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Kurs:Singularitätentheorie (Osnabrück 2019)/Arbeitsblatt 10

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Zeige, dass sich die folgenden Objekte in natürlicher Weise entsprechen.

  1. Gruppenhomomorphismen von r nach .
  2. -Algebrahomomorphismen
    [X1,X11,,Xr,Xr1][T,T1]

    der Form

    XiTai

    mit  aj

  3. Multiplikative Abbildungen von × nach (×)r der Form
    z(za1,,zar)

    mit  aj

  4. Monoidhomomorphismen von r nach .
  5. Multiplikative Abbildungen von × nach r der Form
    z(za1,,zar)

    mit  aj

  6. Stetige Abbildungen
    [0,2π](×)r

    der Form

    s(ea1is,,earis)

    mit  aj



Es sei  MMats×r()  eine s×r-Matrix mit ganzzahligen Koeffizienten. Es sei rs der zugehörige Gruppenhomomorphismus,

[X1,X11,,Xr,Xr1][Y1,Y11,,Ys,Ys1],XjYmj,

der zugehörige -Algebrahomomorphismus, wobei mj die j-te Spalte von M ist und

(×)s(×)r,(y1,,ys)(ym1,,ymr),

die zugehörige multiplikative Abbildung. Zeige, dass die transponierte Matrix die natürliche Abbildung zwischen den Fundamentalgruppen beschreibt, dass also

sπ((×)s,(1,,1))rπ((×)r,(1,,1))

durch Mtr gegeben ist.


Es seien G1,G2,G3 Gruppen. Man nennt ein Diagramm der Form

0G1G2G30

eine kurze exakte Sequenz von Gruppen, wenn G1 ein Normalteiler von G2 ist und wenn G3 isomorph zur Restklassengruppe G2/G1 ist.



Es sei a, a0. Wir betrachten die kurze exakte Sequenz

0a/(a)0.

Zeige, dass dies zu einer kurzen exakten Sequenz

0Hom(/(a),)Hom(,)Hom(,)E/(a)0

führt.



Es sei

φ:nm

ein injektiver Gruppenhomomorphismus und

0nφmD0

die zugehörige kurze exakte Sequenz. Zeige, dass dies zu einer exakten Sequenz

0Hom(D,)mHom(m,)nHom(n,)

führt, wobei die Abbildung rechts nicht surjektiv sein muss.


Die nächste Aufgabe beruht auf dem Elementarteilersatz.


Es sei

φ:nm

ein injektiver Gruppenhomomorphismus und

0nφmD0

die zugehörige kurze exakte Sequenz, wobei D endlich ist (somit ist m=n). Zeige, dass dies zu einer kurzen exakten Sequenz

0Hom(D,)nHom(n,)nHom(n,)E0

führt, wobei E isomorph zu D ist.



Es sei  HG  eine Untergruppe einer kommutativen Gruppe G und sei φ:H ein Gruppenhomomorphismus. Zeige, dass es einen Gruppenhomomorphismus G gibt, der φ (als Abbildung nach ) fortsetzt.


Es sei R ein kommutativer Ring und M ein R-Modul. Der R-Modul

M=HomR(M,R)

heißt der duale Modul zu M.



Es sei R ein kommutativer Ring und sei

0LMN0

eine kurze exakte Sequenz von R-Moduln L,M,N. Zeige, dass dies zu einer exakten Sequenz

0NML

der dualen Moduln führt.


Ein R-Modul M über einem Integritätsbereich heißt Torsionsmodul, wenn es zu jedem  vM  ein rR, r0, mit  rv=0  gibt.



Es sei R ein Integritätsbereich und sei M ein R-Torsionsmodul. Zeige, dass der duale Modul  M=0  ist.



Es sei M ein endlich erzeugtes Monoid und

γ:M

ein Monoidhomomorphismus mit der zugehörigen Spektrumsabbildung

×(Spek([T,T1]))(Spek([M]))

und dem induzierten stetigen geschlossenen Weg

S1(Spek([M])).

Zeige, dass dieser Weg nullhomotop ist, wenn der Monoidhomomorphismus γ durch faktorisiert.



Es sei M ein endlich erzeugtes spitzes Monoid und sei  𝔪[M]  das zu  M+=M{0}  gehörige maximale Ideal. Es sei

γ:M

ein Monoidhomomorphismus mit der zugehörigen Spektrumsabbildung

×(Spek([T,T1]))(Spek([M])){𝔪}

und dem induzierten stetigen geschlossenen Weg

S1(Spek([M])){𝔪}.

