Lösung
- Eine Verknüpfung
auf einer Menge
ist eine
Abbildung
-
- Ein Ausdruck der Form
-
mit
heißt Polynom in einer Variablen über
.
- Die Sinusreihe ist
-
- Eine Funktion
heißt Stammfunktion zu
, wenn
auf
differenzierbar
ist und
für alle
gilt.
- Unter der Dimension eines Vektorraums
versteht man die Anzahl der Elemente in einer Basis von
.
- Unter der beschreibenden Matrix zu
bezüglich der Basen versteht man die
-
Matrix
-

wobei
die
-te
Koordinate
von
bezüglich der Basis
ist.
Lösung
- Es seien
zwei Polynome mit
. Dann gibt es eindeutig bestimmte Polynome
mit
-
- Sei
eine Teilmenge,
ein Punkt und
-
eine Funktion. Dann ist
in
genau dann differenzierbar, wenn es ein
und eine Funktion
-
gibt mit
stetig in
und
und mit
-

- Es sei
ein
Körper und sei
eine
-
Matrix
über
. Dann sind die folgenden Aussagen äquivalent.
-
.
- Die Zeilen von
sind linear unabhängig.
-
ist invertierbar.
-
.
Berechne die
Gaußklammer
-
Lösung
Es ist
-

also ist
-

Man entwerfe ein Computer-Programm
(Pseudocode),
das das
arithmetische Mittel
aus zwei vorgegebenen nichtnegativen rationalen Zahlen berechnet.
- Der Computer besitzt beliebig viele Speicher, die natürliche Zahlen enthalten können.
- Er kann die Summe von zwei Speicherinhalten ausrechnen und in einen weiteren Speicher schreiben.
- Er kann das Produkt von zwei Speicherinhalten ausrechnen und in einen weiteren Speicher schreiben.
- Er kann Speicherinhalte ausdrucken und vorgegebene Texte ausdrucken.
- Es gibt einen Haltebefehl.
Die Anfangskonfiguration sei
-
mit
.
Dabei sind
und
die rationalen Zahlen, von denen das arithmetische Mittel berechnet werden soll. Das Ergebnis soll ausgedruckt werden
(in der Form Zähler Nenner)
und anschließend soll das Programm anhalten.
Lösung
- Berechne Produkt aus 2. und 4. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 5. Speicher.
- Berechne Summe aus 5. und 6. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 7. Speicher.
- Berechne Summe aus 5. und 7. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 8. Speicher.
- Berechne Produkt aus 1. und 4. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 9. Speicher.
- Berechne Produkt aus 2. und 3. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 10. Speicher.
- Berechne Summe aus 9. und 10. Speicherinhalt, schreibe das Ergebnis in 11. Speicher.
- Drucke den 11. Speicherinhalt.
- Drucke den 8. Speicherinhalt.
- Halte an.
Erläutere das Konzept „Approximation“ anhand typischer Beispiele.
Lösung erstellen
Zeige, dass die reelle Zahl
eine Nullstelle des Polynoms
ist.
Lösung
Es ist

und

Somit ist

Beweise den Zwischenwertsatz.
Lösung
Wir beschränken uns auf die Situation
und zeigen die Existenz von einem solchen
mit Hilfe einer Intervallhalbierung. Dazu setzt man
und
,
betrachtet die Intervallmitte
und berechnet
-
Bei
setzt man
-
und bei
setzt man
-
In jedem Fall hat das neue Intervall
die halbe Länge des Ausgangsintervalls und liegt in diesem. Da es wieder die Voraussetzung
erfüllt, können wir darauf das gleiche Verfahren anwenden und gelangen so rekursiv zu einer
Intervallschachtelung.
Sei
die durch diese Intervallschachtelung gemäß
Satz 8.12 (Mathematik für Anwender (Osnabrück 2020-2021))
definierte
reelle Zahl.
Für die unteren Intervallgrenzen gilt
und das überträgt sich wegen der Stetigkeit
nach dem Folgenkriterium
auf den Grenzwert
, also
.
Für die oberen Intervallgrenzen gilt
und das überträgt sich ebenfalls auf
, also
. Also ist
.
Wir betrachten das Polynom
-

