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Kurs:Differentialgeometrie (Osnabrück 2023)/Arbeitsblatt 10

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Übungsaufgaben

Zeige, dass

M={(x,y,z,t)4x+x2y+z2+t3=0}

eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des 4 ist.



Es sei

f:+

eine stetig differenzierbare Funktion. Zeige, dass die Rotationsfläche des Graphen von f eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des 3 ist.



Zeige, dass die Menge aller reellen n×n-Matrizen mit Determinante 1 eine (n21)-dimensionale abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des n2 ist.



Man gebe ein Beispiel einer abgeschlossenen Teilmenge M, die keine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit von ist.







Es seien M und N zwei disjunkte abgeschlossene Untermannigfaltigkeiten des n. Zeige, dass deren Vereinigung MN ebenfalls eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit ist, und dass diese Aussage ohne die Voraussetzung der Disjunktheit nicht gilt.



Es sei f:n eine stetig differenzierbare Funktion. Zeige, dass der Graph  Γfn+1  eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des n+1 ist.



Es sei  M  eine differenzierbare Mannigfaltigkeit der Dimension n. Zeige, dass es eine Kette von abgeschlossenen Untermannigfaltigkeiten

M0M1M2Mn1Mn=M

derart gibt, dass die abgeschlossene Untermannigfaltigkeit Mi die Dimension i besitzt.



Wir betrachten die Menge

N={A=(abcd)A ist nilpotent}4

der reellen nilpotenten 2×2-Matrizen sowie die Menge

M=N{(0000)}.

a) Ist N zusammenhängend?

b) Zeige, dass M eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit einer offenen Teilmenge  G4  ist.

c) Bestimme die Dimension von M.

d) Ist M zusammenhängend?

e) Überdecke M mit expliziten topologischen Karten.



Es sei  Mn  eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit und  PM  ein Punkt. Es sei TP(i) die Tangentialabbildung zur Inklusion

i:Mn

und γ ein differenzierbarer Weg in M mit

γ(0)=P.

Zeige, dass in  nTPn  die Gleichheit

TP(i)([γ])=(iγ)(0)

gilt.



Es sei  Gn  offen, φ:Gm eine differenzierbare Abbildung und M die Faser über  0m.  Es sei vorausgesetzt, dass das totale Differential in jedem Punkt dieser Faser surjektiv sei. Zeige, dass für  PM  der Tangentialraum im Sinne von Definition 53.7 (Analysis (Osnabrück 2021-2023)) mit dem Tangentialraum der differenzierbaren Mannigfaltigkeit M im Punkt P übereinstimmt.



Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit und

π:TMM

das Tangentialbündel. Zeige, dass diese Projektionsabbildung stetig ist.



Es sei TM das Tangentialbündel zu einer differenzierbaren Mannigfaltigkeit M. Zeige, dass die Mengen (T(α))1(V×W) zu allen Karten

α:UV

mit V,Wn offen eine Basis der Topologie auf dem Tangentialbündel bilden.



Es sei  Wn  offen, h:W eine stetig differenzierbare Funktion und  Y=h1(c)  die Faser zu  c,  wobei h in jedem Punkt von Y regulär sei. Realisiere das Tangentialbündel von Y als eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit von W×n.



Es sei  Yn  eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit und φ:VUY eine diffeomorphe Parametrisierung einer offenen Teilmenge  UY  durch eine offene Teilmenge  Vd,  wobei wir φ auch als Abbildung nach n auffassen. Zeige, dass ein kommutatives Diagramm

ViTVφiφT(φ)UTU

vorliegt.



Seien M und N differenzierbare Mannigfaltigkeiten und es sei φ:MN eine differenzierbare Abbildung. Zeige, dass die zugehörige Tangentialabbildung

T(φ):TMTN

stetig ist.



Berechne die Tangentialabbildung Tφ zu

φ:32,(x,y,z)(x2y3xz3+y2,xsinyeyz)
unter Verwendung der Identifizierungen

T3=3×3 und T2=2×2.



Man gebe ein Beispiel einer differenzierbaren Kurve

γ:[0,1[S1

derart, dass der Grenzwert limt1γ(t) existiert, dass aber der Grenzwert limt1(γ(t),Tt(γ)(1)) in TS1 nicht existiert.



