Lösung
- Eine Funktion
-
heißt Stammfunktion zu
, wenn
auf
differenzierbar
ist und
für alle
gilt.
- Eine
stetige Abbildung
zwischen
topologischen Räumen
und
heißt
offen,
wenn
Bilder
von
offenen Mengen
wieder offen sind.
- Man sagt, dass die Funktionenfolge gleichmäßig konvergiert, wenn es eine Funktion
-
derart gibt, dass es zu jedem
ein
mit
-
gibt.
- Die Funktion
heißt
analytisch,
wenn sie in jedem Punkt
lokal durch eine
konvergente Potenzreihe
mit Entwicklungspunkt
beschrieben werden kann.
- Der
Hauptteil
ist die
Reihe
.
- Eine
meromorphe Funktion
-
heißt
elliptisch
bezüglich
, wenn
-

für alle
gilt.
Formuliere die folgenden Sätze.
- Die
Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen.
- Das
Maximumsprinzip
für holomorphe Funktionen.
- Der
Satz über die Homotopieinvarianz von Wegintegralen.
Lösung
- Es sei
offen
und
eine im Punkt
reell
total differenzierbare
Abbildung. Es sei
mit reellwertigen Funktionen
.
Sei
.
Dann ist
genau dann in
komplex differenzierbar,
wenn für die reellen
partiellen Ableitungen
die Beziehungen
-
gelten.
- Es sei
ein
Gebiet
und sei
eine
holomorphe Funktion
mit der Eigenschaft: Es gebe einen Punkt
mit
-

für alle
.
Dann ist
konstant.
- Es sei
eine auf einer
offenen Menge
definierte
holomorphe Funktion
und seien
-
stetige Wege
mit
und
, die zueinander
homotop
seien.
Dann ist
-

Schildern Sie wesentliche Unterschiede zwischen der reellen Analysis und der komplexen Analysis in einer Variablen
(Funktionentheorie).
Lösung erstellen
Charakterisiere diejenigen
komplex differenzierbaren
Abbildungen
-
mit der Eigenschaft, dass
-

für alle
gilt.
Lösung erstellen
Lösung
Wir verwenden die Quotientenregel für die beiden partielle Ableitungen, also
-

und
-

die in dieser Form auf
Aufgabe 4.3 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
beruht. Somit ist

Bestimme das Taylor-Polynom vom Grad
der Funktion
-
im Entwicklungspunkt
.
Lösung
Es ist
-

Für die erste Ableitung gilt
-

und somit
-

Für die zweite Ableitung gilt
-

und somit
-

Das Taylor-Polynom vom Grad
ist daher
-
Lösung
Es ist
-

und

Es seien
und
offene Teilmengen
und sei
-
eine
stetig differenzierbare
Abbildung.
Es sei
-
eine stetig differenzierbare Funktion. Folgere aus der
Kettenregel,
dass
-

gilt, wobei
das
Zurückziehen von Differentialformen
bezeichnet.
Lösung
Wir betrachten die differenzierbaren Abbildungen
-
und
-
und die Differentialform
-

auf dem
.
a) Berechne die zurückgezogene Differentialform
auf dem
.
b) Berechne das Wegintegral zur Differentialform
zum Weg
.
c) Berechne
(ohne Bezug auf b))
das Wegintegral zur Differentialform
zum Weg
.
Lösung
a) Die zurückgezogene Differentialform ist

b) Das Wegintegral ist

c) Der verknüpfte Weg ist
-

Somit ist

Beweise den Satz von Liouville.
Lösung
Bestimme den
lokalen Exponenten
von
-
in jedem Punkt
.
Lösung
Bestimme die
Hauptteile
für jeden Punkt
der
meromorphen Funktion
.
Lösung
Es sei
.
Zeige, dass es
Punkte
derart gibt, dass es auf
-

eine von der Identität verschiedene
biholomorphe Abbildung
gibt.
Lösung
Es seien
,
die
verschiedenen
-ten
Einheitswurzeln
und
-

Dann ist die Multiplikation mit
eine nichttriviale biholomorphe Abbildung von
nach
, die
in
überführt und dadurch einen Automorphismus auf
induziert.
Lösung
Beweise den riemannschen Abbildungssatz.
Lösung
Nach
Lemma 25.4 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
gibt es zumindest eine injektive holomorphe Abbildung
.
Wir betrachten von nun an direkt
,
durch einen Automorphismus der Kreisscheibe
(siehe
Aufgabe *****)
können wir zusätzlich
annehmen. Wir betrachten die Funktionenmenge
-

und zeigen zunächst, dass
abgeschlossen
in der
Topologie der kompakten Konvergenz
ist. Dazu sei
eine in
kompakt konvergente
Folge
in
mit der Grenzfunktion
. Aufgrund von
Satz 24.7 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
liegt Konvergenz in
vor. Die Grenzfunktion ist injektiv oder konstant nach
Korollar 25.3 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024)).
Nach
Satz 24.7 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
konvergieren auch die Ableitungen
gegen
und somit ist insbesondere
-

Dies schließt aus, dass die Grenzfunktion konstant ist, und sichert die Injektivität. Das Bild der Grenzfunktion liegt aufgrund der Konvergenz in der abgeschlossenen Kreisscheibe, aber aufgrund
des Offenheitssatzes
auch in der offenen Kreisscheibe. Die Funktionenmenge
ist unmittelbar
beschränkt.
Der Satz von Montel
ergibt mit
Satz 33.16 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
und
Fakt *****,
dass
kompakt ist.
Die Abbildung
-
ist nach
Korollar 24.9 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
stetig in der Topologie der kompakten Konvergenz und daher ist auch die Abbildung
-
stetig. Nach
Lemma 17.6 (Maß- und Integrationstheorie (Osnabrück 2022-2023))
ist die Betragsmenge
ebenfalls kompakt und daher nach
Satz 17.5 (Maß- und Integrationstheorie (Osnabrück 2022-2023))
abgeschlossen und beschränkt und enthält nach
Korollar 33.18 (Analysis (Osnabrück 2021-2023))
ihr Maximum. Es sei
eine Funktion mit der Eigenschaft, dass
dieses Maximum ist. Mit
Lemma 25.5 (Funktionentheorie (Osnabrück 2023-2024))
folgt, dass
surjektiv ist.
Es sei
ein
Gitter.
Zeige direkt, dass
-
ein
Unterring
von
ist.
Lösung