- Berechne die Werte von
an den Stellen
.
- Skizziere den Graphen von
auf dem Intervall
. Gibt es einen Bezug zur Exponentialfunktion
?
- Bestimme eine Nullstelle von
innerhalb von
mit einem Fehler von maximal
.
Lösung
Zeige, dass die Funktion
-
streng wachsend ist.
Lösung
Lösung
Bestimme das
Taylor-Polynom
der sechsten Ordnung zur Funktion
im Nullpunkt mit einem Potenzreihenansatz unter Verwendung von
Lösung
Lösung
- Es ist
-

- Es ist
-

und
-

Die Gleichung für die Tangente an diesem Punkt ist also
-

- Wir setzen
-

bzw.
-

Die Nullstelle
und damit der Faktor
ist bereits bekannt. Es ist
(Division mit Rest)
-

Die beiden Schnittpunkte sind also
und
.
- Im relevanten Bereich verläuft
unterhalb von
. Der eingeschlossene Flächeninhalt ist daher gleich

Es sei
ein
beschränktes Intervall
und
eine nach unten beschränkte
stetige Funktion.
Es sei vorausgesetzt, dass das
Supremum
über alle
Treppenintegrale
zu äquidistanten unteren Treppenfunktionen existiert. Zeige, dass dann auch das Supremum zu allen Treppenintegralen zu unteren Treppenfunktionen
(also das
Unterintegral)
existiert und mit dem zuerst genannten Supremum übereinstimmt.
Lösung
Wir zeigen, dass jedes Treppenintegral zu einer unteren Treppenfunktion bis auf jeden vorgegebenen Fehler
durch das Treppenintegral zu einer äquidistanten unteren Treppenfunktion angenähert werden kann, woraus die Aussagen folgen. Es seien
die Intervallgrenzen und sei
-

eine Unterteilung des Intervalls mit einer unteren Treppenfunktion
mit den Werten
auf dem Teilintervall
. Es sei
der maximale Wert von
und es sei
eine untere Schranke von
und von
. Es sei
so gewählt, dass
-

ist. Wir betrachten die äquidistante Unterteilung von
mit
Teilintervallen
,
,
und wir betrachten darauf die Treppenfunktion
, die folgendermaßen definiert ist.
-
![{\displaystyle {}s{|}_{I_{j}}=s_{j}={\begin{cases}d,{\text{ falls es ein }}a_{i}\in I_{j}{\text{ gibt}},\\t_{i},{\text{ falls }}I_{j}\subseteq ]a_{i-1},a_{i}[{\text{ für ein }}i\,.\end{cases}}\,}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/e65bf8c4fe403e8099c51af8d960c3d0c744a826)
Damit ist
und
stimmt in jedem Punkt
mit
überein oder hat den Wert
, letzteres kommt aber nur auf höchstens
äquidistanten Teilintervallen vor. Daher gilt für die Differenz der beiden Treppenintegrale die Beziehung
-

wie gefordert.
Lösung
Es sei
der Preis für ein Schneeglöckchen und
der Preis für einen Mistelzweig. Dann gilt
-

und
-

Wenn man von der ersten Zeile das Doppelte der zweiten Zeile abzieht, erhält man
-

und damit
-

Daraus ergibt sich
-

und somit ist der Preis für den gewünschten Strauß gleich
-

Es sei
ein
Körper
und
der
Polynomring
über
, den wir als
(unendlichdimensionalen)
-
Vektorraum
betrachten, und es sei
,
,
ein fixiertes Element.
- Ist die Abbildung
-
(es wird also überall die Variable
durch
ersetzt)
linear?
- Ist die Abbildung
-
(es wird also zu jedem Polynom
hinzuaddiert)
linear?
Lösung
- Es sei
die Gesamtabbildung. Dann ist wegen

und

die Abbildung linear.
- Dies ist nicht linear, da das Nullpolynom
auf
abgebildet wird.
Bestimme die
inverse Matrix
zur Matrix
-
(über dem
Körper der rationalen Funktionen
).
Lösung
Es sei
eine Nullstelle des Polynoms
-
Zeige, dass
-
ein
Eigenvektor
der Matrix
-
zum
Eigenwert
ist.
Lösung
Es ist
