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Kurs:Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024)/Arbeitsblatt 11



Übungsaufgaben

Wir betrachten auf dem 2 die -wertige 1-Differentialform

ω=(xy+y2)dx+(3x2y)dy.

Berechne ω((23),(45)).



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  GV  eine offene Teilmenge und sei (G,W) die Menge der 1-Formen auf G mit Werten in W. Zeige die folgenden Eigenschaften.

  1. (G,W) ist mit den natürlichen Operationen versehen ein 𝕂-Vektorraum.
  2. Zu einer Differentialform  ω(G,W)  und einer Funktion
    f:G𝕂

    ist auch  fω(G,W),  wobei fω durch

    (fω)(P):=f(P)ω(P)

    definiert ist.

  3. Jede C1-differenzierbare Abbildung
    f:GW

    definiert über das totale Differential eine 1-Differentialform

    df=Df:GHom𝕂(V,W),P(Df)P.

    Dies ergibt eine Abbildung

    d:C1(G,W)(G,W),fdf.
  4. Die Abbildung d aus (3) ist 𝕂-linear.



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  GV  eine offene Teilmenge und sei (G,W) die Menge der 1-Formen auf G mit Werten in W. Zeige, dass die Menge der exakten Differentialformen ein 𝕂-Untervektorraum von (G,W) ist.



Zeige, dass die holomorphen Differentialformen dzzn auf {0} für  n2  exakt sind.



Es sei V ein endlichdimensionaler 𝕂-Vektorraum, der mit einem Skalarprodukt versehen sei, und sei  UV  eine offene Menge. Zeige, dass die 𝕂-wertigen 1-Differentialformen auf V in natürlicher Weise den (zeitunabhängigen) Vektorfeldern auf U entsprechen.


Es sei V ein euklidischer Vektorraum,  UV  offen und

h:U

eine differenzierbare Funktion. Dann nennt man die Abbildung

UV,PGradh(P),

das zugehörige Gradientenfeld.



Wir betrachten die Korrespondenz aus Aufgabe 11.5 im reellen Fall. Zeige, dass dabei die exakten Differentialformen den Gradientenfeldern entsprechen.


In der vorstehenden Aufgabe entspricht eine Stammform einem Potential.


Vereinfache in 23 den Ausdruck

e1(e24e3)e2(5e1+3e24e3)+(7e3)e14(5e12e3)+(2e18e2)(2e18e2).



Drücke das Dachprodukt (412)(356) in der Standardbasis von 23 aus.



Drücke das Dachprodukt (254)(724) in der Standardbasis von 23 aus.



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  UV  eine offene Teilmenge und sei ω eine W-wertige differenzierbare 1-Differentialform auf U. Zeige, dass die äußere Ableitung von ω wohldefiniert (als Abbildung von U nach Hom𝕂(2V,W)) ist, also unabhängig von der gewählten Basis auf V ist.



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume und sei  GV  eine offene Teilmenge. Zeige, dass die Geschlossenheit einer 1-Form auf G mit Werten in W eine lokale Eigenschaft ist, d.h. ω ist genau dann geschlossen, wenn es eine offene Überdeckung  U=iIUi  derart gibt, dass die Einschränkungen ω|Ui geschlossen sind.



Zeige, dass die 1-Differentialform  ω=(2xsiny)dxxcosydy  auf dem 2 geschlossen und auch exakt ist.



Zeige, dass die 1-Differentialform

ydx+xdy

auf dem 2 nicht geschlossen ist.



Zeige, dass die 1-Differentialform

yx2+y2dx+xx2+y2dy

auf dem 2{0} geschlossen, aber nicht exakt ist.



Bestimme die äußere Ableitung der 1-Differentialform

ω=(x2y3)dx+x3y2dy

auf dem 2.



Berechne die äußere Ableitung dω der 1-Differentialform

ω=x2ydxxy2dy

auf  U={(x,y)2y0}



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  GV  eine offene Teilmenge und sei (G,W) die Menge der 1-Formen auf G mit Werten in W. Zeige, dass die Menge der geschlossenen Differentialformen einen 𝕂-Untervektorraum von (G,W) ist.


Es sei  Un  eine offene Teilmenge und

G:Un

ein differenzierbares Vektorfeld. Man sagt, dass G die Integrabilitätsbedingung erfüllt (oder lokal integrabel ist), wenn

Gixj(P)=Gjxi(P)

für alle  PU  und alle i,j gilt.



