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Kurs:Bündel, Garben und Kohomologie (Osnabrück 2019-2020)/Arbeitsblatt 8

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Es sei R ein vom Nullring verschiedener kommutativer Ring. Zeige unter Verwendung des Lemmas von Zorn, dass es maximale Ideale in R gibt.



Zeige, dass ein maximales Ideal 𝔪 in einem kommutativen Ring R ein Primideal ist.



Es sei R ein kommutativer Ring und 𝔭 ein Ideal. Zeige, dass 𝔭 genau dann ein Primideal ist, wenn der Restklassenring R/𝔭 ein Integritätsbereich ist.



Es sei 𝔞 ein Ideal in einem kommutativen Ring R. Zeige, dass 𝔞 genau dann ein Primideal ist, wenn 𝔞 der Kern eines Ringhomomorphismus φ:RK in einen Körper K ist.



Es sei R ein kommutativer Ring,  𝔞R  ein Ideal und  MR  ein multiplikatives System mit  𝔞M=.  Zeige mit dem Lemma von Zorn, dass es dann auch ein Primideal 𝔭 mit  𝔞𝔭  und mit  𝔭M=  gibt.



Es sei R ein kommutativer Ring und sei 𝔞 ein Ideal mit dem Restklassenring

S=R/𝔞.

Zeige, dass die Ideale von S eindeutig denjenigen Idealen von R entsprechen, die 𝔞 umfassen.



Es sei R ein kommutativer Ring und  SR  ein multiplikatives System. Zeige, dass die Primideale in RS genau denjenigen Primidealen in R entsprechen, die mit S einen leeren Durchschnitt haben.



Beschreibe das Spektrum Spek(R𝔭) einer Lokalisierung eines kommutativen Ringes R an einem Primideal 𝔭.



Es seien R und S kommutative Ringe und sei φ:RS ein Ringhomomorphismus. Es sei 𝔭 ein Primideal in S. Zeige, dass das Urbild φ1(𝔭) ein Primideal in R ist.

Zeige durch ein Beispiel, dass das Urbild eines maximalen Ideales kein maximales Ideal sein muss.



Es sei

φ:RS

ein Ringhomomorphismus zwischen den kommutativen Ringen R und S und es sei  𝔭Spek(S)  ein Primideal. Zeige, dass es natürliche Ringhomomorphismen

Rφ1(𝔭)S𝔭

(zwischen den Lokalisierungen) und

κ(φ1(𝔭))κ(𝔭)

(zwischen den Restekörpern) gibt.



Es sei K ein Körper und seien R und S integre, endlich erzeugte K-Algebren. Es sei

φ:RS

ein K-Algebrahomomorphismus und 𝔫 ein maximales Ideal in S mit  φ1(𝔫)=𝔪.  Die Abbildung induziere einen Isomorphismus R𝔪S𝔫. Zeige, dass es dann auch ein fR, f∉𝔪, derart gibt, dass RfSφ(f) ein Isomorphismus ist.



Zeige, dass die Spektrumsabbildung zur Reduktion

RR/𝔫R

eines kommutativen Ringes R eine Homöomorphie ist.



Es sei R ein kommutativer Ring, der einen Körper der positiven Charakteristik  p>0  enthalte (dabei ist p eine Primzahl). Zeige, dass die Abbildung

RR,ffp,

ein Ringhomomorphismus ist, den man den Frobeniushomomorphismus nennt.



Es sei R ein kommutativer Ring der positiven Charakteristik  p>0.  Zeige, dass die Spektrumsabbildung zum Frobeniushomomorphismus

RR,ffp,

eine Homöomorphie ist.



Es seien R1 und R2 kommutative Ringe mit dem Produktring  R=R1×R2.  Zeige, dass es eine natürliche Homöomorphie

Spek(R1)Spek(R2)Spek(R1×R2).

gibt.



Es sei R ein kommutativer Ring. Bestimme die Fasern zur Spektrumsabbildung zur Ringerweiterung  RR[X1,,Xn]



Bestimme die Fasern der Spektrumsabbildung zu  [X][X]


Wenn der Grundkörper die komplexen Zahlen sind, so gibt es auf dem -Spektrum auch eine komplexe Topologie, die wesentlich feiner als die Zariski-Topologie ist. Dies wird in den folgenden Aufgaben entwickelt.


Es sei R eine endlich erzeugte kommutative -Algebra. Zeige, dass es auf dem -Spektrum Spek(R) eine natürliche Topologie (oder komplexe Topologie) gibt, die im Falle des Polynomringes [X1,,Xn] mit der metrischen Topologie auf dem n übereinstimmt. Zeige ferner, dass zu einem -Algebrahomomorphismus φ:RS zwischen endlich erzeugten -Algebren R und S die induzierte Abbildung

Spek(S)Spek(R)

stetig in der natürlichen Topologie ist.



Es sei  P[X]  ein nichtkonstantes Polynom. Zeige, dass die Funktion

,zP(z),

die Eigenschaft besitzt, dass Urbilder von beschränkten Teilmengen  T  beschränkt sind.



Es seien  F1,,Fk[X1,,Xn]  Polynome mit der Eigenschaft, dass der dadurch definierte -Algebrahomomorphismus

[Y1,,Yk][X1,,Xn],YjFj,

ganz ist. Zeige, dass die zugehörige Abbildung

nk,(x1,,xn)(F1(x1,,xn),,Fk(x1,,xn)),

die Eigenschaft besitzt, dass Urbilder von beschränkten Teilmengen  Tk  wieder beschränkt sind.


Man folgere, dass in der vorstehenden Situation die Abbildung F eigentlich ist, dass also Urbilder kompakter Teilmengen wieder kompakt sind, und dass F abgeschlossen ist.


Bestimme die Fasern der Spektrumsabbildung zu  [X][X].  Welche sind endlich?



Es sei φ:RS ein Ringhomomorphismus zwischen kommutativen Ringen und es sei

φ:Spek(S)Spek(R),𝔭φ(𝔭),

die zugehörige Spektrumsabbildung. Zeige, dass die Faser über einem Primideal  𝔭Spek(R)  in kanonischer Weise homöomorph zu Spec(SRκ(𝔭)) ist.



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