Es sei  Mn  eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit. Interpretiere die Hintereinanderschaltung

TMTn=n×n+n.



Zeige, dass die Abbildung

TS12,((a,b),t(b,a))(a,b)+t(b,a),

für jeden Punkt (x,y)2 außerhalb der Einheitskreisscheibe zwei Urbildpunkte, auf dem Einheitskreis einen Urbildpunkt und innerhalb der offenen Einheitskreisscheibe keinen Urbildpunkt besitzt. Man interpretiere dies geometrisch.



Es sei  MN  eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit der differenzierbaren Mannigfaltigkeit N. Zeige, dass  TMTN  eine abgeschlossene Teilmenge ist.



Man gebe ein Beispiel einer injektiven differenzierbaren Abbildung

φ:MN

zwischen zwei differenzierbaren Mannigfaltigkeiten M und N derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

T(φ):TMTN

nicht injektiv ist.



Man gebe ein Beispiel einer surjektiven differenzierbaren Abbildung

φ:MN

zwischen zwei differenzierbaren Mannigfaltigkeiten M und N derart, dass die zugehörige Tangentialabbildung

T(φ):TMTN

nicht surjektiv ist.



Man gebe ein stetiges Vektorfeld auf S2 an, das nur eine Nullstelle besitzt.



Die Einheitssphäre S2 bewege sich in einer Sekunde vollständig (vom Nordpol aus gesehen gegen den Uhrzeigersinn) um die Polachse. Welche differenzierbare Kurve und welcher Tangentialvektor an einen Punkt PS2 gehört zu dieser Bewegung? Beschreibe das zugehörige Vektorfeld

S2TS2T3=6.



Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit mit dem Tangentialbündel p:TMM und sei

ψ:ZM

eine Abbildung, wobei Z eine Menge bezeichnet. Eine Abbildung

F:ZTM

heißt Vektorfeld längs ψ, wenn  pF=ψ  gilt.




Aufgaben zum Abgeben

Aufgabe (8 (3+3+2) Punkte)

Es seien  m,n+

a) Zeige, dass die Menge

M={(x,y,u,v)4uxm+vyn=1}

eine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des 4 ist.

b) Zeige, dass die Abbildung

φ:M2,(x,y,u,v)(x,y),

differenzierbar und in jedem Punkt  PM  regulär ist.

c) Beschreibe die Fasern von φ.



Aufgabe (10 (2+3+5) Punkte)

Wir betrachten die Abbildung

φ:2,x(x2,x3).

a) Zeige, dass diese Abbildung differenzierbar und injektiv ist.

b) Zeige, dass φ nicht in jedem Punkt regulär ist.

c) Zeige, dass das Bild von φ abgeschlossen in 2 ist, aber keine abgeschlossene Untermannigfaltigkeit des 2 ist.



Aufgabe (4 Punkte)

Zeige, dass es eine Homöomorphie des Tangentialbündels TS1 der 1-Sphäre S1 mit dem Produkt S1× gibt.



Aufgabe (5 Punkte)

Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit und

π:TMM

das Tangentialbündel. Zeige, dass TM selbst in natürlicher Weise eine topologische Mannigfaltigkeit ist.


In der folgenden Aufgabe wird der Begriff eines R-Moduls verwendet (das ist eine direkte Verallgemeinerung des Vektorraumsbegriffes).


Es sei R ein kommutativer Ring und  M=(M,+,0)  eine additiv geschriebene kommutative Gruppe. Man nennt M einen R-Modul, wenn eine Operation

R×MM,(r,v)rv=rv,

(Skalarmultiplikation genannt) festgelegt ist, die folgende Axiome erfüllt (dabei seien r,sR und u,vM beliebig):

  1.  r(su)=(rs)u
  2.  r(u+v)=(ru)+(rv)
  3.  (r+s)u=(ru)+(su)
  4.  1u=u



Aufgabe (4 Punkte)

Es sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit, sei  R=C1(M,)  der Ring der differenzierbaren Funktionen auf M und sei F die Menge aller Vektorfelder auf M.

a) Definiere eine Addition auf F derart, dass F zu einer kommutativen Gruppe wird.

b) Definiere eine Skalarmultiplikation

R×FF,(f,s)fs,

derart, dass F zu einem R-Modul wird.




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