Wir betrachten die Korrespondenz aus Aufgabe 11.5 im reellen Fall. Zeige, dass dabei die geschlossenen Differentialformen den Vektorfeldern entsprechen, die die Integrabilitätsbedingung erfüllen.



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  UV  eine offene Teilmenge und sei ω eine differenzierbare 1-Differentialform auf U mit Werten in W. Es sei b1,,b eine Basis, und ω besitze die Darstellung

ω=k=1ωkbk

mit 𝕂-wertigen Differentialformen ωk.

  1. Zeige, dass ω genau dann exakt ist, wenn alle ωk exakt sind.
  2. Es sei nun ω stetig differenzierbar. Zeige, dass ω genau dann geschlossen ist, wenn alle ωk geschlossen sind.



Es sei  Un  offen und f:U eine zweifach stetig differenzierbare Funktion. Zeige

d(df)=0,

wobei d die äußere Ableitung bezeichnet.



Es sei

f:,tf(t),

eine stetig differenzierbare Funktion und es sei  ω=g(s)ds  eine 1-Differentialform auf . Bestimme fω.



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  UV  eine offene Teilmenge und sei ω eine 1-Differentialform auf U mit Werten in W. Es sei  UU  eine offene Mengen in V. Zeige, dass der Rückzug von ω auf U einfach die Einschränkung ist.



Es seien  Wm  und  Un  offene Teilmengen und sei

ψ:WU

eine stetig differenzierbare Abbildung. Es sei

f:U

eine stetig differenzierbare Funktion. Folgere aus der Kettenregel, dass

d(ψf)=ψ(df)

gilt, wobei ψ das Zurückziehen von Differentialformen bezeichnet.



Es sei  U  offen und sei f:U, zf(z)=w, eine nullstellenfreie holomorphe Funktion. Zeige, dass

f(dww)=f(z)f(z)dz

gilt.



Es sei  U  offen und sei

φ:U,(u,v)φ(u,v)=φ1(u,v)+iφ2(u,v)=x+iy=z,

eine reell total differenzierbare Abbildung. Zeige, dass für den Rückzug φdz gilt (mit  w=u+iv )

φ(dz)=φudu+φvdv=φwdw+φwdw.



Es sei  U  offen und sei

φ:U,(u,v)φ(u,v)=φ1(u,v)+iφ2(u,v)=x+iy=z,

eine reell total differenzierbare Abbildung. Zeige, dass für den Rückzug φdz gilt (mit  w=u+iv )

φ(dz)=φudu+φvdv=φwdw+φwdw.



Wir betrachten die Differentialform

ω=ydx+zdy+xdz

auf dem 3 und die Abbildung

φ:23,(u,v)(u2,v2,uv).
  1. Berechne die äußere Ableitung von ω.
  2. Berechne den Rückzug φω von ω unter φ.
  3. Berechne die äußere Ableitung von φω auf 2.
  4. Berechne den Rückzug φdω von dω unter φ unabhängig von (3).



Es seien V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, sei  UV  eine offene Teilmenge und sei ω eine 1-Differentialform auf U mit Werten in W. Es seien  UV  und  UV  weitere offene Mengen in endlichdimensionalen 𝕂-Vektorräumen V bzw. V. Es seien

ψ:UU

und

φ:UU

total differenzierbare Abbildungen. Zeige

(φψ)ω=ψ(φ(ω)).




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (2 Punkte)

Wir betrachten auf dem 2 die -wertige 1-Differentialform

ω=(5xy2y+x2)dx+(4x2yx3)dy.

Berechne ω((16),(52)).



Aufgabe (2 Punkte)

Bestimme die äußere Ableitung der 1-Differentialform

ω=xy2dx+yzdy+x3dz

auf dem 3.



Aufgabe (5 (2+3) Punkte)

Es seien V,V,W endlichdimensionale 𝕂-Vektorräume, es seien  UV  und  UV  offene Mengen und sei ω eine W-wertige differenzierbare 1-Differentialform auf U. Es sei φ:UU eine differenzierbare Abbildung.

  1. Es sei ω exakt. Zeige, dass auch die zurückgezogene Differentialform φω exakt ist.
  2. Es sei ω geschlossen. Zeige, dass auch die zurückgezogene Differentialform φω geschlossen ist.




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