Zeige, dass dieser Weg in (Spek([M])){𝔪} nullhomotop ist, wenn der Monoidhomomorphismus γ durch faktorisiert.


Die vorstehende Aussage lässt sich nicht umkehren.


Wir betrachten das spitze kommutative Monoid

M=(111),(100),(010),(001)3

mit dem zugehörigen Monoidring

[M][X,Y,Z,W]/(XYZW)

und dem maximalen Ideal 𝔪. Zeige die folgenden Aussagen.

  1. Der Gruppenhomomorphismus
    (1,1,1):3

    induziert auf M einen Monoidhomomorphismus, der nicht durch faktorisiert.

  2. Die Einschränkung auf S1 der zugehörigen Spektrumsabbildung
    γ:×(Spec([M])){𝔪}

    ist nullhomotop.



Es sei M das punktierte Spektrum zu

R=[U,V,Z]/(U2+V2Z2).

Man gebe einen expliziten Erzeuger der Fundamentalgruppe von M an.



Es sei

A=(ξ1000ξ2000ξn)

eine Diagonalmatrix, deren Einträge allesamt Einheitswurzeln ξj in einem Körper K seien. Zeige, dass die zugehörige lineare Operation der von A erzeugten zyklischen Gruppe auf dem Kn{0} genau dann fixpunktfrei ist, wenn die Ordnungen der ξj übereinstimmen.



Zeige, dass der Veronese-Ring K[U,V](s) als K-Algebra durch s+1 Elemente Z0,Z1,,Zs erzeugt wird derart, dass sämtliche 2×2-Minoren der Matrix

(Z0Z1Zs2Zs1Z1Z2Zs1Zs)

Relationen zwischen diesen Erzeugern sind.



Bestimme die minimale Anzahl eines Erzeugendensystems für den Veronese-Ring K[X1,,Xn](s).



Es sei A eine -graduierte R-Algebra und  s+.  Es sei vorausgesetzt, dass R eine s-te primitive Einheitswurzel enthalte. Zeige, dass A(s) der Invariantenring unter der natürlichen Operation der Charaktergruppe (/(s)) ist.



Es sei K ein Körper und  R=K[X1,,Xn]  der Polynomring über K in n Variablen und  s+.  Zeige, dass der Veronese-Ring R(s) der Monoidring zum Monoid

M={m=(m1,,mn)ni=1nmis}n

ist.



Es sei K ein Körper und A eine -graduierte K-Algebra, auf der eine Gruppe G als Gruppe von homogenen K-Algebrahomomorphismen operiere. Zeige

(A(s))G=(AG)(s).



Wir betrachten die lineare Operation der zyklischen Gruppe /(5) auf 3 durch Potenzen der Matrix

(ξ000ξ000ξ3),

wobei ξ eine fünfte primitive Einheitswurzel sei. Bestimme den Invariantenring zu dieser Operation. Man gebe einen expliziten Erzeuger der lokalen Fundamentalgruppe des Spektrums dieses Invariantenringes an.



Wir betrachten die lineare Operation der symmetrischen Gruppe S2 auf dem 2 und es sei

2T(2S2)q(T)

die zugehörige Quotientenabbildung, wobei T der Fixraum der Operation sei. Beschreibe die induzierte Abbildung der Fundamentalgruppen.



Es sei  GGLn(K)  eine nichttriviale Reflektionsgruppe. Zeige, dass zu einer fixpunktfreien, offenen G-invarianten Teilmenge  UKn  das Komplement KnU eine Dimension n1 besitzt.


Eine endliche Untergruppe  GGLn(K)  über einem Körper K heißt klein, wenn sie keine Pseudoreflektion enthält.



Es sei  GGLn()  eine kleine Gruppe. Zeige, dass es eine offene Menge  U(Spek([X1,,Xn]G))  gibt, deren Fundamentalgruppe gleich G ist.



Wir betrachten die lineare Operation der zyklischen Gruppe /(3) auf 4 durch Potenzen der Matrix

(ξ0000ξ0000ξ20000ξ2),

wobei ξ eine dritte primitive Einheitswurzel sei. Bestimme den Invariantenring zu dieser Operation. Man gebe einen expliziten Erzeuger der lokalen Fundamentalgruppe des Spektrums dieses Invariantenringes an.



Zeige, dass der singuläre Ort der affinen Varietät

V(A2BCD)𝔸K4

(über einem algebraisch abgeschlossenen Körper K) aus drei Geraden besteht, und dass diese die Bilder der Koordinatenachsen des 𝔸K3 unter der in Beispiel 10.7 besprochenen Quotientenabbildung sind.



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