es gibt eine offene Überdeckung  X=iIUi  und lokale Schnitte (Vektorbündelhomomorphismen)
    si:W|UiV|Ui

    zu φ.

  5. Es gibt eine offene Überdeckung  X=iIUi  und lokale Schnitte (Modulhomomorphismen)
    ti:𝒢|Ui|Ui

    zu ψ.



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